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Holzspielzeug-Discount.de mit SPAM-Links in den Abgrund getrieben? Sehe ich anders.

Handelsblatt, Kurier.at, Golem.de, Gulli.de und andere Seiten berichten seit heute fleißig über eine Erpressung in der Suchmaschinenoptimierung. Ich möchte die Erpressung ausdrücklich und auf keinen Fall hinterfragen. Dass eine Erpressung vorliegt, mag wirklich so sein. Was ich hinterfrage und wo ich eine ganz andere Meinung vertrete, ist die Tatsache mit den Links die auf die betroffene Seite geführt werden.

Worum geht es eigentlich? Dem Holzspielzeug-Discount.de erreichte am 06. Dezember 2011 ein Anruf (?) von einem Erpresser. Dieser drohte damit, böse Links auf die Website zu setzen, wenn diese nicht 5.000 Euro bezahlen. Ein Klassiker unter den Erpressungen also. Entweder du zahlst Betrag X oder du bekommst Tat Y. Das ist schlimm und solche Dinge sind absolut daneben. Aber bitte merkt euch mal das Datum, den 06. Dezember 2011. Jetzt fällt seit einiger Zeit die Sichtbarkeit der Website. In den Medien wird auch von Rankingverlusten geschrieben, die man wohl feststellte. Aber zu den Rankings und der Sichtbarkeit später mehr.

Die Backlinks der Seite

Schauen wir uns mal die „bösen“ Links der Website an. Diese finden wir mit dem Filter „Casino, Sex, Viagra“ in den Link Research Tools sehr schnell.

Fragwürdige Linktexte aus SPAM-Versuchen mit Profilen

  • 18 x Viagra
  • 21 x Sex
  • 28 x Casino
  • 25 x Camchat
  • 23 x Porno
  • 19 x Home Page
  • 107 x www.holzspielzeug-discount.de (Klassifizierung: Forum)

Seltsame Links ohne Profile – ganz andere Vorgehensweise

  • 366 x Holzspielzeug+ im Anker (Webkataloge, Bookmarks etc.) / stellenweise aus 2007

Insgesamt habe ich ca. 270 Links aus Foren extrahieren können. 981 Links hat die Website und diese stammen von 730 verschiedenen Domains. Die Anzahl der tatsächlich aus „Profilen“ und somit aus der klassischen SPAM-Quelle stammenden Links kann ich nicht genau festmachen. Ich habe aber 134 Links aus solchen Profilen gefunden und die Links stammen vom 18. November 2011. Wann war der Anruf des Erpressers? Da kommt mir eine Ungereimtheit ins Spiel, denn Forenprofile kann man nicht rückwirkend registrieren.

Jetzt kommen wir aber mal zu einem weiteren Punkt. Ich finde aus der Klassifizierung der Quellen zu „Foren“ insgesamt 107 Links, die im Linktext das Keyword „Holzspielzeug“ haben. Das resultiert daraus, dass in vielen Profilen scheinbar kein Keyword verlinkt werden konnte und somit lautet der Linktext wie die Domain. Also www.holzspielzeug-discount.de. Das Risiko, hier ein Ranking kurzzeitig mit solchen Links zu stärken, besteht nämlich auch. Gerade wenn man solche Links setzt und dabei die Domain nimmt, kann das schnell wirken. Ich möchte jetzt nicht an den Fall JC Penney erinnern, die über lange Zeit sehr erfolgreich mit SPAM-Links rankten. Und die Anzahl war erheblich höher.

Google reagiert bei SPAM-Links die mit der Domain im Anker kommen eigentlich nicht direkt sensibel. Im Alltag wird es ja unter SEOs sogar immer wieder angemahnt, wenn man nicht auch solche Links platziert. Denn dadurch kommt der Mix ins Linkprofil und man stärkt den Vorgang zum Brand. Warum also, sollte das hier plötzlich ganz anders sein. Weil die Links aus dem Ausland kommen? Na ja, das haben aber auch SEO Agenturen aus den letzten Jahren schon sehr eindrucksvoll und positiv gezeigt, wie man mit solchen Links rankt.

