Microblogging war Gestern, meme ist heute?

Bereits 07:00 Uhr unserer virtuellen Zeitrechnung betrat ich heute den Massenblogdienst meme von Yahoo!, und probierte all die neuen Sachen auch mal aus. Alles begann jedoch mit der Anmeldung eines neuen Accounts. Bei Yahoo! hatte ich schon einen Account und für meme war ich bereits registriert, auch deshalb wurde ich über Nacht mit einer E-Mail über die Aktivierung meines Accounts benachrichtigt.

Meine erste Aufgabe bestand aus dem Anlegen eines Accounts / Profils. Freude machte sich breit als eisy als Username für meme noch frei war, denn hey, sonst hätte ich den Dienst gar nicht erst getestet. Britney bezeichnet sich ja auch nicht freiwillig als Madonna! Das Anlegen des neuen Accounts war ein Kinderspiel, ich musste nur den Namen eintragen, der wurde auch direkt zur URL und meine Beschreibung. Eine Domain ist mir nicht im direkten Profil erlaubt. Wer keinen Account bei Yahoo! besitzt muss diesen erst noch anlegen. Die Plattform erlaubt die Nutzung nicht unabhängig von Yahoo! und das kann dem einen gefallen, aber mir gefällt es nicht.

meme-Registrierung: 3 von 10 Punkten
Twitter-Registrierung: 9 von 10 Punkten

Im Vergleich zu Twitter-Accounts kann man bei meme wenigstens nur dann einen Account anlegen, wenn man seine meme-Registrierung zuvor per E-Mail bestätigt hat. Das treibt die Hürde für Fake-Profile ein kleines bisschen nach oben. Sicher macht es meme aber dennoch nicht.

symbole_meme

Nach der unspektakulären Registrierung erfolgte erster Sichtkontakt zum Zielobjekt. Große Symbole geben mir meine Möglichkeiten vor. Ob Text, Bild, Video oder Fotos, in die Beiträge – auf Twitter sind es Tweets – passt bei meme einfach alles rein. Mein erster Test ging zu den Texten und so schrieb ich ein paar Beiträge auf meinem meme-Account. Wie viele Zeichen erlaubt meme eigentlich, frage ich mich und probierte es aus. 2000 Zeichen und dann noch Kommentare. In jedem Kommentar sind ebenfalls 2000 Zeichen erlaubt. Content wird da also echt produziert und es sind Beiträge möglich, die bei Twitter undenkbar wären.

Viel Aufwand in der Pflege?

Vielleicht ist es schön auf meme 2.000 Zeichen pro Beitrag nutzen zu können und auch noch Kommentare empfangen zu können. Schreibt man aber auf meme in einer hohen Frequenz von beispielsweise 20 Beiträgen am Tag – was auf Twitter alles nur nicht viel wäre – dann hat man in 5 Tagen schon 100 Beiträge. Jetzt werden neue Kommentare zwar dem Nutzer auf seinem Dashboard oben angezeigt, doch äußerlich kein Anzeichen dafür ob ein Beitrag bereits Kommentare besitzt. Usability sieht da ganz anders aus! Sorry aber für Vielschreiber ist es ungünstig gelöst, doch meme hat einen guten Grundstein gelegt und an dem muss man jetzt arbeiten.

Bilder, Videos und Musik

Aus dem Web oder von der Festplatte lassen sich weitere Inhalte auf meme veröffentlichen. Ob man ein Video zeigen will oder aktuelle Musik verbreiten mag, es steht dem meme-Nutzer alles zur Auswahl. Der Test mit Bildern überraschte mich positiv. Ich kann auch große Bilder auf meme verbreiten, die dann einfach automatisch verkleinert werden. Per Mausklick vergrößert sich dann das Bild auf die Originalgröße. Schade finde ich, dass ich Bildern nicht direkt eine Beschreibung verpassen kann. 100 Zeichen es wäre geholfen. Gut man kann Kommentare zum Bild veröffentlichen, doch rutscht der ältere Kommentar immer abwärts, was es nicht ermöglicht diesen als Bildbeschreibung zu missbrauchen.

meme_usw

In der Mischung liegt die Kraft

Bei aller von mir genannter Kritik: meme ist kein schlechter Dienst. Yahoo! stellt mit meme in meinen Augen einen der besten Dienste der letzten Jahre online – die von Yahoo! stammen. Um mit meme etwas bewerkstelligen zu können, sollte man aber von Beginn an mit der Einstellung rangehen, dass Twitter eben Twitter ist und meme ist meme. Beide Dienste unterscheiden sich zu sehr, um sie in einen direkten Vergleich zu schicken. Die Funktionen von meme sind viel umfangreicher, die Zielgruppe dafür aber heute noch viel zu klein. Wenn meme an etwas scheitert, dann meiner Meinung nach an der Registrierung. Schickt Yahoo! den Dienst doch bald noch als externen Dienst ins Rennen, so sehe ich große Chancen für meme. Jetzt packe ich meine Glaskugel wieder ein.

Die Mischung der verschiedenen Eigenschaften von normalen Blogs und typischen Microblogging macht meme interessant. Wer aber nur Microblogging haben will, sollte Twitter einsetzen. meme ist kein Microblogging!

Was haltet ihr von meme und habt ihr es überhaupt schon getestet? Ihr könnt gern euren meme-Account in den Kommentaren als Link hinterlassen.

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Über eisy
Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

4 Kommentare zu Microblogging war Gestern, meme ist heute?

  1. Danke für diesen sehr interessanten Beitrag! Bisher habe ich noch nie etwas von meme gehört; anschauen werde ich mir´s jedoch mal! Dieser Beitrag hat mich neugierig gemacht!
    Ohne es bisher zu kennen, würde ich jedoch jetzt schon einschätzen, dass gerade die Einschränkung auf nur 140 Zeichen bei Twitter den besonderen Reiz dieses Services ausmacht! Das finde ich wirklich gut, weil man so ganz schnell viele neue Infos ohne langes und zeitraubendes Lesen erfassen kann und mitbekommt!

  2. Hi, hab ich noch nicht gekannt. Schöne Einleitung hast du geschrieben.

    Ich sehe meme auf den ersten Blick jetzt eher als Konkurrenz zum eigentlichen “Blog”. Wenn ich also Blogger bin, dann scheint mir meme irgendwie keinen Mehrwert zu bringen, oder?

  3. Ok, sorry .. hätte ich mal auf die Startseite vom meme gehen sollen. :)

    “No time or patience to blog?
    Then Meme was made just for you.”

    Jaa .. es ist wohl als Alternative zu einem Blog gedacht.

  4. Höre ebenfalls zu ersten Mal von meme. Wünsche Yahoo viel Glück, glaube aber kaum dass sie gegen Twittter antweeten können.

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