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Redaktionsplan – Tipps und Erfahrungen

Redaktionsplan 2016
Redaktionsplan 2016

Der Begriff Redaktionsplan ist ein sehr schwerer. Plan hat immer etwas mit Vorausschau und Strategie zu tun. Dabei ist die Umsetzung ganz einfach, wenn man die fertige Tabelle vor sich liegen hat.

Wozu ein Redaktionsplan?

Im Content-Marketing und im PR-Bereich bleibt es nicht aus, dass geschrieben wird – und zwar nicht zu knapp. Das Erstellen von Texten, Bildern oder Bewegtbildern gehört zu den Hauptaufgaben in diesen Branchen. Dabei kannst du sehr leicht den Überblick verlieren, wenn du zuvor nicht mindestens Redaktionsschluss und Kanalnutzung geplant hast. Außerdem soll es noch ein guter Text sein und den Regeln der Rechtschreibung und Grammatik entsprechen. Semantische Stilblüten laden den Leser zwar zum Schmunzeln ein, aber professionell wirkt das leider nicht immer. Zum Redaktionsschluss solltest du also auch einen Termin fürs Lektorat einkalkulieren. Sollen eigene Bilder oder Videos ebenfalls in den Beitrag finden, musst du hierfür ein bestimmtes Zeitkontingent zusätzlich einplanen.

Kurzum, ein Redaktionsplan, unterstützt dich in deinem organisatorischen Ablauf und bewährt sich in vielen Fällen als Hilfsmittel im Projektmanagement.

Am besten, du schreibst dir all die Schritte auf, die du bis zum Redaktionsschluss bzw. zur Distribution benötigst und erstellst dir daraus deinen eigenen Redaktionsplan.

Das Ziel sollte sein, regelmäßig wiederkehrende Posten vorzugsweise in tabellarischer Form zu erfassen und zu fixieren.

Redaktionsprozess: den Sinn verstehen

Ein Redaktionsplan ist immer sinnvoll. Allerdings denkt der Kopf nicht immer logisch. Solltest du das nächste Mal den Sinn deines Redaktionsplanes hinterfragen, dann betrachte deinen Redaktionsprozess.
Unser Prozess basiert auf neun verschiedenen Teilschritten, die jeweils weitere Prozesse integrieren. Damit diese in einer sinnvollen Reihenfolge ablaufen, ist ein Plan unabdingbar.

  1. Angebot: Wie viel Budget (Zeit/Geld) kann ich aufwenden?
  2. Themenrecherche
  3. Bewertung der Recherche
  4. Schreiben
  5. Korrekturrunde beim Kunden
  6. Korrektur bei uns
  7. Übergabe an Kunden im gewünschten Dateiformat
  8. Abrechnung/Prüfung, ob das Angebot (Zeit) eingehalten wurde
  9. Neuen Prozess starten?
Redaktionsprozess
Redaktionsprozess in neun Schritten

Was gehört in einen Redaktionsplan?

Zielgruppe, Themen, Authentizität, Intention

Diese Fragen solltest du dir im Vorfeld stellen und beantworten:

  • Wen interessiert welches Thema?
  • Passt dieses Thema zum Profil des Unternehmens, des Blogs oder der Webseite?
  • Mit welchem Rechercheaufwand oder Erfahrungsschatz kann ich den Beitrag schreiben?
Zielgruppe definieren
Zielgruppe definieren

Finde also Themen, die deine Leser oder Besucher wirklich interessieren und die zu dir und deiner Branche passen. Tools wie Google Adwords oder Google Suggest können dir dabei kostenfrei weiterhelfen. Schreibe zielgruppenspezifisch und nutze Begriffe, die deine Zielgruppe versteht. Frage, was du als Autor oder Unternehmen mit dem Beitrag erreichen möchtest. Diese Intentionen könnten zum Beispiel sein:

  • Produktvorstellung: Mache dein neues Produkt bekannt.
  • Reputations- und Markenaufbau: Zeige dich als Experte, indem du Wissen vermittelst.
  • Messe- und Eventankündigungen: Auf diesen Messen oder Veranstaltungen bist du mit folgendem Angebot zu finden.

