Im Rahmen des Webmasterfriday steht die Frage im Raum, ob man SEO-Tipps in Blogbeiträgen veröffentlichen sollte, oder mit diesen Tipps, die manchmal auch Tricks sind, besser nur auf Stammtischen oder anderen Treffen mit den Leuten besprechen sollte, denen man wirklich vertraut. Grundlage für eine solche Frage ist die Problematik, dass öffentliche Tipps und Tricks natürlich jederzeit von anderen Leuten gelesen werden. Ich mache mir die Arbeit und teste zwanzig Jahre die Auswirkungen der Rechtschreibung aufs Ranking einer Website, stelle fest es bringt Vorteile und veröffentliche alle Begriffe die man falsch schreiben muss. Ja, was war damals die Folge? Man führte mehrere Rechtschreibreformen ein, um meine Erkenntnisse der Welt als „richtig“ einzuhämmern.
Nein, natürlich nicht. Aber ehrlich, wenn die Rechtschreibung – unabhängig von Tippfehler-Keys – eine direkte positive Auswirkung auf das Ranking hätte und eine Website mit einer Fehlerquote von 2% – durch zahlreiche Tests – bestätigt besser ranken würde, was würde wohl passieren? Haufenweise SEO-Agenturen würden nicht mehr nur per Cloaking Links verstecken, sondern dem Bot in Zukunft sogar Rechtschreibfehler unterjubeln.
Das Resultat meines 20-jährigen Tests hätte weitreichende Konsequenzen, denn diese Erkenntnis bringt mir längst nicht mehr die erhofften Ergebnisse, da es ja nun jeder umsetzen könnte und somit das Ranking beim alten Stand bleibt. Außerdem könnte es ja jemand weiterentwickeln und herausfinden, dass plötzlich 2,1 Prozent Fehlerquote besser sind und damit alle anderen SEOs in den Schatten stellen.
Ende der Vorgeschichte
Soweit zur Einleitung in diese Thematik. Sollte man jetzt aber denn SEO-Tipps und Tricks in Blogs veröffentlichen oder nicht? Ich kann die Sorge verstehen, aber würde die Konsequenz nie ziehen, keine Tipps mehr zu veröffentlichen. Konkurrenten lesen in Blogs mit. Agenturen nutzen die Tipps und Tricks um eigene Kundenprojekte und natürlich auch eigene Inhouse-Projekte besser zu positionieren. Ja, keine Frage. Aber wer nutzt diese Tipps noch?
Die Webmaster nicht vergessen
Jeder Webmaster / Seitenbetreiber der sich mit Suchmaschinenoptimierung befasst, sich aber nicht als SEO schimpft, kein Budget oder einfach keine Interesse hat, eine Agentur oder einen SEO-Evangelisten (
) mit der Optimierung zu beauftragen. Finden diese Leute keine hilfreichen Informationen mehr in den SEO-Blogs und Foren, so trampeln sie Ewigkeiten auf den alten Schinken herum und verlieren Stück für Stück im Ranking. Dann gibt es nur noch zwei Auswege.
- Die Webmaster investieren mehr Zeit in die Beschaffung von SEO-Tipps. Man müsste nun selbst anfangen und Tests durchführen. Eine Aufgabe die eigentlich SEOs übernehmen. Die Zeitinvestition würde aber so hoch ausfallen, dass man keine wirkliche Zeit mehr für die eigentlichen Arbeiten zur Verfügung hat.
- Es wandern noch mehr Webmaster unter die Dächer von SEO-Agenturen. Wenn das passiert, sinkt eventuell auch das Image dieser Dienstleistung, da natürlich viele Webmaster ein eher niedriges Budget haben und auf die Köter der eher mäßigen Agenturen eingehen.
Welchen Weg Webmaster also gehen würden ist egal. Unzufriedenheit wäre wohl der größte Faktor der dann der Dienstleistung „SEO“ gegenübersteht. Ob das der richtige Weg ist, den diese Branchen gehen will, halte ich für ein großes Gerücht.
