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Searchmetrics Suite 6 erscheint zur dmexco – erste Einblicke

Zur dmexco am 21. und 22. September 2011 – also in gut 14 Tagen – werden wieder viele Anbieter ihre Neuheiten und bereits bekannten Tools präsentieren. Sich und ihre Dienstleistungen vorstellen und Kontakte knüpfen. Zu diesen Ausstellern der dmexco gehört auch Searchmetrics. Searchmetrics präsentiert zur dmexco die neue Version 6 der Suite. Ich möchte euch heute bereits ein paar Eindrücke zur Suite 6 vorstellen, bevor am 13. September die Beta-Phase startet. Was – wie man ja an den Datumsangaben sieht – eine kurze Beta-Phase wird. Kommen wir zur Searchmetrics Suite 6.

Searchmetrics Suite 6

Info: alle Screenshots beruhen auf der offiziellen Preview von Marcus Tober. Ich habe noch keinen Zugriff auf die neue Version. Die Beta-Phase ist noch nicht gestartet. Auch kann ich euch deshalb keine individuellen Daten liefern und Screenshots in besserer Auflösung. Es sind auch noch lange nicht alle Funktionen sichtbar. So fehlt der Bereich „Projekt-Management“ vollständig. Viele Punkte aus der Navigation sind noch deaktiviert.

Version 6 kommt in einem ganz neuen Layout. Es wirkt vom ersten Blick viel aufgeräumter und das ist es auch. Schon die Navigation ist deutlich besser. Wo man in Version 5 noch jeden Punkt anklicken musste um weitere Features zu sehen, reicht hier eine Berührung mit der Maus und das Menü geht auf. Die Menüführung ist auch das womit ich einsteigen möchte.

Die Menüführung

Man loggt sich in die Suite ein und hat eigentlich für die Research und Analyse nur drei Bereiche zur Auswahl. Domains, Keywords und Social. Jeder der Tools aktiv nutzt wird wissen, wie sinnvoll genau das ist. Denn alles andere interessiert für den ersten Moment nicht. In der Navigation ist – wie man auf dem Screenshot sieht – noch Platz. Dort kommen noch Features rein und man kann auch individuelle Anpassungen vornehmen.

Sobald ich eine Domain eingetragen habe – hier amazon.de – ist der Zugriff auf die Dropdowns freigegeben. Erst jetzt benötige ich auch diese Funktionen. Und da kommt man zum nächsten Vorteil der Suite 6. Man muss die Dropdowns erst mal nicht verwenden.

Nach der Eingabe der Domain landet man auf dem Dashboard – der Übersicht – einer Domain und dort gibt es im ersten Schritt alle wichtigen KPIs zur Domain zu sehen. Übrigens sind alle Menüpunkte nach der Eingabe einer Domain mit dieser Domain verbunden. Man kennt es ja aus der Vergangenheit und auch bei anderen Tools, dass man manchmal auf ein Feature klickt und plötzlich muss man erneut eine Domain eingeben. Das ist nicht so. Die Domain wird immer durch den Prozess gezogen.

Die Übersicht

Wie ich schrieb, auf der Übersicht sind die wichtigen KPI einer Domain sofort zu sehen. Das erleichtert die Kommunikation am Telefon gegenüber plötzlich fragenden Kunden. Manch einer wird sich beim Blick auf den nächsten Screenshot die Frage stellen: „wo ist der OPI (Organic Performance Index) hin?“ Dazu gibt es nur eine Antwort: „weg!“. Mehr dazu in einem späteren Absatz.

In der Übersicht erkenne ich sofort die wichtigsten Werte einer Domain. Ich habe den „SEO Visibility“ und die „PAID-Visibility“ auf den ersten Blick. Durch die kleinen Prozent-Werte unter den großen Zahlen sehe ich den Vergleich mit der Vorwoche. Weiter kann ich die Verteilung der Domain innerhalb der Universal Search erkennen und einen kurzen Eindruck von der Sichtbarkeitsverteilung erlangen.

Unterhalb der ersten KPIs habe ich das Chart für die SEO Visibility und kann den Verlauf erkennen. Kurz zu den Sichtbarkeitswerten.