Das Linkprofil ist im Ganzen irgendwie komisch. Es hat haufenweise Webkataloge, Bookmarks und andere minderwertige Quellen. Ob diese auch mit Software angelegt wurden, weiß ich nicht und ist mir auch in diesem Fall nicht wichtig. Auf jeden Fall ist es nicht sonderlich hochwertig. Funktionierte aber und funktioniert auch heute noch. 😉

Die Links die hier eindeutig SPAM-Links sind (eindeutig bedeutet nicht, eindeutig vom Erpresser, sondern können auch von „jedem“ anderen kommen) stammen auf jeden Fall von weit vor dem Anruf. Nämlich vom 18. November 2011 und das Datum steht in den Profilen eindeutig.

Jetzt blicken wir mal auf die Sichtbarkeitswerte.

Werfen wir mal einen Blick auf die Sichtbarkeit eines Jahres und schauen vom Dezember 2010 bis Dezember 2011.

In einem Jahr hat sich die Sichtbarkeit der Seite nicht wirklich verbessert. Das kann an einen nicht wirklich guten und aktiven Linkbuilding liegen. Ich möchte dazu einen Screenshot von archivierten SISTRIX Toolbox Daten aufzeigen.

Wachstum? Keins in Sicht. Und wie jeder im Bereich Suchmaschinenoptimierung weiß (oder wissen sollte), gibt es bei Stillstand immer einen Rückschritt. Wer keine Links aufbaut, gibt seinen Mitbewerbern einen Vorsprung. Und das wirkt sich auf die besseren Rankings von Mitbewerbern aus. Im Gegenzug werden die eigenen Rankings natürlich schlechter. Es kann ja nur einer auf Platz X stehen. Könnte also ein guter Grund sein, warum die Sichtbarkeit fällt.

Wenn ein Filter oder gar ein Penalty vorliegt, sieht man es ja u.a. auch ganz schnell in der Rankingverteilung. Wenn ich mir diese jedoch ansehe, frage ich mich wo das Problem sein soll.

Sieht absolut in Ordnung aus und hat sich auch nicht wirklich verändert. Ein Musterbeispiel wie Wikipedia.org ist es nicht, aber wie auch, macht ja scheinbar niemand richtig aktiv etwas dafür. Aber auch hier möchte ich mal noch nicht aufhören und deshalb schauen wir mal, wie sich die Anzahl der TOP10 Rankings in Google von Anfang Oktober 2011 im Vergleich zum aktuellen Stand entwickelt haben.

Wie man sieht, auch hier kaum eine Veränderung. Was auch auf eine nicht aktive SEO hindeuten kann. 😉

Und zu all diesen schönen Zahlen, Theorien und komischen Fundstücken die einen Angriff hier eher zum harmlosen Streicheln des Linkprofiles abtun, kommt noch die Diskussion und Frage, wie sehr ein Sichtbarkeitswert in dieser Branche (Holzspielzeuge) überhaupt eine breitangelegte Keyword-Datenbasis im Hintergrund hat, um anhand eines solchen Wertes eine Aussage über die Entwicklung einer Website treffen zu können.

Ach ja, monatlich (wenn Jonas Weber auf der SEOkomm nicht schummelte) klickt Google beim Panda auf den Knopf. Wer sagt denn nicht, dass diese Seite einfach in ein erweitertes Muster vom Panda-Update passt? Panda hat mit Backlinks übrigens nichts zutun, sondern ist ein reines Onsite-Ding. Schaut man sich die Seite an, könnte es doch hinkommen und rein zeitlich gesehen kann es auch passen.

Mein persönliches Fazit

Am Erpressungsfall stelle ich KEINEN Zweifel an. Der mag stimmen. Die Links die man hier so findet – es sind zugegeben ein paar – sind für meinen Geschmack einfach deutlich zu wenig. Außerdem kann man bei Google eine Art Selbstanzeige stellen und die Reaktion wird auch kommen. Rankingverluste bezweifel ich und schließe ich auch für mich persönlich aus. Dafür haben zu viele eigene Experimente schon zu gut gewirkt. Und JC Penney hat auch funktioniert. Schaut man in der Branche mal auf „Linkzar“ und andere Späßle, sieht man das Seiten selbst bei mehreren Tausend Links solcher Art nicht bewegt werden konnten. Bei ein paar sehr wenigen funktionierten solche Sachen. Aber die Massen an Links waren in anderen Dimensionen.