Online oder Print

Je nachdem, wo sich deine Zielgruppe aufhält, musst du entscheiden, ob du eine Printversion, einen Onlinebeitrag oder sogar beides anbietest. Mehr dazu findet sich unter dem Punkt Zielgruppe und Verteilung.

Anlass

Texte, gerade in der PR haben zumeist einen Anlass. Nutze die Chance und verfasse anlassgerecht deinen Beitrag. Ein Anlass kann der Beginn einer neuen Kampagne sein, ein kulturell wichtiges Ereignis außerhalb der gängigen Feiertage (zum Beispiel Fußball-WM), eine wichtige Messe, besondere Feiertage wie Weihnachten oder Gedenktage wie Muttertag, Kindertag, Welttage (zum Beispiel für bestimmte Krankheiten, Opfer oder Wissenschaften). Diese Tage stehen im Voraus fest und können als Fixpunkte innerhalb deines Redaktionsplans gelten.
[box]Das wäre der Punkt (Spalte) Event/Ereignis/Anlass.[/box] An diesem Punkt orientiert sich der Redaktionsschluss und der Zeitpunkt bzw. das Zeitfenster der Beitragsverteilung (über Presseportale, Social Media, Blogs etc.).

Redaktionsschluss

Der Redaktionsschluss sollte erfahrungsgemäß im günstigsten Fall ein paar Tage im Voraus geschehen, bevor das Ereignis eintritt. Mit Redaktionsschluss ist nicht allein die Abgabe des Textes und der Bilder gemeint, sondern der fertige bereits korrigierte und gestaltete Beitrag. Es kann immer noch Tage vorher zu Abänderungen kommen, die du so nicht voraussehen konntest. Wie gesagt, im günstigsten Fall – die meisten Beiträge werden aufgrund von fehlender Zuarbeit oder technischen Pannen erst „kurz vor der Angst“ fertiggestellt. Bei Print liegt der Redaktionsschluss oft Wochen im Voraus (mit Ausnahme von Tageszeitungen oder Wochenblättern).

Stempel für Deadline/Redaktionsschluss
Stempel für Deadline/Redaktionsschluss

Zielgruppe und Verteilung

Du wirst überrascht sein, wie einfach die Verteilung eines Beitrags gelingen kann, wenn du dich zuvor über deine Zielgruppe Gedanken gemacht hast. Es ist also nicht nur wichtig, wie du sie ansprichst, sondern auch wo. Ist deine Zielgruppe eher in speziellen Foren unterwegs, dann nimm in diesen Foren mit ihnen Kontakt auf. Findest du deine Leser in den gängigen Communitys, dann unterhalte dich mit ihnen auf Facebook, Twitter und Co. Ist sie stattdessen eher für Programmhefte oder Zeitschriften zu begeistern, dann mach aus deinem Beitrag einen Printartikel.

Wie kann ein Redaktionsplan aussehen?

To-Do-Liste

Damst sind Listen in jedeweder Form, wie Post-Its, Notizbücher, Zettel oder Tageskarten.

  • für private Blogs
  • Webseiten mit eine geringen Anzahl an Artikeln

Sinnvoll dabei ist, dass je Projekt (Bsp.: Webseite) nur eine Liste angelegt wird. Ein Eintrag kann durch verschiedene Attribute wie Datum/URL und Art des Inhaltes ergänzt werden. Via ABC-Analyse kann direkt eine Priorisierung erfolgen.

