M3-CAMPIXX Recap

Samstag und Sonntag war es endlich so weit. Die M3-CAMPIXX fand statt und ca. 200 Leute (korrigiert mich wenn es falsch ist) fanden sich für diese beiden Tage im Hotel Müggelsee ein. An dieser Stelle deshalb gleich mal ein Danke ans Personal des Hotels. Man vergisst das leider immer so schnell beim Recap. Der Service bei der Konferenz war sehr gut. Ich habe nur Gutes erlebt und mir gegenüber war das Personal auch stets freundlich. Gut, kommen wir zur Konferenz.

Gemeinsam mit Sebastian und Stefan bin ich bereits Freitagabend angereist. Fahrgemeinschaften haben sich auf dem Weg zu Konferenzen schon lange bewährt. So konnten wir uns zu ganz aktuellen Themen bereits auf der Fahrt austauschen und abends gemeinsam bei Softgetränken an der Hotelbar weiterquatschen. Bei der Ankunft im Hotel wurden wir direkt von Marco und Stefan begrüßt. Es sind Kleinigkeiten an denen man merkt wie sehr die beiden „Konferenzen leben“. Man wartet nicht bis jemand auf sie zuläuft und Hallo sagt sondern kommt direkt beim Einchecken an und begrüßt die Leute. Super.

Als Gruppe, bestehend aus 16 Leuten, sind wir gemeinsam am Abend noch zum Italiener. Ein sehr toller Abend, auch wenn Jens keinen Reis bekam und der Pizzateig nicht reichte aber am Ende dennoch jeder seine Pizza bekam. Die Anreise zum Italiener gestaltete sich zu viert auf der Rücksitzbank im Taxi als sehr, naja, … es ging schon. Sabrina, Udo, Stefan und ich haben es überlebt.

Insgesamt war das Hotel am Vorabend schon wirklich leer. Was sich aber nicht als Nachteil herausstellen sollte sondern eher ein Vorteil war. Man konnte Gespräche führen ohne sich selbst in der Lautstärke übertreffen zu müssen.

Samstag, 15.06.2013

07:30 Uhr beim Frühstück und der Raum war noch leer. Krass, immer diese Langschläfer. Das Frühstück war wie jedes Jahr in Ordnung. Wo ich gerade dabei bin, auch mittags und abends war das Essen stets in Ordnung. Man kann es nie allen Teilnehmern einer Veranstaltung dieser Größenordnung recht machen. Wer zum Beispiel das Essen am Grillwagen generell nicht mag macht es wie Stephanie, Jens und ich – Pasta bestellen beim Italiener.

09:00 Uhr war die Begrüßung. Nach einigen Worten seitens Marco begannen wir alle uns zu „vernetzen“. Dafür lagen in der ersten Reihe bereits Kugeln aus je 500 Meter Wolle in verschiedensten Farben. Die Rolle wurde bis zum Ende durch die Reihen geworfen und somit waren alle Beteiligten im Raum vernetzt. Es führte auch gleich zu Gesprächen und teils zu Gelächter. Sehr positive Einstimmung auf das große Miteinander in der Branche.

© Gerald Steffens

10:30 Uhr war ich bei Josh im Raum. Er passte mit seiner Session perfekt in mein Konzept fürs Wochenende. Ich wollte diese Konferenz nutzen um Sessions zu besuchen wo Menschen aus Erfahrungen und ihrem Leben quatschen. Nicht wo es ihm stumpfe Theorie und verzogene Praxis geht. Also diesmal nicht für 40 Euro Forenlinks kaufen sondern erfahren welche Wege andere gegangen sind und aus welchen Gründen.

Josh, seines Zeichens Türke mit Abitur, ist Geschäftsführer von rankseller.de und hat noch andere eigene Projekte. Er erzählte uns in überschaubarer Runde was für Projekte und Unternehmen er hatte und besuchte, wie es zu rankseller.de kam und wie das auch mit den Investoren so aussieht. Da wir jedoch in der Session mit dem Namen „Es bleibt unter uns!“ saßen, bleiben weitere Infos im Recap aus. Ein sehr symphytischer Mensch den ich hoffentlich noch oft treffen werde.

