Ich bin mal so frei und behaupte, mit Sales kann man mehr verdienen als mit Leads, wenn man die Leadpreise im Bereich Poker, Forex und Versicherungen mal nicht mit einbezieht. Ein Sale kann im Grunde so hoch sein wie das Angebot der Produktpreise es erlaubt. Hier spricht nichts dagegen, mit einem Sale auch gut und gerne mal 600 Euro oder 1.000 Euro zu verdienen. Ja, mit nur einem Sale!
Jetzt generiert man einen Sale aber nur viel schwerer als einen Lead. Zumindest steckt diese falsche Vermutung in den Köpfen vieler Affiliates. Betroffen sind von dem Fehl-Denken aber hauptsächlich Webmaster die sich noch nicht lange mit Affiliate-Marketing beschäftigen. Zudem spielt ein weiterer wichtiger Faktor eine große Rolle – die Zielgruppe.
Bei einer jungen und finanziell schwachen Zielgruppe sind Sales eher nachteilig? Nein, auf die Höhe der Vergütung kommt es an und auf die Preise der Produkte. Die Zielgruppe spielt nur dann eine finanzielle Rolle, wenn sie über kein Geld verfügt – beispielsweise Kinder. Ich kann mit 5% pro Sale durchaus gut in eine aktive Partnerschaft einsteigen, dann erwarte ich aber keine Deckelung bei teuren Produkten, sondern freie Hand bis nach oben.
Kommt ein Anbieter wie Amazon aber beispielsweise an und will mich als Affiliate für LCD-TVs gewinnen die im Verkauf 3.000 Euro bringen, mir aber – mit Gruß an die Wirtschaft – nur 10 Euro Verdienst einspielen, dann lehne ich sogar ohne Danke ab. Das Amazon-Partnerprogramm mag im Bereich unter 100 Euro noch angenehm sein, aber bei Produkten über 100 Euro findet man meist bessere Alternativen. Zudem muss man bei der Bewerbung von Produkten aus dem Amazon-Sortiment einige weitere Dinge beachten um Erfolg zu haben. Dies aber gehört nicht hier rein.
Wann sind Leads lukrativ?
Leads sind immer dann lukrativ wenn man ein Angebot bewirbt, bei dem der User eine Aktion ausführen muss die ihn selbst nichts kostet. Ist es ein gutes Angebot, so lassen sich ohne Probleme mehrere Tausend Leads pro Monat generieren. Jedoch sollte man sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Eine Registrierung beispielsweise sollte bei einer Vergütung von mindestens 30 Cent angesetzt sein. Jeder Cent nach oben ist entscheidend gegenüber der Konkurrenz. Noch lukrativer werden Leads in Verbindung mit monatlichen Bonuszahlungen bei Erreichen des Betrag Y.
Wann sind Sales lukrativ?
Bietet der Merchant ein gutes Sortiment an, bei dem Produkte nicht nur 10 Euro kosten sondern gern auch mal ab 100 Euro, so werden Sale-Vergütungen ab 5% schon ohne Lifetime spannend. Besser aber sind Sales in Kombination mit Lifetime. Ich beispielsweise habe nur ein oder zwei Programme als Affiliate aktiv, bei denen ich Sales ohne Lifetime bekomme. Alle anderen sind mit Lifetime und sind entsprechend um Welten besser. Ich spreche dabei nicht von einem Unterschied im Bereich von 100 Euro, sondern im Bereich mehrere Tausend Euro. Warum das so ist? Einfach gesagt: Sale-Vergütungen als Lifetime-Provisionen summieren sich fortlaufend. Immer wenn der Kunde einen Einkauf tätigt, verdient der Affiliate mit, der den Kunden beispielsweise vor 4 Monaten schon geworben hat.
Bitte sucht jetzt nicht nur noch nach Sale-Programmen mit Lifetime. Ohne Lifetime lässt sich auch gutes Geld verdienen. Man darf nicht vergessen das bei vielen Programmen eine Lifetime auch keinen Sinn machen würde. Bekomme ich 10% bei der Kreditvermittlung, interessiert mich Lifetime eher nicht, da der Kunde kaum so schnell erneut einen Kredit nehmen wird.
Richtig gut wird ein Sale-Modell dann, wenn man nur teure Produkte bewirbt. So ist bei – jetzt muss ich lügen – Zanox, Tradedoubler oder Affili.net erst vor wenigen Tagen das Partnerprogramm von Brandlots gestartet. Im Onlineshop gibt es ganz offiziell Mode von bekannten, teuren Marken wie Ed Hardy und bei solchen Programmen kann man seiner Kasse als Affiliate etwas Gutes tun. Freut sich nun der Leser, der diesen Tipp mitbekommen hat. Denn Ed Hardy in einem Partnerprogramme ist echt ne feine Nummer.
Am Ende entscheidet die Sachlage
Ist doch wahr, wenn Leads passen, dann passen sie, denn wie gesagt, es gibt Zielgruppen die geben ungern Geld aus, spielen aber recht offen mit ihren Daten und registrieren sich gern bei kostenlosen Angeboten. Klarer Fall für Lead-Provisionen. Wo das Geld steckt, muss aber unbedingt auf Sales gesetzt werden. Auch wenn man zwischen Leads und Sales wählen kann, sind meist die Sales besser, wenn die Qualität vom Traffic stimmt.