Vielleicht hat hier jemand gesehen das es mit einer Seite gerade bergab geht und die Gelegenheit für eine Erpressung genutzt, ohne überhaupt etwas gemacht zu haben? Ich glaube nicht, dass die Situation wirklich anders wäre, wenn hier 5.000 Euro geflossen wären. Nein, glaube ich nicht.

Ich unterstelle keinerlei Linkbait, keine Ente für die Medien etc. aber … ja, der Rest steht oben! Ich drücke auf jeden Fall die Daumen das sich die Sache mit der Erpressung schnell klärt. Und für alles andere einfach mal einen SEO ins Boot holen.

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Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

45 Kommentare zu Holzspielzeug-Discount.de mit SPAM-Links in den Abgrund getrieben? Sehe ich anders.

  1. So habe ich das erst auch gesehen. Allerdings wurde auf diese und die in meinem Update genannte Seite über 47.000 Links gesetzt, bzw. Profile angelegt, viele wurden bereits gelöscht aber es bleibt noch ganz gut was nach. Ziemlich wirr teilweise x Profile in einem Forum mit gleichen Linktexten. Einmal am 18.11 und einmal am 22.11.

    • Dennoch, wenn man sich die Seite mal „richtig“ anschaut und ehrlich zu sich selbst ist – auch was das Linkbuilding der letzten 12 Monate angeht – sieht man und weiß man, dass hier entweder eine logische Situation eintritt die kommen musste, oder einfach Panda einmal drüberrutscht. Mit Links hat das meiner Ansicht nach nach wie vor nichts zutun. Und schon gar nicht mit 47.000 Links, denn wo sind diese denn nachweislich abrufbar? … einige gelöschte Profile fand ich, aber 47k? Nee, absolut nicht.

      • Klar da gebe ich dir absolut recht und wenn man die Vergangenheit der Seite kennt noch viel mehr. Die Seite war ja vor Jahren schon mal unangfochten auf der Pole aber musste dann wegen „Verstoß gegen die Google Richtlinien“ ne lange Auszeit hinnehmen.

        Die 47k beziehen sich auch auf den Holzspielzeug Shop und walzkidzz.de. wer da wo wieviel hab ich nicht geprüft. Ich kann die die Liste aber gerne schicken und du machst mal ne genaue Auswertung. 🙂

      • Ich würde mich auf jeden Fall über die Liste freuen und sie mir dann anschauen, ja. 🙂 … kannst Du also gerne an:

        eisy @ me .com

        senden. 🙂

        Ja eben, es steckt halt hinter einer Seite auch eine Vergangenheit.

    • Und die Seite in Deinem Update ist auch keine Referenz. Schau bei dem Index mal weiter nach vorne, war auch ein kurzer Absturz. Und? Spamlinks? … Also ich weiß nicht. So einfach darf man sich eine Diagnose wirklich nicht machen. Ist nicht bös gemeint, aber das wäre ein sehr naives Vorgehen.

      • Klar, auch weitere 100 Seiten wäre keine Referenz solange Google das nicht bestätigt. Ich könnte noch viele weitere nennen aber bei allen könnte man sicher auch vermeintliche andere Gründe nennen oder vermuten.

  2. Sehr gute Analyse. Ich wäre auch vorsichtig, hier einen Zusammenhang herzustellen. Wie Du schon sagst, das Zeitfenster ist sehr eng, die Anzahl der Links gering und der „Absturz“ aus meiner Sicht durchaus noch im Rahmen üblicher Schwankungen. Spamlinks dieser Art lassen sich nicht nur mit den LRT leicht ausfiltern. Man kann auch mal drüber nachdenken, ob diese Art negativ SEO tatsächlich eine Gefahr darstellt, was man tun kann (Monitoring) und ob Shopsysteme nicht realistischeren Bedrohungen ausgesetzt sind.