11:45 Uhr ging in zu jemanden der ein Thema lebt und liebt mit dem ich gar nichts am Hut habe. Ich spreche von Serien und war demnach bei Mariano in der Session „Serienjunkies: Wenn Leidenschaft Leiden schafft!“ Wie man am Titel schon merkt, wieder eine sehr zu meinem Ziel passende Session.

© Gerald Steffens

Mariano betreibt Serienjunkies.de, hat aber noch Nebenjobs wie Hausmeister und Kindergärtner. Natürlich alles innerhalb der eigenen Firma. Sein Unternehmen besteht aus bald 12 festen Mitarbeitern. Er hat das Portal bzw. „die Quelle für Serien“ im deutschsprachigen Web selbst aufgebaut. Er lebt das Thema Serien vollkommen aus. Seine Session war voller Informationen aus persönlichen Erfahrungen, unternehmerischen Tipps und organisatorischem Hintergrundwissen. Ich habe in dieser Session sehr viel mitgenommen. Nicht nur Wissen was ich mir einfach merke, sondern auch Dinge die ich sehr gut anwenden kann.

14:00 Uhr, nach der Mittagspause, befand ich mich in der Session „Die Story hinter 10 Weeks Body Change“. Ich sag’ es mal so: Jeder macht mal Fehler. Ich vermute hier sind einige Fehler passiert. Zum einen war es wohl ein Vertriebsmitarbeiter der die Session hielt. Zum anderen war es wie eine kleine Verkaufsveranstaltung die da bei Marco durch die Finger schlüpfte. Zuletzt war es vielleicht auch einfach mein Fehler in den Raum zu gehen. ;) Ich meine, wir sprechen hier ja von einem Produkt mit einer eigentlich echt „geilen Laufbahn“ im Web. Sorry, muss man so ausdrücken. Hier hatte ich mir deutlich mehr Insights etc. versprochen. So wie das lief passte es ganz und gar nicht zur M3-CAMPIXX. Es wurden Werbevideos gezeigt die das Produkt vorstellten. Es wurden Feedback-Videos von Nutzern gezeigt, die uns untermauern sollten wie klasse das Produkt ist. Die sind ja okay, aber 5 sek. je Video hätten gereicht. Fragen die mal ein bisschen direkter waren wurden – salopp gesagt – einfach abgewiesen. Fragen jedoch bei denen man wieder tolle Posen machen konnte waren willkommen. Solche Irrglauben, ein externer Kanal wie Facebook würde nicht wegbrechen können weil man monatlich sechsstellige Investitionen darin hat, finde ich einfach … nun ja, es gab ja auch eine positive Erkenntnis. Pärchen funktionieren als Darsteller in der Werbung für ein solches Produkt nicht. Hmm…

Ist nicht böse gemeint, aber meine ehrliche Meinung. Die Session war super gut, aber die Konferenz die falsche.

14:45 Uhr war ich aus der Session raus und besuchte für den Rest des Tages auch keine Sessions mehr. Das Abendprogramm stand ja dann noch an und ich musste auch die vorherigen – außer die zuletzt besuchte – Sessions noch positiv im Kopf sortieren.

Da ich mit Stephanie schon in Bonn sehr gute Gespräche hatte und sie ebenfalls derzeit in keine Session mehr wollte, haben wir das Wetter genossen und uns über Stunden unterhalten. Zudem hatten wir auch für das 365-Tage-Treffen noch ein paar Punkte zu besprechen da sie ja demnächst Referentin ist. Später gesellte sich Thomas in die Runde und wir quatschten zu dritt viel über Business & Co. Vor allem musste mal wieder besprochen werden wie einfach manche Dinge in unserer Branche eigentlich sind. ;-) Mit den beiden kann man da echt cool den Nachmittag verbringen.