Beispiel einer Redaktions-Liste:

A: LP – Fahrradarten
A: Ergänzung – Fahrradgarage
B: Artikel – Tricks der Fahrradhändler
B: LP – Kinderfahrrad
B: Test – skike v7 Fix
C: Artikel – Was muss ich beim Kauf beachten?
C: Artikel – Verschleiß Top Ten
C: Artikel – Fahrradfahren im Winter
C: LP – Gepäckträger
C: Test – Canyon Dude
Test – Nello
24h Rad am Ring
Mecklenburger Seen Runde
Artikel – Cape Town Cycle Tour – 16.02.2016 https://www.fahrradblog.de/radtouren/cape-town-cycle-tour-in-suedafrika/
Artikel – Lastenfahrrad – 16.02.2016 https://www.fahrradblog.de/fahrraeder/lastenfahrrad-kinder-im-transportrad-chauffieren/
Test – B&M IXON IQ – 22.02.2016 https://www.fahrradblog.de/testberichte/busch-mueller-ixon-iq-speed-premium-test/
Test – Bergamont Prime RS – 15.02.2016 https://www.fahrradblog.de/fahrraeder/bergamont-prime-rs-mgn-im-test/

Die Redaktions-Mindmap

In einer Mindmap kannst du mit folgenden Attributen arbeiten:

  • Prio [1bis10]
  • Fortschritt
  • Fertig, ggf. Durchstreichen
  • Notizen

Die Planung via Mindmap eignet sich besonders bei Projekten mit einer endlichen Thematik. Also vor allem bei Affiliate-Projekten.

Mindmap als Redaktionsplan
Bei Affiliate-Projekten eignet sich besonders eine Mindmap

Tabelle als Redaktionsplan

Innerhalb einer Tabelle kann der komplette Redaktionsplan abgebildet werden. Dies ist gerade bei größeren Projekten von Vorteil!

Nachdem wir alle wichtigen Posten gefunden haben, kann nun der Kopf der Tabelle erstellt werden. Dieser sollte mindestens bestehen aus:
[box]Kalenderwoche | Datum | Tag | Anlass | Thema | Rubrik | Autor | Bild/Video | Redaktionsschluss | Blog | Facebook | Twitter | Xing | Pinterest[/box] Damit hätten wir den Spaltenkopf. In die entsprechenden Zeilen können entweder Kreuzchen gemacht werden, oder du überlegst dir einheitliche Statusbegriffe, die zeigen, wie weit das jeweilige Projekt fortgeschritten ist. Der Status lässt sich zum Beispiel mit Worten wie „final“, „in Arbeit“, „zur Kontrolle“ oder „in Planung“ anzeigen.
Unser Redaktionsplan ist eingeteilt in

  • Zeitpunkte & Anlass
  • Redaktion: Thema, Autor, Bild/Video, Redaktionsschluss
  • Verteilung: Blog, Social Media.

Die im Tabellenkopf verwendeten Social-Media-Kanäle können von dir ergänzt oder ersetzt werden. Sie sind nur als Beispiel gedacht. Wenn deine Leser eher bei Google+ als bei Facebook sind, dann sollte diese Plattform entsprechend in deinem Tabellenkopf Berücksichtigung finden.
[box]Redaktionsplan-Vorlage für 2016[/box] Wir werden diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren und erweitern. Hinterlasse deine E-Mail-Adresse, um informiert zu werden, sobald es etwas Neues gibt.

Tools zur Unterstützung

Folgende Tools können euch bei der Erstellung eines Themenplans unterstützen oder den Prozess komplett übernehmen. Wichtig bei der Verwendung von Hilfsprogrammen ist immer, dass ihr euch mit den Eigenheiten vertraut macht und diese ausgiebig testet.

Redaktionsplan als Themenarchiv

Neben der Struktur und organisatorischen Sicherheit, die dir ein Redaktionsplan in deinen Aufgaben geben kann, solltest du ihn ebenso als Themenarchiv verwenden. Wie leicht kann es passieren, dass du ein Thema doppelt anfasst und somit ungewollt doppelten Content produzierst. Nimm dir stattdessen die Zeit und prüfe in deinem Redaktionsplan, welche Themen bereits unter welchem Aspekt behandelt worden sind. Das erspart dir Geld und im Nachhinein Ärger.

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Nadja
Über Nadja 4 Artikel
Seit zehn Jahren treibe ich mich auf Onlineportalen im Backend herum, recherchiere, erstelle Beiträge und korrigiere Artikel von Kollegen. Bei eisy.eu findet ihr von mir Artikel zu relevanten Themen rund um SEO, Recherche und Redaktion.

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