Beitrag wurde am 19. Jan 2010 verfasst und hat 4 Kommentare
Nachrichtenportale wachsen unermüdlich
Die erfolgreichsten 20 Nachrichtenportale haben im Jahr 2009 die Marke von 2008 geknackt. Es wurden gemeinsam über 6,5 Milliarden Besucher erreicht und damit hat man 33,7 Prozent mehr, als im Vorjahr. Dies ergab eine Erhebung des Branchenverbands BITKOM. Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM teilte außerdem mit, dass es im Jahr 2009 der höchste Zuwachs bei den Nachrichtenportalen seit Beginn der Analysen im Jahr 2005 sei. Die Anzahl der Visits habe sich seit 2005 mehr als verdoppelt. Wohl aber liegt dies auch am allgemeinen Wachstum des Internets der letzten Jahre.
Achim Berg sieht in den Online-Medien weiterhin ein lohnendes Geschäft und denkt, dass sich Investitionen von Verlagen in eigene Online-Portale durchaus bezahlt machen. Mit über 1,3 Milliarden Visits bleibt das Portal Spiegel Online auch 2009 das erfolgreichste Nachrichtenportal im deutschsprachigen Raum. Spiegel Online konnte einen Anstieg von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. In den Top20 besitzt Spiegel Online einen Marktanteil von 20,3 Prozent. Nur wenige Visits weniger hat Bild.de. Die 1,2 Milliarden Visits sorgen für 18,3 Prozent Marktanteil. Allerdings gewann Bild.de wesentlich mehr Besucher, denn hier gab es ein Wachstum von 58,4 Prozent.
Besser als Bild.de konnte nur Computerbild.de den Zuwachs steigern. Satte 71,7 Prozent Wachstum sorgen für den Spitzenplatz in dieser Disziplin und 184 Millionen Visits. Finanzen.net und N24 Online gelten als die Newcomer in den Top20 bei BITKOM. Es können in den Top20 bei BITKOM natürlich nur Seiten zu finden sein, die sich dazu entschlossen haben, sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen zu lassen. Außerdem erfüllen die Nachrichtenportale das Kriterium, täglich über die aktuellsten Themen zur Wirtschaft, Politik, Sport oder eben anderen fachlichen Themen zu berichten.
Die Top3 werden übrigens durch Chip Online mit 564 Millionen Visits vollendet. Dies entspricht nur noch einem einstelligen Marktanteil von 8,64 Prozent und einer Steigerung zu 2008 von reifen 47,4 Prozent. Etwas weiter abgeschlagen ist Kicker Online mit 345 Millionen Visits, einem Marktanteil von 5,28 Prozent und einem Gewinn von 28,9 Prozent auf Rang vier. Die Top5 rundet Heise Online mit 310 Millionen Visits ab. Der Marktanteil von Heise Online beläuft sich auf 4,75 Prozent, der Anstieg zum Vorjahr beträgt immerhin 15,2 Prozent.
Die Top20 Rankings

In Zeiten in denen weiterhin über das schwere Leben von Print-Medien gesprochen wird, zeigt der Zuwachs bei den Online-Medien keine Trendwende. Das Netz ist und bleibt die aktuellste Quelle für News und dies wird scheinbar von immer mehr Leuten erkannt und honoriert. Den Top20 BITKOM Rankings ist auch sehr deutlich zu entnehmen, dass niemand, aber auch niemand von all diesen Medien an Besucherzahlen von 2008 zu 2009 Abstriche machen musste. Klar, ein Gewinn von 4 Prozent bei Sport1.de macht die Sau nicht fett, aber es ist ein Gewinn.
Welche Bedeutung wird der Zuwachs bei den Online-Medien im Jahr 2010 für die Diskussionen rund um den Paid-Content haben?
Weiterführende Links
- Quelle: BITKOM Rankings als PDF
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Autor von Nachrichtenportale wachsen unermüdlich ist : eisy
4 Kommentare
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Kategorie: Internet
Tags: BITKOM, Nachrichten, Online-Medien, Portale, Rankings
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Kommentare zu Nachrichtenportale wachsen unermüdlich
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Mr. Fleece
19. Januar 2010 um 15:43
Es ist nur verständlich wie sich diese Entwicklung vollzieht: Das Internet hat einfach viele Vorteile gegenüber den konventionellen Printmedien: Es bietet die Informationen kostenfrei, ist aktueller und man kann meist direkt Lesermeinungen bekommen. Zudem gibt es einfach wesentlich mehr Themen.
Gegenüber dem TV ist das Internet auch überlegen, man muss sich nicht an Sendezeiten halten und kann sich über das informieren über das man möchte und nicht beispielsweise über irgendwelche Babyeisbären o.Ä.
Florian Lerch
19. Januar 2010 um 21:36
Nur eine Frage der Zeit, bis die Printmedien ganz tot sind. Wobei ich Zeitschriften und noch spezieller Tageszeitung da als viel gefährdeter ansehe, als Bücher. Auf meinem Itouch z.B. ist das Nachrichtenlesen mittlerweile schon extrem angenehm. Ja sogar angenehmer und portabler als so eine unhandliche Zeitung. Zumal durch WLan ect. die jeweils neuste Ausgabe praktisch automatisch komfortabel ins Haus flattert. Ich denke daher, dass die Printmedien zusammen mit den älteren Generationen aussterben werden.
Phil
21. Januar 2010 um 16:27
Echt krass .. wie stark der Spiegel und die Bild da agieren, wa? Meilenweite Unterschiede ..
@Allgemeine Entwicklung: Irgendwie fast logisch … aber wenn die Geburtenrate in Deutschland noch weiter runter geht – wirds bald keinen mehr geben, der noch im Web was machen kann .. ^^
Cecilia
26. Januar 2010 um 19:32
Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Zeitungen und Magazine das World Wide Web genauso wie etliche andere Branchen auch das Internet erobert haben. Allerdings sehe ich dieses Phänomen nicht so sehr als Konkurrenz zu den Printmedien, sondern als sinnvolle Alternative. Der Anteil von gedruckter Presse mag irgendwann in der Zukunft zurückgehen. Dass diese aber gänzlich von der Bildfläche verschwindet kann und mag ich mir nicht vorzustellen.