Am Abend gab es dann verschiedene Events wie Tretbootfahren. Ich denke dazu gibt es in anderen Recaps bereits ausreichend Informationen. Ich habe diesmal an keinen Aktionen teilgenommen. Ich suchte in der Zwischenzeit auch immer wieder Gesprächspartner die ich so noch gar nicht kannte oder wo sich „kennen“ auf Facebook beschränkt.

Sonntag, 16.06.2013

10:00 Uhr ging es mit der ersten Session wieder los. Diesmal mit einem richtigen Workshop. Es war Sebastian und mein Workshop. Wir hielten einen Workshop in dem wir gemeinsam mit allen Teilnehmern erarbeitet haben, wie man einen Workshop auf einer Konferenz machen kann. In den ersten 45 Minuten musste es um viele allgemeine Dinge zu einem Workshop gehen. Außerdem haben wir mittels Interviews eine Kennenlernphase eingeführt. Am Ende der ersten 45 Minuten wusste jeder Teilnehmer wer die anderen Teilnehmer sind. Diese Interviews mit Vorstellungen waren sehr klasse. Hier möchte ich ganz besonders Joanna als einzige weibliche Teilnehmerin in unserem Workshop erwähnen. Noch nie habe ich so eine Vorstellung gesehen. Sie hat es richtig gelebt. Super!

Nach 15 Minuten Pause ging es weiter mit dem Workshop. Insgesamt ging unser Workshop 130 Minuten und ist noch nicht abgeschlossen. Ich konnte dermaßen viele Erkenntnisse mitnehmen, dass ich noch die ganze Woche daran arbeiten werde. Wir haben den Workshop auch noch nicht beendet. Denn jeder Teilnehmer bekommt noch die komplette Nachbereitung und auch online wird es zu unserem Workshop noch Material geben.

Feedback zum Workshop haben auch schon Malte, Heiko, Jens und Joanna geschrieben. Ich bin sehr froh, dass es allen gefallen hat und jeder den Workshop auch wirklich als Workshop gesehen hat. Auch in den Gesprächen im Anschluss erhielt ich durchweg positives Feedback u.a. von Dennis, Maik und Carsten, für Sebastian und mich. An dieser Stelle möchte ich auch Sebastian danken für die viele Vorbereitung und überhaupt dafür, gemeinsam den Workshop mit mir gehalten zu haben! Danke.

Sorry an dieser Stelle für die Überziehung, aber es waren sehr angenehme 130 Minuten in diesem Workshop!

Ich habe von vielen Leuten nachher noch erfahren, dass sie rein wollten. Wir mussten aber die Tür abschließen und statt 10:00 Uhr direkt abzuschließen habe ich diese 10:03 Uhr abgeschlossen. Wer also zu spät kam, hatte noch 3 Minuten als Chance. Danach aber war die Tür wirklich zu. Das hat nichts mit Geheimnissen etc. zutun sondern mit dem Prinzip „Workshop“. Wenn man Interviews etc. macht und gemeinsam in einer Gruppe ein Ziel hat, was man durchs erarbeiten der Lösungen erreichen will dann kann nicht ständig jemand zur Gruppe stoßen. Das funktioniert dann nicht. Und wir haben auch keine Ausnahmen gemacht. Somit mussten auch Karl, Stephanie und viele weitere Leute leider draußen bleiben.

Zumindest für Hotelgäste ist es ein Kinderspiel einfach pünktlich zu sein. Alle die von Zuhause anreisen können natürlich nicht jede Ampel, gesperrte Straße etc. komplett vorhersehen.

