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Twitter als Aggressionsventil feiger Säcke

Wer in der realen Welt keinen Mut zur eigenen Meinung hat, sucht gern Schutz in der virtuellen Welt. Doch ohne ausreichend Schutz – im Internet dient die Anonymität dazu – hält man sich auch virtuell besser zurück. Twitter ist ein sehr beliebtes Ventil wenn es um Aggressionen geht, wenn man mal richtig Dampf ablassen will und jemanden eine Beleidigung zuwerfen will.

Warum? Bei Twitter meldet man sich nur mit seinem Usernamen an, die E-Mailadresse muss nicht bestätigt werden, also kann diese auch ein Fake sein. Da muss man nicht mal mehr eine Free-Mail benutzen. Keiner weiß wer man ist, außer jemand studiert die Logfiles mit IP-Adressen etc. Perfekte Schutzmauer hinter der man sich doch bestens austoben kann.

Ob feige Blogger, oder dem Internet ganz fremde Menschen, Twitter ist ein Aggressionsventil für feige Säcke die nicht hinter ihrer eigenen Meinung stehen. Menschen denen das Wasser zwischen den Backen sprudelt, weil sie Angst haben für die Beleidigungen zurecht eine auf den Sack zu bekommen. Willkommen im Web 2.0. Das Beleidigungen und andere Angriffe gegenüber anderen Personen aber auch über Twitter nicht immer folgenlos sind, zeigen immer wieder neue Fälle in denen es Klagen mit hohen Geldstrafen hagelt.

Gibt man seine geistigen Blähungen – es sagte mal jemand, Twitter sei wie pupsen, nur die Folgen sind härter – per Twitter frei, muss man zu diesen auch stehen. Hinter ausgedachten Namen, gefakten E-Mails und anderen Mauern ein Versteck zu suchen ist feige und zeigt nur, wie klein man wirklich ist. Leider machen dies heute aber auch immer mehr Menschen.

50.000 Dollar Schadenersatz

Eine Bewohnerin einer Wohnung aus Chicago zeigte erst kürzlich wieder wie man es auf Twitter nicht machen sollte. Sie berichtete schier hemmungslos über den schlechten Zustand ihrer Wohnung und darüber, dass der Vermieter scheinbar kein wahres Interesse daran zeigt, den Zustand zu verbessern. Unter den Lesern der Bewohnerin befand sich scheinbar auch ein Mitarbeiter der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Horizon Management Group.

Schlechter Zufall denn jetzt verklagt das Unternehmen die Bewohnerin auf 50.000 Dollar Schadenersatz. Man kann jetzt wieder die Frage stellen, warum man denn nicht einfach darum gebeten hat den Tweet zu löschen. Darauf hat das Unternehmen jedoch eine Antwort und das ganz direkt. „Wir sind ein Unternehmen, das zuerst klagt und dann erst Fragen stellt.“ Sicher ist es nicht die feine Art aber auf der anderen Seite muss auch klar sein: Hätte es kein Mitarbeiter direkt bemerkt, könnte der Ruf des Unternehmens durch solche Meldungen beschädigt werden. Am Ende wird ein Gericht entscheiden.

Wegen Panikmache verhaftet

Manch einer wird sich noch daran erinnern. Im Mai 2009 machte mal ein frustrierter Twitter-Nutzer etwas Luft in seinem Kopf und rief über Twitter die Menschen dazu auf, ihr Geld von der Bank Banrural abzuheben und die Bank somit in die Insolvenz zu stürzen. Da solch ein Aufruf eine finanzielle Panikmache auslösen kann, erfuhren auch Verantwortliche der Bank damals sehr schnell davon. Es wurden sofort Ermittlungen eingeleitet und der Twitter-Nutzer machte bei seiner Festnahme Bekanntschaft mit der Polizei. Auch wenn es danach Proteste auf Twitter gegen die Festnahme gab, so sieht das Gesetz im Land dafür Strafen vor die von 50.000 Euro bis 3 Jahre Haft reichen.

Fazit: Twitter ist kein wirklicher Schutz, denn wer die Person dahinter finden will, für den gibt es stets Mittel und Wege dies zu tun. Wer also Beleidigungen oder falsche Informationen / Falschmeldungen etc. absichtlich per Twitter verschickt und damit anderen Schaden zufügt, der sollte auch in dieser Welt den Arschwasserpegel im Griff haben. Wer jemanden etwas zu sagen hat, soll dies doch einfach auf dem direkten Wege tun. Was haltet ihr von solchen Aktionen per Twitter und von Menschen, die so feige sind, dass sie sich hinter der virtuellen Anonymität verstecken wollen? Ich durfte mir per Twitter auch schon einiges durchlesen was feige war, aber man lernt darüber – und über die Menschen dahinter – zu lachen.

