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ReTweets statt Backlinks? Versaut Twitter den Bloggern ihren Spaß?

Als Blogger verfasst man seine Beiträge zwar in erster Linie für die Leser, bei bestimmten Beiträgen erhofft man sich aber schon den einen oder anderen Backlink. Als Twitter noch nicht aktiv durch die Blogger genutzt wurde, konnte man auch mit häufigen Backlinks in anderen Blogs rechnen. Heute nicht mehr? Die Meinung, ReTweets würden die Lust auf Blogbeiträge zur Empfehlung verstummen lassen, sitzt bei seo2feel im Kopf. Ich kann seine Meinung auch durchaus verstehen, die er ja auch in seinem Blog begründet.

Die Frage ist nur ob es wirklich so ist? Natürlich ist ein ReTweet (RT) auf Twitter schnell gemacht. Es kostet kaum Zeit und wenn man mal prüft was manche alles in ein RT setzen, fragt man sich ernsthaft ob die Leute vorher überhaupt den entsprechenden Link selbst angeklickt haben. Wie dem auch sein, ich komme mit der Meinung von seo2feel nicht überein – muss ich auch nicht, da sonst keine Diskussionen mehr entstehen würden.

Aber das grundsätzlich Problem ist doch (Meine Meinung), dass man es sich sehr einfach macht. Einfach einen RT @ damit sind die meisten ja schon zufrieden. Doch ist das der Gerechte Lohn für Stunden von Arbeit? Ich weiß ja nicht. //seo2feel

Aufgestoßen ist seo2feel dieses Thema erst nach den letzten guten Aktionen im Netz die nicht viele Blogbeiträge als Bestätigung erhalten haben. Ich rede da als Beispiel auch vom letzten geplanten Linkbait den seodeluxe mit seinem Kartenspiel startete. Mag sein das bisher nicht viele Blogbeiträge dazu entstanden sind, aber sollte man hier nicht an einer andere Stelle ansetzen und sich nicht gleich über Twitter beklagen? Ich setze wie folgt an und frage mich: Wann machte ich in der Vergangenheit einen Blogbeitrag um eine Empfehlung auszusprechen?

Mir muss der Beitrag des anderen Bloggers natürlich gefallen. Soweit als Grundvoraussetzung um überhaupt eine Empfehlung zu bekommen. Dann muss ich das Thema auch als Mehrwert für meinen eigenen Blog ansehen. Ist es für mich kein Mehrwert sondern nur eine Dankeshymne, so will ich das nicht tun. Habe ich dann aber auch in der Vergangenheit nicht getan. Heute habe ich den Vorteil und kann diesen Beitrag trotzdem empfehlen. Nämlich per ReTweet auf Twitter.

Ich stelle einfach die folgende Behauptung in den Raum: Einige Blogger von heute sind von den ReTweets auf Twitter bereits so verwöhnt, dass sie nicht mehr erkennen das nicht die Blogbeiträge als Empfehlungen abgenommen haben, sondern das die Empfehlungen durch andere Medien zugenommen haben. Das Verhältnis hat sich eben ein bisschen verschoben und wenn ich heute 100 ReTweets bekomme, dann sehen meine gewonnenen 10 Blogbeiträge eben mager aus, obwohl ich sonst nie mehr hatte.

Twitter vermiest mir also auf keinen Fall meinen Spaß. Ich freue mich über jeden ReTweet, denn es sind einfach zusätzliche Boni die man vor Twitter nicht bekommen hat. Verloren geht mir nichts, ich lasse mich eben einfach nicht verwöhnen und ich denke mit meiner Meinung stehe ich auch nicht ganz allein im Raum.

Wie seht ihr das? Macht Twitter wirklich Backlinks kaputt?

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10 Antworten zu "ReTweets statt Backlinks? Versaut Twitter den Bloggern ihren Spaß?"

