Im Sommer 2010 möchte Twitter alle Links in Tweets mit einem eigenen Short-Dienst kürzen. Vorgesehen hat man hierfür die Domain t.co und in Direktnachrichten setzt Twitter bereits Short-URLs ein, um Sicherheit zu bieten. Sicherheit soll nun auch in die Timeline der Nutzer kommen. Wenn Twitter mit t.co alle Verweise kürzt, erkennt man auch gleichzeitig den Content am Ziel und kann Nutzer warnen.

Twitter möchte den immer weiter steigenden SPAM endlich Herr werden. Kommt der Service, wird man natürlich Dienste wie bit.ly sehr stark angreifen. Bit.ly gewann damals das Rennen gegen andere Dienste wie tr.im und arbeitete sich sozusagen zum Standard-Short-Dienst auf Twitter vor. Die Konkurrenz wurde damit stark geschwächt und tr.im hat die weiße Flagge bereits gezeigt und aufgegeben.
Gleiches kann unter Umständen auch mit bit.ly passieren. Wenn der Standard ab Sommer 2010 t.co wird, könnte bit.ly einen starken Verlust bei den Nutzern einfahren. Fragt sich außerdem wie lange Bit.ly noch ohne Taskleiste etc. arbeiten wird. Denn irgendwo muss der Dienst sich auf Dauer refinanzieren, wenn nicht mehr diese Masse an Daten gewonnen wird. Zwar wird Bit.ly nicht direkt aufgeben, aber die Gefahr besteht immer. Daher ist es nicht verkehrt sich über einen eigenen Short-Dienst Gedanken zu machen. Hierzu gibt es auf SEO-Handbuch.de einen sehr guten Beitrag. Zu finden unter „URL Shortener – Ein neuer Trend in der SEO Szene?“ und die angebundene Diskussion in den Kommentaren ist lesenswert.
Das Twitter die Inhalte hinter den URLs erst checken will finde ich gut. Schon die bekannten „Warnseiten“ von Google & Co. habe ich sehr begrüßt.

Warten wir ab was im Sommer 2010 passiert. Alles zu diesem Thema befindet sich im offiziellen Twitter-Blog unter: Length Shouldn’t Matter.









dazu find ich dann, braucht man sich keinen eigenen Shorturldienst mehr bauen
oder was meinst du, bringt es in Sachen Links was?
ja und nein
… Ich vermute Twitter wird zu den URLs noch mehr Details bringen als es Bit.ly & Co. bereits erledigen. Mich störte schon länger die Tatsache, dass jeder Einblick in die Details meiner Links bekommt. Meistens ist das zwar nicht schlimm, aber hin und wieder möchte man die Anzahl der Klicks, die User die ein Retweet machten etc. einfach nicht jedem präsentieren. Sowas fällt dann in den Bereich der Konkurrenzanalyse. Muss also nicht sein. Daher halte ich es in manchen Branchen für sinnvoll seine Links selbst zu kürzen. Auch wenn Twitter diese eventuell nochmal kürzt
Normale User brauchen natürlich nicht über solche Dinge nachdenken. Mir geht es aber auch mit darum: Was passiert mit meinen Links wenn ein Dienst wie Bit.ly aufgibt? Weg, alles!
ich merk schon, du hast dir da schon wirklich konkrete Gedanken darüber gemacht … da muss ich jetzt dazu sagen, dass ich mich mit der Materie noch nicht so weit auseinander gesetzt hab. Ja, natürlich benötigt ein “normaler” User keinen Gedanken daran verschwenden. Ich hab mir gestern mal ein Script gezogen, bin aber noch nicht dazu gekommen es auf den Server zu schmeissen, welches findest du am besten oder geeignetsten ?
Ich würde dir da zu http://yourls.org/ raten. Da hast du wenigstens noch ein paar Statistiken und einen Adminbereich. Dies fehlt vielen anderen Anwendungen. Schau aber bitte auch hier erst rein: http://www.webresourcesdepot.com/7-open-source-and-free-url-shortener-scripts-to-create-your-own/
Jep, eisy meint es wirklich ernst damit und hat deswegen auch einen eigenen Dienst, für private Nutzung, gestartet
Vor allem der Punkt: “was passiert wenn bit.ly mal nicht mehr existiert” ist sehr interessant. Sollte t.co wirklich den anderen Diensten das Wasser abgraben, dann kann es schnell passieren das solche großen Dienste wie eben bit.ly aufgeben, da diese ganz andere Ziele besitzen.
Wer nun diesen Service aktiv genutzt hat, und deren Short-URLs in verschiedenen Social-Net´s aktiv verwendet hat, dem kann dann schnell Traffic und somit auch mögliche Einnahmen wegbrechen.
Daher teile ich die Meinung von Sören, wer die Möglichkeit hat und oft Kurz-URLs verwendet, der sollte überlegen sich solche ein Script für die private Nutzung zuzulegen und zu installieren.
Öffentlich würde ich solch einen Service nicht starten, denn das wäre mir in Deutschland etwas zu heikel.
Servus Eisy,
danke für den interessanten Artikel und den Verweis zu meinem Artikel
Das Thema scheint moment wohl wirklich interessant zu sein. Ich wußte garnicht, das Twitter ebenfalls einen Shortener plant, aber bei t.co dachte ich im ersten Augenblick an die Telekom.
BTW: Wann kommt dein eigener Shortener ? Ich meine, die URL ist doch geradezu prädestiniert
//edit by eisy: URL entfernt da sonst weg