Die Sichtbarkeitswerte

Der OPI und die anderen „Sichtbarkeitswerte“ sind unter dem einheitlichen Begriff „Visibility“ zusammengeführt und unterscheiden sich namentlich jetzt mit ihren Sektoren. Im Bereich SEO wo bisher der OPI war, ist jetzt der „SEO Visibility“ und im Bereich Social ist der „Social Visibility“. Gleiches Spiel im Paid-Bereich wo man nun den „Paid Visibility“ findet. Damit will man die Werte schneller in die Köpfe kriegen und ich denke das wird klappen. Denn was bringt es mir, wenn ein Kunde anruft, ich die Suite noch nicht geöffnet habe und die Frage stelle: „Wissen Sie wie hoch Ihr OPI ist?“ und er mir sagt: „1,70 Meter!“. Der Begriff „Visibility“ trifft es sehr genau und jeder weiß das Searchmetrics hier von der Sichtbarkeit einer Domain spricht.

Die Charts

Was bei Searchmetrics Version 6 sehr angenehm ist, sind die neuen Charts. Man darf ab sofort in den Charts nicht nur mit der Maus einen Bereich markieren und reinzoomen, sondern auch direkt Datum mit „Von / Bis“ eingeben oder einfach die Buttons für 1 Monat, 2 Monate, 6 Monate, 1 Jahr oder 2 Jahre einsetzen. Dies erleichtert den Überblick über die Entwicklung innerhalb von Zeiträumen sehr stark. Es zieht sich auf diese Art durch die komplette neue Version.

Die Rankings & Mitbewerber

Kurz angemerkt: Wir befinden uns immer noch auf der Übersicht der Domain und haben noch keinen einzigen Klick auf einen Unterpunkt getätigt. Durch eine gute Struktur der Start- bzw. Übersichtsseite einer Domain kann man mit Hilfe des Scrollens alle Features schnell ansteuern.

Nun sieht man die durchschnittliche Position aller Suchbegriffe und nebendran direkt die Verteilung der Keywords nach Seiten in Google. Amazon hat beispielsweise 27,32 Prozent aller Rankings auf Seite 1. Was richtig gut ist. Auch an so einem kleinen Chart kann in Verbindung mit den anderen Werten viel Potenzial erkannt werden. Man kann aber auch schnell erkennen ob ggf. ein Problem vorliegt. Weiter rechts findet man die TOP3 Subdomains und Verzeichnisse.

Unter diesen Werten sind die Rankings der Domain als Liste geliefert. Daneben die Mitbewerber. Diese kleinen Listen sind natürlich nur Auszüge. Wenn man die Rankings komplett anschauen möchte, kann man dies im Bereich „Organic“ tun und damit erstmals die Übersicht verlassen. „Organic“ liefert dann nur noch SEO-Werte und schließt alles andere komplett aus.

Die Keywords im Detail sehen nun wie auf dem Screenshot oben aus. Nutzer der Suite 5 werden merken das man nun eine Tabelle über die ganze Breite erhält und die Inhalte der Tabelle auch nicht mehr auf Paid, Bilder, Shopping, Maps oder News umschaltbar sind, sondern fest für den organischen Bereich stehen. Diese Konsequenz in der Bereitstellung der Daten finde ich persönlich sehr angenehm.

Nutzer von Searchmetrics Rapid werden in einigen Ecken schon Ähnlichkeiten erkannt haben. Besonders die Darstellung von Tortengrafiken gleicht sich. Insgesamt erinnert man sich in der Suite an einigen Stellen an Rapid. Was keine schlechte Sache ist.

Der Traffic

Ich springe mal weg von den Keywords und direkt in einen anderen sehr spannenden Bereich. Mit der Searchmetrics Suite 6 kann ich meinen möglichen Traffic direkt mit dem der Mitbewerber vergleichen. Ich habe den entsprechenden Bereich markiert.