Aufmerksamkeit einfordern
Die Ankündigung, keine oder viel weniger SEO-Tipps zu veröffentlichen ist für mich nur eine Aufmachung um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Vergleicht man dies mit kleinen Kindern, so stellt man fest, auch diese beginnen manchmal das Jammern, nur um etwas Zuneigung zu bekommen. Wenn wirklich jemand meint er müsse keine SEO-Tipps mehr veröffentlichen, okay, passt, ist ja jedem sein gutes Recht, selbst die Entscheidung zu treffen über was man schreibt.
Fazit – Immer mehr
SEO-Blogs sollten immer mehr Tipps veröffentlichen und diese aber in Zukunft noch leserlicher auch für Einsteiger formulieren. Dabei helfen beispielsweise Klammern (bezeichnet die gehobenen Zeichen einer dt. Tastatur auf den Tasten der Ziffer 8 und 9), in die man kurze Synonyme für bestimmte Fachbegriffe direkt hinter einen solchen Begriff schreibt. Wenn SEO-Tipps für jeden Webmaster leichter zu verstehen sind, entwickelt sich die Branche auch am besten weiter. Weniger Webmaster mit niedrigen Budget müssen unbedingt eine manchmal zweifelhafte Agentur beauftragen und die großen Unternehmen die eh dicke Kassen haben, können trotzdem weiterhin professionelle Agenturen beauftragen oder weiterhin auf Inhouse-SEO setzen.
Die Moral von der Geschicht…
… wer Tipps verrät, den vergisst man nicht!
Webmasterfriday
Viel Spaß allen anderen Bloggern bei Webmasterfriday und dem aktuellen Thema. Ich möchte aber gleichzeitig auch meinen Unmut darüber aussprechen, dass der Webmasterfriday schon wieder ein Branchen-lastiges Thema publiziert, bei dem längst nicht jeder Blogger teilnehmen kann. Wir hatten ja erst die Konfrontation mit „SEOs und Google-Kritik“ und ich finde, in Zukunft würde es dem Webmasterfriday gut tun, mehr Neutralität gegenüber allen Bloggern in der Themenwahl gewährleisten. Soviel nur mal dazu, denn ich würde mich in der Tat freuen, wenn irgendwann beim Webmasterfriday nicht mehr nur maximal 5 Blogger mitmachen, sondern mal mindestens 20. Danke an den tagseoblog.de, dafür das ich mich nicht entschuldigen muss, mit am Thema der Rechtschreibung beim Ranking inspiriert zu haben.









Das ist eben so eine Sache mit den Tipps. Man muss mittlerweile bei manchen Quellen vorsichtig sein ob das denn auch wirklich so stimmt.
Andererseits lernt man aber auch selbst nie aus. Ich beschäftige mich recht viel mit dem Thema und freue mich natürlich wenn man hier und da nochmal einen Tipp bekommt den man noch nicht kannte. Wichtig ist eben das es ein Geben und Nehmen bleibt.
Und die wirklich heißen Tipps bekommt der “gemeine Webmaster” eh erst wenn der Zug schon fast abgefahren ist. Ich erinnere da zuletzt an Twitter
Was ist das denn? Ist heut schon Freitag? Hattest Du schon vorab Infos? Unglaublich, wie schnell das hier geht
wg. Rechtschreibung: Die Nummer ist nach der Veröffentlichung wieder sehr rätselhaft: denn im Ranking springen die Testseiten wild hin und her. Das Thema ist vollkommen offen und Bedarf weiterer Test. Daher vielen Dank für die Erwähnung. Die Ergebnisse dieser anderen Tests würden mich dann natürlich auch interessieren, und zwar nicht nur am Stammtisch
wg. Webmasterfriday-Thema: das kommt schon noch. Der Webmasterfriday ist ein guter Wein, und Geduld ist eine Tugend
Nach meiner Einschätzung machen bei SEO-Themen die meisten mit – warum auch immer …
Ich stimme Dir zu.
Wertvolle Tipps zu geben schafft zudem mehr Transparenz und Reputation und das ist sicher nicht kontraproduktiv.