Viele Leute – Viele Meinungen
Das ist meine Meinung und die ist das Resultat meiner Erfahrungen. Hat man Traffic mit hoher Qualität … ihr wisst schon – Sales! Habt ihr eine andere Meinung oder tiefgründige Fragen zu dem Thema? Ich gehe gerne darauf ein, aber ihr müsst es schon sagen.









Du hast geschrieben: “Zudem muss man bei der Bewerbung von Produkten aus dem Amazon-Sortiment einige weitere Dinge beachten um Erfolg zu haben. Dies aber gehört nicht hier rein.”
Könntest du das in einem Blogpost vielleicht genauer beschreiben, denn seit der Änderung des Amazon-Partnerprogramms vor ein paar Monaten zweifle ich noch etwas am Nutzen.
Vielen Dank
PS. Ed Hardy-Partnerprogramm, richtig gut, da Ed Hardy sowieso nur reine Geldmache ist und die ganzen “Kinder” überall damit rumlaufen. (Ich find die Dinger ja noch schlimmer als Taliban-Tücher, etc…)
Wieder mal ein gelungener Artikel.
Hallo Eisy, ich stimme deine Meinung weitestgehend zu. Höchste Vorsicht lasse ich inzwischen aber bei Partnerprogrammen mit Lifetime Provisionen walten. Ich lebe jetzt schon seit 8 Jahren vom Affiliate Marketing und habe von Anfang an auf Lifetime-PPs gesetzt. Und in diesen 8 Jahren wurden schon zig dieser Partnerprogramme plötzlich und überraschend eingestellt.
Hier muss man wirklich aufpassen. Auch sehr große deutsche Anbieter ändern urplötzlich ihr Konzept und es bleibt einem nichts weiter als die vereinbarte Lifetime-Provisionierung einzuklagen.
Als sehr positives Beispiel möchte ich hier mal noch die Erotikbranche nennen, die ja so oft Vorreiter im Onlinemarketing ist. Bei den Erotik-Abos werden fast immer Lifetime-Beteilgungen im Bereich von 25 – 60% gezahlt. Hier hatte ich auch noch nie Probleme mit ausbleibenden Zahlungen. Aber jetzt schweife ich schon wieder ab…
Hallo Ringo,
vielen Dank für deinen Kommentar und den Hinweis. Ich benutze auch über einen sehr langen Zeitraum die Lifetime-Programme und kenne auch das von dir genannte Problem. Da hätte ich in meinem Beitrag durchaus noch auf die Gefahr hinweisen können, die besteht wenn man sich finanziell nur auf wenige solche Programme verlässt und keine weiteren Einnahmequellen hat. Unterschreibe deinen Kommentar da vollständig.
@Seventeen: Auf das Thema Amazon gehe ich mit einem neuen Blogbeitrag noch ein, ja. Hätte nur hier absolut nicht mehr reingepasst.
Ergänzung: Ed Hardy Partnerprogramm, bzw. das Brandlots Partnerprogramm ist bei Tradedoubler gestartet!
Hi Eisy,
ist ein gelungener Beitrag geworden
Ich hatte vor einiger Zeit auch schonmal probierte eine Übersicht aufzustellen: http://www.der-nette-seo.de/371-affiliate-per-click-lead-oder-sale/ Leider kann man auf vieles gar nicht eingehen, was es zu beachten gibt, da sonst die Beiträge ewig lang werden.
Das mit dem Ed Hardy PP ist wohl total an mir vorbei gegangen. Danke für den Hinweis, hab da noch ein paar Unterseiten die gut bei Longtail ranken
Guter Artikel, sehe ich eigentlich genauso.. hab mich da auch angemeldet.. Läuft übrigens über TradeDoubler http://www.tradedoubler.com/pan/program_info?program_id=123146
Mit Leads läst sich natürlich viel mehr verdienen als mit sales, den lead ist ja eine anmeldung und ein sale.. wird noch vergütet wenn jemand was kauft..auch wenn er sich davor schon angmeldet hat und einen “Lead” eingegangen ist.. was bei einer vergütung in leads schon profitabel wäre.. für den webmaster..
mfg alex
Würdet ihr auch sagen, je höher die Provision, desto unatraktiver und damit auch unprofitabler das Produkt ? Wohl wissend, dass die Aussage doch etwas pauschaliert ist. Auch weiss man, dass tendenziell nicht wenige Affiliates Programme und Produkte mit einem höheren Provisionssatz bevorzugen, mit denen man nicht immer und unbedingt Geld bzw. gutes Geld verdienen kann. Ich selber mache die Erfahrung, dass typische Landing Pages nach dem amerikanischen Vorbild hierzulande offensichtlich nicht richtig angenommen werden. 301-Redirect in Verbindung mit Google Adsense und Affiliate-Produkten funktioniert wie ich finde, etwas besser, wobei man dann den Nachteil hat, den Besucher nicht richtig auf das Produkt einstimmen zu können. Apropos Bee5, ich weiss nicht, ob jemand von euch auch schon Erfahrungen mit Bee5 gemacht hat und wie ihr Bee5 findet.
Sorry, ich muss mich kurz korrigieren, ich meinte natürlich Google Adwords und nicht Adsense wie oben vertippt.
Schöne Infos, vielen Dank!
Das sinnvolere sollte doch die Sale Vergütung sein denke ich.. Insgesamt aber ein sehr guter Bericht!!