Richtig spannend wird es mit den Mitbewerbern erst in der kompletten Ansicht. Denn wenn ich alle Mitbewerber die wichtig sind analysieren möchte, komme ich mit einer solchen Torte nicht mehr weiter. Searchmetrics hat es sehr geschickt gemacht und ein Chart nach dem „Eisenhower-Prinzip“ aufgebaut. Zwar seitenverkehrt, warum auch immer, aber das Prinzip stimmt. Je weiter rechtsseitig ein Kreis (Mitbewerber) erscheint, desto wichtiger ist dieser. Wenn ein Kreis ganz rechtsseitig und auch noch oben erscheint, ist er nicht nur wichtig sondern auch äußerst bedeutsam und ggf. dringend anzuschauen. In der Suite 6 steht rechts, wer viele Übereinstimmungen bei den rankenden Keywords hat. Rechts und oben steht, wer viele Keywords identisch hat und zeitgleich aber bessere Positionen mit diesen besitzt und somit mehr Traffic einstreicht. Achso, die Grafik.

Ich gehe schon wieder viel zu weit ins Detail. Unter dem Chart sieht man die Tabelle. Dort kann man auch fürs Chart bestimmte Mitbewerber ausblenden. Macht u.a. meistens bei Wikipedia Sinn. Das Chart passt sich danach komplett an die neue Verteilung an. Außerdem sieht man unten auch gleich die Traffic-Werte.

Der Report

Kommen wir noch kurz zum neuen Report-Modul. Das ist meiner Meinung nach bisher – wenn das Feature am Ende wirklich so sauber funktioniert wie es vorgestellt wurde, wovon ich ausgehe – in der Branche bei den Tools das beste Report-Tool. Werft mal bitte einen Blick auf die Grafik über der des Eisenhower-Prinzips. Ihr könnt dort am oberen Rand der Boxen immer ein kleines Icon mit einem Pluszeichen sehen. Manchmal steht auch – je nach Platzangebot – noch „Hinzufügen“ mit dran. Immer wenn ich eine Domain analysiere und auf dieses Icon klicke, füge ich diese Werte zum „Report-Baukasten“ hinzu.

Alle hinzugefügten Daten liegen nun im oberen Bereich vom Report bereit (grün gerahmt) und können individuelle im Report eingebaut werden.

Per Drag & Drop nimmt man sich die Bausteine nun oben aus dem Kasten und legt sie unten in den Report. Der Report ist optimiert für die Ansicht im PDF, also auf DIN A4. Man kann so viele Werte integrieren wie man möchte. Es wird beim Aufbau dann angezeigt ab wann eine neue DIN A4 Seite beginnt. Also keine Panik, das was auf dem Bild zu sehen ist, ist lange nicht alles an Platzangebot. 🙂 Die Charts, Tabellen und anderen Boxen können alle in beliebige Größe gezogen werden. Man kann also die SEO Visibility einer Domain über die ganze Seite anzeigen, oder neben drei weitere Boxen setzen. Das spielt keine Rolle. Einfach mit der Maus dann anpacken und ähnlich eines Fensters im Betriebssystem, die Größe individuell ziehen.

Wer genau hinschaut, wird oben das „Text“-Widget sehen. Man darf individuellen Content im Report integrieren. Gerade im Reporting für Kunden eine spannende Ergänzung. Aber der Report ist nicht nur via PDF sondern auch direkt in der Suite abrufbar. Er aktualisiert sich allein jede Woche und steht immer mit den neuen Daten bereit. Das macht die Reporte für einzelne Domains überhaupt erst so attraktiv.

Ach ja, man kann auch jedem Report ein individuelles Bild einfügen. 😉

Aber so wie oben sehen die Reporte dann aus. Jeder Report hat eine eigene URL mit ID. Ich kann mir die IDs in den Favoriten mit dem Namen der Domain abspeichern und jede Woche einfach nur meine Liste durchklicken und schauen, wie sich die Entwicklungen machen. Da braucht man im Prinzip sonst gar nicht mehr durch die Suite klicken. Alle Werte sortiert man sich nach eigenen Bedürfnissen. Workflow sozusagen. 🙂

Fazit

Searchmetrics Suite 6 wurde mir immer mit dem Hintergedanken angepriesen, endlich mehr auf den Workflow einzugehen. Ich habe es ziemlich angezweifelt weil ein Workflow natürlich sehr individuell ist und man dies kaum in einer Software meisterlich umsetzen kann, wenn man nicht den Nutzer alle Werte überall selbst sortieren lässt. Durch die Art der Strukturierung hat man es aber geschafft einen guten Ansatz zu bringen. Oben hat man immer die wichtigsten Werte im schnellen Überblick. Je tiefer man scrollt desto mehr Details erhält man. So und nicht anders läuft es in unserer Welt schließlich fast überall. Außerdem ist natürlich das neue Report-Modul sehr gut umgesetzt und erlaubt eine sehr individuelle Anpassung der Ansichten.