Kategorie: Internet

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6 Antworten zu "Twitter als Aggressionsventil feiger Säcke"

  1. Piet sagt:

    Ich beziehe mich jetzt mal nur auf Beleidigungen, denn diese habe ich bei Twitter bislang erst sehr sehr selten erlebt. Bei der Vielzahl an Nutzern wundert es mich aber nicht wenn jemand sagen würde das alle 20 Sekunden irgendwo eine harte Beleidigung getweetet wird.

    Schlimmer als bei Twitter finde ich solche Beleidigungen aber bei Videoportalen wie youtube. Dort ist man zwar so gesehen nicht ganz so anonym wie bei Twitter, aber richtig bösartiger verbaler Abfall mit Ziel andere zu beleidigen ist mir dort bislang am häufigsten begegnet. Darüber lachen geht nicht immer bei mir. Aber zumindest manchmal wenn ich einen Gedanken an die geistige Reife des “Pupsers” verschwende und entdecke wieviele Rechtschreibfehler man in 5 Worten verstecken kann.

  2. Matzek sagt:

    Mein Gott, mit was für Typen treibt ihr euch denn rum :-)
    Also so harte Beleidigungen sind mir bisher bei Twitter noch nicht aufgefallen. Ich nutze dies aber auch nicht so intensiv.

    Matthias

  3. Norbert sagt:

    Gutes Posting. Ich bin selbst schon mal Ziel einer Beleidigung über Twitter geworden, als ich bei einer Veranstaltung eine Präsentation hielt und währenddessen jemand aus dem Publikum abfällige Bemerkungen nicht nur über Inhalt (was ja okay ist, wenn es konstruktive Kritik ist) sondern auch über meine Person, meine Kleidung und mein Aussehen via Twitter machte.

    Nach erfolglosem Versuch, via Reply oder Direct Message in Kontakt zu treten habe ich wenig später auch noch bemerkt, dass der Herr oder die Dame auch noch einem privaten Blog die Beleidigungen veröffentlichte. Leider konnte ich bis heute noch nicht ausfindig machen, wer diese Person ist, da auch der Blog anonym betrieben wird.

    LG,
    Norbert

  4. Steven sagt:

    Beleidigungen… *lol* In der Tat soll es im Internet den einen oder anderen feigen Sack geben, welcher sich gern hinter einem Nickname versteckt, nur um seine Aggressionen loszuwerden.

    Aber ist es nicht besser, diese Typen posten Ihren “Frust” anonym, als dass sie mit nem Hammer ihre ganze Familie auslöschen oder in irgendwelchen öffentlichen Gebäuden Amok laufen. Wie bei Nutten: Jeder regt sich auf, das es sie gibt, aber wären Sie nicht da, würden Missbrauchsfälle in die Höhe schießen.

    Man sollte solchen Menschen viel mehr Möglichkeiten geben, ihren Aggression anonym im Internet freien Lauf zu lassen. Das könnte die reale gesellschaftliche Qualität im Offline-Betrieb erhöhen.

    …und massig Umsatz bringen. ^^

    Grüßle!

  5. maja49 sagt:

    warum sollte ich jemand beleidigen im twitter
    käme nie auf die idee
    hab auch noch keine beeidigungen erhalten
    nutze es aber kaum nur mit bekannten

  6. Leonardine sagt:

    Ich kenne das leidige Thema “Beleidigungen” im Netz. Allerdings muss ich sagen, dass die meisten Beleidigungen, die bei ernsteren Themen gepostet werden, ich auschliesslich nur von Leuten kenne, die für mich in der Kategorie “Neider” zu finden sind. Egal, ob Rechtsanwälte, Künstler, Autoren, Fotografen etc., es ist unglaublich, was solche Menschen oftmals (nicht manchmal) schreiben, um zu beleidigen. Sie glauben tatsächlich besser zu sein und fühlen sich derart schnell angegriffen… Was mir ein Rätsel ist: Weshalb haben diese Leute immer soviel Zeit, dass sie den ganzen Tag inkl. den ganzen Abend im Netz hängen und sich auf zig Plattformen gleichzeitig tummeln. Irgendwie scheint es mir sogar, als würden sie per Keywords Kommentare suchen, die sie dann bewerten und beleidigend kommentieren. Für mich ist das krank.
    Andererseits finde ich aber auch, dass es okay ist, wenn sich einige Menschen anonym Luft machen, weil sie sich sonst nicht trauen. Es kommt immer darauf an, um was es geht.

    LG,
    Leonardine

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