Mit dem eigenen Workshop waren meine Besuche in Workshops auch abgeschlossen. Es kamen anschließend zwar noch viele spannende Sessions mit echt klasse Themen und aus denen auch tolles Feedback kam, aber ich wollte auch noch persönliche Gespräche haben. So konnte ich mich u.a. noch lange mit Anke unterhalten. Mit Jan hatte ich ebenfalls am Ende des Tages noch ein langes Gespräch. Schon am Vortag und auch vormittags kam es immer wieder mal zu Gesprächen. Er ist auch so ein Typ den man in der normalen SEO-Branche nicht findet. Im Marketing ist er eine sehr wertvolle Person und besonders wer über Barcamps und andere zu organisierende Events nachdenkt, sollte Jan als wichtigen Kontakt kennen. Zumal er ein talentierter Hobbykoch ist – aber ich denke er weiß nicht, dass ich seit Ewigkeiten seinen Kochblog lese. ;-)

17:00 Uhr war die Verabschiedung und ich musste mich wieder trennen von einer großen Gruppe echt toller Menschen. Ich fand es sehr erfrischend wie viele Menschen außerhalb der SEO-Branche auf dem Event waren. Auch wenn es auf Bildern in Facebook übers Wochenende oft täuschte, aber die SEO-Branche war nun wirklich nicht so dominant. Ich denke ihr bekommt nur aufgrund eurer Kontakte bevorzugt Input aus dieser Branche. Ich habe mich mit Film, Fernsehen, Radio und Print sehr viel unterhalten. Ich konnte Menschen treffen die absolut quer aus Gastronomie ins Marketing einstiegen und welche, die sich vom Polizeidienst verabschiedeten und lieber Razzia im Quellcode machen.

Mein Fazit zur M3-CAMPIXX

Verrückte Eindrücke und den Kopf voller neuer Erkenntnisse und Impulse. „Human Marketing Visions“ trifft es für diese Konferenz auf jeden Fall. Und Marketing 3.0 ist ebenfalls absolut zutreffend für die meisten Inhalte gewesen. Zwischen zahlreichen mir komplett neuen Themen fand man auch immer rudimentäre Einsteiger-Themen wie die über Preisgestaltung und Wertsteigerung. Aber auch solche Dinge gehören auf die M3-CAMPIXX und tragen zum Wert dieser Konferenz bei. Denn das Level eines Themas ist nicht entscheidet darüber ob man es bereits anwendet oder überhaupt nutzen kann. Wichtig war mir in erster Linie mich bei mir neuen Leuten in den Sessions aufzuhalten und ebenso mir neue Leute zu Gesprächen zu bringen. Das habe ich geschafft. Für mich hat sich die M3-CAMPIXX absolut gelohnt und ich freue mich auf 2014. Denn es ist keine SEO-Konferenz (diese besuche ich ja nicht mehr).

DANKE! ans gesamte M3-CAMPIXX-Team und jede helfende Hand. DANKE! Gerald für erneut tolle Fotos auf der Konferenz.

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Über eisy (521 Artikel)
Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

4 Kommentare zu M3-CAMPIXX Recap

  1. Ich muss den Recap mal korrigieren…

    “ {…} Vor allem musste mal wieder besprochen werden wie einfach manche Dinge in unserer Branche eigentlich sind {…}“

    „Vor allem musste mal wieder besprochen werden wie einfach manche Dinge in unserer Branche eigentlich sind, wenn man den Richtigen Arschtritt mit den entsprechenden Tipps und Hilfe bekommt.“

    Aber Du hast Recht. In der privaten Session mit Soeren und Stephanie habe ich mehr gelernt, als in manch einer Session! Danke.

    • Es freut mich sehr, Thomas. Ich bin auch nach jedem unserer Treffen immer wieder mehr froh, dich noch besser kennenzulernen. :) War eine sehr gute kleine Runde die ich äußerst positiv in Erinnerung halte.

  2. Immer wieder gern Eisy :-)

  3. Ich hab dich gesehen Eisy! :)
    Vielleicht nächstes mal auch Kommunikation!

    Würd mich freuen, schöen Grüße aus dem Norden!

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