10

Ryanair beleidigt und beschimpft Blogger

news_bildOb Privatperson oder Unternehmen, das Internet ist vergleichbar mit der realen Öffentlichkeit und was man hier von sich gibt, sehen für gewöhnlich auch andere Menschen. Zumindest in dieser Hinsicht ist Internet und Öffentlichkeit vergleichbar. Ryanair hat das scheinbar für ein paar Momente vergessen und beleidigte dabei auch gleich mal einen Blogger auf niedrigstem Niveau. Der irische Webdesigner und Blogger Jason Roe veröffentlichte in seinem Blog letzte Woche einen vermeintlichen Fehler im Buchungssystem des Billigfliegers Ryanair. Auf der Seite von Ryanair ist ihm aufgefallen das beim Buchungsvorgang kein Preis berechnet wird. Das ganze hielt der Blogger auch mit Screenshots fest. Kostenlos mit Ryanair fliegen? Ryanair gefiel das natürlich nicht und so mischten sich auch Mitarbeiter von Ryanair in die Diskussion mit ein.

Zahlreiche Kommentare wurden in kürzester Zeit geschrieben. Viele haben es mit Humor gesehen, war ja klar das man wegen so einem Fehler von Ryanair nicht gleich kostenlos fliegen kann. Dennoch schaltete sich wie bereits gesagt dann jemand von Ryanair ein und kommentierte sinngemäß übersetzt, das Jason ein Idiot und Lügner sei. Jason soll so blöd sein, das er nicht mal kapiert das er aus Versehen zwei Sessions gestartet hatte. Jedoch verhindert die Ryanair Onlineseite ja das springen zwischen Sessions nicht. So entsteht dann eben dieser Fehler mit der kostenlosen Reise. Außerdem stellte man in den Raum, welcher Web-Entwickler der etwas von sich hält, überhaupt auf ein CMS wie WordPress setzt. Als man Jason dann noch dumm anmachte weil er im Netz seine Handynummer veröffentliche, waren wohl alle Sicherungen bei Ryanair defekt.

Nach den ersten Äußerungen von Ryanair in den Kommentaren, dauerte es nur wenige Augenblicke bis ein vermeintlich zweiter Ryanair-Mitarbeiter sich einmischte. Dieser beschimpfte den Blogger und drohte ihm sogar, das er über die Konsequenzen mal nachdenken solle. Anhand der IP-Adressen von den Kommentaren soll bewiesen sein das die Kommentare wirklich aus dem Quartier der Ryanair Billigflieger stammen. Gegenüber Travolution gab dann der Ryanair-Sprecher Stephen McNamara auch zu, das sich ein Vertreter von Ryanair in die Diskussion mit eingemischt hat. Außerdem teilte man mit das es normal nicht zur Firmenpolitik gehört, seine Zeit und Kraft für „idiot bloggers“ zu verschwenden.

Damit setzt der Sprecher noch einen oben drauf. Denn also Idiot muss man sich nicht beschimpfen lassen. Ich weiß ja nicht wie das Rechtssystem dort aussieht, aber manch einer würde Ryanair jetzt sicher gerne kräftig in den Hintern treten. Warten wir mal ab, vielleicht wollt ihr ja auch darüber bloggen und ob es Ryanair stören würde mit einem netten Keyword gepusht zu werden? (Bloggerfeindlich)

Kategorie: Internet Tags: , , ,

Dieser Artikel hat bereits 2.431 views

Linkbutler.de - Link-Management

10 Antworten zu "Ryanair beleidigt und beschimpft Blogger"

  1. Peter sagt:

    Welche normal Mensch fliegt mit eine Fluglinie die schon für ein Sitzplatz ein Extra Aufschlag berechnet. Überhaupt glaube ich eher das Ryanair sich fragen sollte, welche “Vollpfosten” ihr Webseite gemacht hat.

  2. SantaCruze sagt:

    Also die Firmenpolitik bei der besagten Fluglinie scheint ja echt merkwürdig zusein und das sogar die PR Sprecherin solch eine unqualifizierte Antwort von sich gibt , lässt ja auf einiges schließen bei dennen.

  3. Flo sagt:

    Naja, vielleicht war es ja der PR-Sprecher selber, der die beleidigende Kommentare im Blog hinterlassen hat :)
    Aber immerhin hat der Blog aufgrund dieser blöden Kommentare seitens Ryanair laut Alexa mehr als doppelt so viele Besucher wie sonst erreicht, also insgesamt ne gelungene Aktion.

  4. Dazu fällt einem nichts mehr ein. Einerseits könnte das auch eine Art virales Marketing sein (“Wir sind so böse billig…”). Andererseits fürchte ich, dass das Billigheimerimage manchmal auch die eigene Personalabteilung infiltriert (“Billig sollt ihr sein, wenn ihr hier jobben wollt.”)

    Schöner Link am Artikelende. Soweit ich jedoch weiß, funktioniert das Boogle Gombing nicht mehr seit der Sache mit dem “Failure” Bush.

    Grüße aus Berlin!

  5. Couchsurfing sagt:

    Das Boogle Gombing funktioniert noch – hat ja letztes jahr unser seriöser journalist marco dettweiler bewiesen (einfach mal googeln)

  6. Steve sagt:

    Also wenn ich das so lese, dann frage ich mich echt, ob Unternehmen wie Ryanair, die Bahn oder sonst jemand, wirklich nicht nachdenken können. Das erinnert mich an die ganzen Vorkommnisse, als man einfach Blogger aufgrund deren Berichterstattung abmahnen wollte und dann dadurch erst Recht Aufmerksamkeit bekam, im negativen Sinne natürlich. Einfach nur traurig, wie dumm manche Menschen doch sind.

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen

© 2007 - der Joghurt verfällt - eisy.eu Marketing Blog ® eisy.
.