Es ist doch gerade die alte Denke, Wissen als geheim zu betrachen, nicht zu tauschen und jeder kocht sein Süppchen vor sich hin.
Ich dachte diese Phase hätten wir überwunden.
Schaut euch einfach mal die Start-Ups in den Staaten an, wieviel Wissentransfer dort stattfindet.
Die haben’s begriffen, denn letztlich profitieren alle davon!
Achja … A Propos Rechtschreibfehler: Meinst du “Köter” oder “Köder”
Ob Köter oder Köder, was spielt das für eine Rolle? Hauptsache gutes Ranking durch google-bewusste Rechtschreibung
Wenn ich nach “Telefon” suche und in meinem Artikel steht immer nur “Teflon”, dann ist das schon klar, dass mein Artikel nicht vorne steht.
Allerdings denke ich nicht, dass Google jedes einzelne Wort bewertet oder sogar auf eine korrekte Kommasetzung achtet.
Wenn es so wäre, dann müsste Google seiner Suchmaschinen die Grammatik aller Sprachen dieser Welt beibringen, schließlich gibt es ja nicht nur deutsche Webseiten
Genau aus diesem Grund starte ich einen Tipps und Tricks Blog. Zwar nicht zu Seo aber zu einem anderen Thema.
Ich habe es ehrlich gesagt satt, immer wieder Blogs zu lesen die kaum Inhalt haben. Bei den meisten Beiträgen kann man nur sagen: Oh toll. Und nun? Was habe ich von diesem Beitrag?
Wenn man schon ein blog hat, so gehören natürlich kleine Tipps dort hinein. Wäre auch schlimm wenn nicht. Sonst könnte man es auch ganz schließen.
Nettes Thema! Doch wer würde seine “Tricks” groß ausplaudern? Leider ist das die harte Realität…
Die Wahrheit ist, das tun die wenigsten wirklich. Ab und an kommt ein SEO und gibt Tipps raus, die sowieso in der Szene raussickern und dann gelten die “als die großen Tippgeber”, quasi “die Bestätigung der allgemeinen Vermutungen in Diskussionen”.
Man beobachte einfach, wie einer seine Blogs führt und was der eigentlich alles testet, um Profit zu schlagen, dann schaut man auf die Tipps, die er gibt und sieht, dass die Tipps meist Monate, wenn nicht Jahre der Anwendung hinterher hinken. Dann wenn es eigentlich “eh schon bekannt ist”.
Außerdem verbringt man mMn zu viel Zeit generell damit, sich mit so einer Materie zu beschäftigen, anstatt produktiven und wirklich guten Inhalt zu produzieren. Mehrwert, darauf kommt es an, denn dieser wirbt für sich selbst und macht sich von alleine viel SEO. Wenn man Marketing braucht, weil man kein Inhalt hat SEO´s engagieren, das ist mM.
…wie lang ist es her, das einst ein SEOFORUM gab ^^
Schade … gut ding will weile haben
SEO-Tipps SIND frei zugänglich. In Foren und Blogs wie Abakus oder Hundert weiteren kann sich jeder mehr Infos holen als er umsetzen kann. Dass dabei auch viel spekuliert wird ist nicht schlimm, denn durch den offenen Austausch vieler kommt man der Wahrheit näher als es mit einem nur halbjährlich stattfinden SEO-Stammtisch möglich wäre.
Wertvolle Tipps zu geben schafft zudem mehr Transparenz und Reputation und das ist sicher nicht kontraproduktiv.
Es ist doch gerade die alte Denke, Wissen als geheim zu betrachen, nicht zu tauschen und jeder kocht sein Süppchen vor sich hin.
Ich dachte diese Phase hätten wir überwunden.
Schaut euch einfach mal die Start-Ups in den Staaten an, wieviel Wissentransfer dort stattfindet.
Leute, die solche hanebüchenen Ideen haben, sollen bitte auch die Finger von anderen themenrelevanten Blogs, also über WordPress, Windows-Tipps oder die besten Hausmittelchen gegen Schnupfen lassen.
Also ehrlich, ich finde so ein derbes Nichtgönnertum abstoßend.