Die US-Musikindustrie will die bisherige Strategie mit der sie gegen Raubkopierer vorgehen, endlich aufgeben und eine neue Taktik anwenden. Bisher hatte man immer mit Massenklagen gehandelt, was in der Öffentlichkeit für viel Aufsehen sorgte und nicht gerade für das Image der Musikindustrie sprach. Jetzt will man mit den großen Internet-Providern gemeinsam gegen die Raubkopierer vorgehen, die illegale Musik, Filme und Bücher runterladen oder im Internet verbreiten.
Wie dies aussehen könnte? Wenn die Musikindustrie auf einen Raubkopierer stößt, gibt sie diese Information direkt an den Provider weiter. Der Provider soll dann den Nutzer verwarnen und wenn er weiterhin illegal Musik runterlädt, soll es auch zu einer Sperrung des Internet-Accounts kommen. Für User die das Internet gerne benutzen, eine Höchststrafe.
Man will sich aber auch für die Zukunft weiterhin das Recht vorbehalten, bei schweren Vergehen direkt eine Strafanzeige zu stellen. Die Strategie über die Provider soll jedoch Klagen auf ein Minimum reduzieren. Wenn die USA diese Taktik anwendet, ist es das dritte Land nach England und Frankreich, die mit Verwarnungen arbeiten. Da in Deutschland scheinbar die Politik und auch die Provider nicht einlenken, bleibt der Musikindustrie in unserem Land keine andere Möglichkeit, als mit juristischen Mitteln gegen die illegalen Downloads vorzugehen.
Der offene Kampf gegen illegale Downloads scheint aber in Deutschland auch Wirkung zu zeigen. 2004 hat man die intensive Verfolgung von illegalen Musikdownloads begonnen. Von über 600 Millionen illegalen Downloads, ist die Zahl seit dem auf 312 Millionen im Jahr 2007 gesunken. Allerdings sind 2007 und 2008 immer noch etwa 60.000 Strafanzeigen wegen Urheberrechtsverletzung im Bereich Musik gestellt wurden.








