Beitrag wurde am 21. Sep 2009 verfasst und hat 8 Kommentare
Postview: Der Letzte wird der Erste sein
Stärker oder schwächer, was ist der Cookie der mit Postview-Kampagnen verteilt wird? Vom Verdienst her sollte dieser Cookie in Bezug auf die Verbreitung schwächer sein, denn eine Vergütung pro gesetzten Cookie darf es natürlich nicht geben. Gibt es sowas doch, baut man einen Reiz auf, der viele Affiliates in Versuchung bringen könnte, hier doch mal den einen oder anderen Euro auf die schiefe Tour zu verdienen. Pay per Cookie darf also nicht durchgeführt werden, sondern nur das normale Sale-Vergütungsmodell.
Die Sorge um die Stärke der Cookies ist mit der größte Aggressionspunkt für den Vorwurf aus Teil 2, mit der Verbreitung der Cookies. Weiter machen sich aber auch viele Affiliates ihre Gedanken über den Gewinner. Muss der Letzte am Ende der Erste sein? Darf der letzte Cookie wirklich siegen?
Der Besucher kommt auf die Website von Affiliate A (Sale-Kampagne – Standard) klickt dort auf einen Banner, bekommt einen Cookie gesetzt und geht zum Merchant in den Shop. Jetzt findet er sein Produkt, will aber noch schnell einen Produktvergleich durchführen und geht dazu auf die Seite von einem Preisvergleich (Affiliate B), bei dem durch Zufall ein Postview-Banner positioniert ist, den der Besucher aber nicht bewusst wahrnimmt. Jetzt setzt dieser Banner nur durch seine Einblendung (View) einen Cookie und legt damit den ersten Cookie lahm. Unentschlossen durch den Preisvergleich geht der Kunde jetzt offline.
Am nächsten Tag geht der Kunde mit frischem Elan an die Sache ran. Besucht die Website des Merchants, legt das Produkt in den Einkaufswagen und kauft es. Der Sale ist generiert und wen gehört dieser? In diesem Fall sollte – meiner Meinung nach – der Postview-Cookie gewinnen. Zwar hat der Postview-Affiliate keine wirkliche Leistung gebracht, aber er war eben am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. Ich weiß das viele es gern sehen würden, wenn Postview-Cookies generell keine Chance gegen Klick-Cookies hätten. Also das wenn ein Cookie durch einen Klick bereits existiert, der kommende Postview-Cookie sich dem Klick-Cookie unterordnet. Nur mal ehrlich, was soll dann der Postview-Affiliate für einen Nutzen haben?
Man kann es in der Realität auch vergleichen. Die Einkaufsstraße in der Stadt ist da ganz praktisch. Ich gehe los und besuche den Douglas um mich für ein Produkt beraten zu lassen, damit ich es dann kaufen kann. Im Douglas bietet man mir eine sehr gute Beratung, nimmt mir die Kaufentscheidung fast vollständig ab, aber ich kaufe es nicht, weil in der Nähe ein Müller-Markt ist, der dieses Produkt vielleicht auch hat. Nach der Beratung gehe ich zum Müller, sehe das Produkt in der Hoffnung auf einen günstigeren Preis. Der Preis ist der gleiche, also nehme ich es im Müller und kaufe es direkt hier. Der Müller-Markt musste mich nicht beraten, hatte keine Arbeit außer dem Abkassieren. Trotzdem hat Müller an mir Geld verdient. Warum? Weil es für mich unlogisch wäre zurück zum Douglas zu laufen, wenn ich es sofort hier kaufen kann.
Meint wirklich das gefällt Douglas? Mit Sicherheit nicht, aber es passiert ja umgekehrt auch und dann beschwert sich auch Müller nicht. Geld verdienen, Kunden gewinnen und Verträge abschließen hat nichts mit Freundschaftsdiensten zutun sondern gehört zum Business. Da stopft sich nicht Person A mit der Leistung von Person B die Taschen voll, denn am Ende sorgt die hohe Kontrolle schon dafür, dass nicht auf jeder zweiten Seite Postview-Banner stehen. Einfach weil Netzwerke diese Masse an Kampagnen gar nicht verwalten könnten. Dazu aber auch in einem kommenden Teil etwas mehr.