Im Preview erkannte man auch eine deutlich schnellere Ladezeit. Die Suite 5 ist ja schon manchmal schläfrig aber erträglich. Die Suite 6 zeigt sich mit besserer Performance. Urteilen möchte ich darüber aber erst ab der Final-Version nach der dmexco. Dort könnt ihr euch die Suite gerne präsentieren lassen. Halle 7, Stand D038. Einfach vorbeischauen und anquatschen.

Ich könnte euch jetzt noch das Paid-Modul vorstellen und auch den Social-Bereich, aber ich bin bei fast 1.800 Wörtern und das sprengt meinen „kurzen“ Einblick. Der Social-Bereich ist sehr ausführlich, diesen nur kurz anzureisen wäre etwas schade. Okay, abschließend noch zwei Screenshots, aber dann ist Schluss.

Ich bin jetzt einfach auf die Suite 6 gespannt. Egal ob in der Beta-Version oder anschließend als Final-Version. Für euch hoffe ich, hier ein paar interessante Punkte gezeigt zu haben. Mehr muss es an dieser Stelle auf Basis einer Preview-Version nicht sein. Vor Weihnachten gibt es sicher dann noch einen ausführlichen Bericht mit allen Features und eben auch dem Projekt-Management was hier komplett fehlt etc.

Soweit so gut 🙂

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Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

10 Kommentare zu Searchmetrics Suite 6 erscheint zur dmexco – erste Einblicke

  1. Mich erinnert SM6 einwenig an Google Analytics, also vom Layout, der Darstellung und Struktur her. Find ich persönlich recht angenehm.

    Ich denke, ich werde mal Ende des Monats mir einen Testaccount holen 🙂

  2. Ich finde, dass es ein guter Schritt ist. Ich hoffe auch, dass ich mich jetzt besser zurecht finde. Die aktuelle Version finde ich unübersichtlich, langsam und vollgestopft. Zwar hat die Suite viele Funktionen, aber man muss auch richtig Zeit investieren um anständige Reports zu bauen.

    Ich halte Searchmetrics aber für kompetent und freue mich auf Version 6.

    Schöner Bericht, eisy!

  3. Sieht gut aus. Kann man nicht anders sagen! Damit würde sich glaube ich jedes Kind zurecht finden 🙂 Ich denke wenn es auf dem Markt ist, werde ich mir es zulegen!

    @ Rene: hast Recht, mich erinnerts auch ein wenig an Google Analytics 😉
    Aber echt ne tolle Sache!

  4. Schöner Artikel eisy, die neue Searchmetrics Suite sieht auf jeden Fall richtig schön aus. Vor allem das Reporting Modul gefällt mir sehr gut, denn das ist wie du auch geschrieben hast bei manchen anderen Tools nicht so gut und einfach zu bedienen.

  5. Das hört sich ja gar nicht so verkehrt alles an was man hier so liest. Ich muss gestehen, dass ich eigentlich Sisitrix oder LRT benutze und Searchmetrics nicht so gut finden, aber vielleicht gebe ich der Suite ja nochmal eine neue Chance.

  6. Hallo Soeren,

    vielen Dank für den schönen und umfangreichen Artikel. Da mit den Yahoo-Daten bald Schluss sein wird hatte ich mich aktuell schon so ziemlich auf Sistrix eingeschossen. Allerdings hat mich dieser Artikel jetzt wieder etwas umgestimmt, so dass ich mir die Suite 6 auf der Dmexco nochmals live angucken werde.

    Gruß

  7. sehr übersichtlicher und guter artikel!
    ich fand die alte version auch ziemlich doof, werde mir das die tage mal anschauen und hoffe dass ich damit zufriedener sein werde, bin da ganz zuversichtlich 🙂

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