  1. Alex B. sagt:

    Das stimmt schon. Auch ich klicke lieber den Twitterbutton. Das bringt zwar einige Besucher, aber keine Backlinks. :(

    P.S.: Gleich den Artikelwittern. ;)

  2. Eisy sagt:

    Ja du klickst lieber auf Twitter, aber mal ehrlich, wenn es dir in deinem Blog einen Mehrwert bringen würde, würdest du dann trotzdem darauf verzichten einen Beitrag zu schreiben, nur weil du in zwei Sekunden einen Tweet machen kannst?

    Danke :)

  3. Mirco sagt:

    Wie schon in meinen Beitrag geschrieben ich denke einfach dass die meisten einen retweet absetzten und sozusagen Ihre schuldigkeit damit getan haben. Klar Traffic ist schön und gut, aber dieser hat sich am Ende des Tages auch wieder verflüchtigt. Mir als SEO sind Backlinks sowieso immer lieber aber ich denke auch Blogger wollen lieber eine Vernetzung in der Blogosphäre statt einen retweet, der bald in Vergessenheit bzw. keinen mehr interessiert bei der Geschwindigkeit die Twitter an den Tag legt.

  4. Eisy sagt:

    Ja aber eben das denke ich nicht. Ich denke nicht das mit dem Retweet die Leute ihre Schuldigkeit erledigen wollen. Außerdem, wer ist denn wem was schuldig? Niemand!

    Ich vertrete die Meinung das man noch genau so viele Backlinks bekommt wie vor Monaten / Jahren auch. Daran hat sich nichts geändert und daran kann auch Twitter nichts ändern, weil Blogbeiträge als Empfehlung eben nur mit Mehrwert etwas bringen. :)

    Bitte nicht nur das Lesen was du zur Kenntnis nehmen willst. ;)

  5. Steini sagt:

    Ich würde den Retweet eher mit einem öffentliches/ social Bookmarking vergleichen und nicht als Backlink sehen. Ich blogge nach wie vor mit Backlink und sehe ehrlich gestanden keine Gefahr bei den Backlinks.

  6. Man sollte nicht vergessen, dass man bei Twitter keine Trackbacks schicken kann, mit einem selbst kurzen Artikel im Blog schon. Und Trackbacks sind Backlinks.

    Wenn ich einen Artikel über irgendein Thema schreibe, suche ich oder erinnere ich mich an Blogartikel von anderen und verlinke diese als weiterführende Info oder eben als Quelle für meinen Denkansatz. Das machen aber immer noch sehr viele Blogger.

    Immerhin verlinken “wir SEOs” häufig bei Twitter. Es gibt nämlich zigtausend Twitterer die auf 100 Tweets nicht einen Link kommen lassen. So gesehen haben wir doch etwas. Und wenn Google nofollow Links wieder abgeschafft hat, zählen auch die Tweets.

    Folglich muss man mal alle Tweets mit Links zur eigenen Webseite sammeln und auf einer Hubpage anlinken.

  7. Hendrik sagt:

    @eisy:
    Ich bin genau Deiner Meinung.
    Nur wenn ich etwas für extrem gut halte, dann blogge ich auch darüber und setze entsprechend den Backlink. Das war auch früher schon so…
    Ein Retweet ist eine Art Belohnung in Form einer kleinen Traffic-Spritze, auf niedrigem Level, die es vor Twitter gar nicht gab..Also in meinen Augen ein Gewinn..

  8. Horst sagt:

    Das kann man weder so noch so sagen. Echte Artikel werden nicht ersetzt, aber kurze Linktipps vielleicht schon. Also Dinge, die man früher evtl. in einem Übersichtsartikel mit 10 Links gepackt hat.

    Ich persönlich mache beides. Per Twitter gehen aber auch Links raus, über die ich nie geschrieben hätte, weil sie zu keinem Blogthema passen.

  9. Julia sagt:

    Naja, das hat alles Vor- und Nachteile. Wer einen Artikel aber wirklich gut findet und auch einen Blog betreibt (und dort lesenswerte Artikel verlinkt) wird es meiner Meinung nach auch dort tun. So halte ich es zumindest damit.

    Grüße
    Julia

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