Fazit: Der letzte muss der Gewinner sein, denn wieso logische Abläufe in unlogische Abläufe verwandeln, wenn sich am Ende alles selbst reguliert. Was in der realen Welt in Bezug auf solche Dinge geht, kann im Netz nicht schlichtweg unmöglich sein. Soviel als Ergänzung zum Teil 2, bevor die Seite der Pro-Kommentare angefangen wird. Kommentare sind wie gehabt erwünscht, aber diese sollten nicht in verbale Angriffe ausarten. Ich weiß es ist ein Reizthema, schaut aber bitte trotzdem auf die Uhr und wir sind ja keine Kinder mehr.
Bisherige Postview-Beiträge dieser Serie
- Teil 1: Postview – Fluch oder Segen?
- Teil 2: Postview – Höllische Vorwürfe
- Teil 3: Postview – Der Letzte wird der Erste sein (liest du gerade)
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Autor von Postview: Der Letzte wird der Erste sein ist : eisy
8 Kommentare
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Kategorie: Affiliate Marketing
Tags: Postview
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Kommentare zu Postview: Der Letzte wird der Erste sein
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Pascal
21. September 2009 um 20:54
hochwertige Nischenseiten haben doch auf diese Weise überhaupt keine Chance gegen große lieblose Vergleichseiten!
Eisy
21. September 2009 um 20:56
Pascal, dazu müsste aber jede Vergleichsseite erst zu jeder Nische einen Banner einblenden. Das geht schon mal gar nicht und setzt damit automatisch dieses Argument außer Kraft
sami
22. September 2009 um 09:54
Mh, eigentlich ist der Ablauf doch anders:
Ich gehe mich bei Douglas beraten lassen, laufe am Müller vorbei, sehe da die Parfümwerbung, kaufe bei Douglas und Müller kriegt die Provision, oder?
Oder noch genauer: Ich war nur deswegen bei Douglas, weil davor ein Händler stand, der mich mit guten Argumenten zu Douglas geführt hat. Natürlich auf Provisionsbasis. Die kriegt er dann nicht mehr, wenn ich zwischenzeitlich die Werbung bei Müller gesehen habe?
Ich finde nicht, dass Postviews tatsächlich eine Entsprechung in der Realität haben.
Eisy
22. September 2009 um 09:59
Sami mit deiner Schilderung hast du natürlich Recht. Allerdings sollte das Douglas Müller Beispiel auch nur deutlich machen, das Marketing etc. nicht immer nur “fair” sein kann. Einer macht die Beratung, der andere steckt das Geld ein. So dramatisch darf man es auf Postview nicht abwälzen.
Es ist doch so: Kontrolliert man die Kampagnen streng, kommt es nie zu einer Überflutung von Postview auf Websites. Einfach weil man dann keine Kontrolle mehr hätte und somit eliminiert sich diese Gefahr von selbst, wenn Netzwerke ehrlich rangehen. Tun sie das nicht, zerlegen sie sich ihren eigenen Markt selbst und ziehen wenige Monate später ne Nummer auf dem Amt.
Konstantin
22. September 2009 um 11:03
Irgendwas muss sich aber an Postview ändern. Es kann nicht sein, dass ein Besucher auf großen Portalen wie Bild surft, die Werbung nicht mal wahrnimmt, aber da dennoch ein Cookie gesetzt bekommt.
Wie wäre es z.B., dass Postview-Cookies nur gesetzt werden, wenn man mit der Maus über das Werbemittel fährt ( Copyright
). Meist ist man mit den Augen ja direkt am Werbemittel und daher hat man dies zumindest mal wahrgenommen. Fairer wäre es aus meiner Sicht schon.
Jan
6. Oktober 2009 um 16:44
Sorry, mal ne blöde Frage: Ich habe mich gerade mal bei 2 Netzwerken (zanox,affili.net) umgesehen um herauszufinden, wie “häufig” man eigentlich auf solche Postview-Werbemittel stößt, konnte allerdings bei keinem Anbieter speziell ausgezeichnete Postview-Werbemittel finden?! Woran erkennt man denn eigentlich genau ob ein Werbemittel Postview ist oder nicht und wieso heißt das eigentlich “Postview” und nicht “Preclick”?