    Wie auch immer, mit den starken Links aus der Berichterstattung wird sich die Sichtbarkeit des Shops sicher schnell erholen…

    Ärgerlich ist, dass die Darstellung von SEO in der Presse hier wahrscheinlich wieder in die falsche Ecke gedrängt wird und unnötig Panik gemacht wird.

  3. Wirklich ein sehr schöner und absolut lesenswerter Artikel, vielen Dank für die Mühe und die Analyse.
    Ich finde es sehr angenehm, wenn sich jemand abseits vom „schnell-mal-teilen“ in der Tiefe mit einer Sache auseinandersetzt und sie hinterfragt. Besonders gefällt mir, dass man auch in diesem Fall sehr schön sehen kann, dass der Sichtbarkeitsindex alleine (wie eigentlich fast jeder andere Einzelwert) keineswegs ein Maß für den Erfolg oder Nichterfolg einer Seite ausmacht- da lacht mein Physikerherz 😉

  4. Man hätte noch 2-3 Monate warten müssen, um einen wirklichen Effekt festzustellen. Wir wissen doch alle, dass Googles Reaktion nicht immer direkt stattfindet. Der Punisher hat nun leider verloren, weil die Page von x trusted Pages Links erhalten hat und die Sichtbarkeit (was eh ein Wert ist, welcher mir hier mal wieder zu sehr auf die Goldwaage gelegt wird) wieder hochgehen wird. Mit Linkbait hat der Spaß aber nun mal rein gar nichts zu tun. War aber klar, dass die ganzen SEO Trottel direkt dran denken. Es gibt auch noch anderes als Links im Leben. Jeder, der bei solchen kriminellen Machenschaften an Linkbait denkt, hat extreme paranoiden Vorstellungen und tritt der natürlichen Verlinkungskultur mal wieder kräftig in den hintern.

  5. Bei einem Forum hatten wir früher die Profile indexieren lassen. Da haben sich natürlich auch die Viagra Spammer versucht, Ihre Profilseiten mit Backlinks zu versorgen.

    Geschadet hat es uns nicht, aber wir haben auch ein paar starke Links und einen gesunden Mix.

    Ich bin jedenfalls froh für jeden Konkurrenten der für mich kostenlos Linkbuilding betreiben möchte. 😉

  6. Ich denke solche Fälle werden in Zukunft sogar noch zunehmen, Stichwort DOS-Attacken auf Webshops. Da wird dann versucht schnell Kasse zu machen, indem man Seiten von Merchants mal abschießt oder (versucht) diese mit negativen Links zu befeuern. Dagegen hilft eigentlich nur die Seite selber so zu stärken, das sie durch den eigenen Trust solche Versuche gar nicht zulässt. Schwierig, schwierig!
    Grüße, Marcell

  7. Interessante Analyse. Ich bin gespannt wie sich die Sache weiter entwickelt und wie sich das Ranking verändert – evtl. ja auch positiv. 😉

    Bzgl. dem Registrierungsdatum von den Foren-Profilen. Dort wäre es auch denkbar, dass die Profile vorab registriert wurden und der Link später eingesetzt wurde. Als Administrator eines Forums kenne ich das mit den Linkbuildern sehr gut. Erst werden Beiträge und Profile angelegt, um diesen dann später noch Links hinzuzufügen. Das könne also auch ein Grund für den Datums-Unstimmigkeiten sein.

    Besonders die Analyse des Sichtbarkeitsverlusts, finde ich spannend.

    Danke.

  8. Guter Bericht wie immer 😀

    Ich sehe das auch so. Ich hatte mir hauptsächlich die Rankings der Domains angeschaut. Da sieht man, dass einer der Hauptkeys „Holzspielzeug“ um 3 oder 4 Plätze gesunken ist. Laut Essentials verliert die Seite damit ne Menge Traffic.
    Diesen Rankingverlust würde ich momentan eher auf die nicht schlafende Konkurrenz schieben. Denn zum Weihnachtsgeschäft betreibt der eine oder andere schon ab und an Linkaufbau 😀 Und wenn man dann selber nichts macht, dann wird man halt durchgereicht.

  9. Also ich habe da von Anfang an auch kein Problem gesehen, obwohl ich den Sachverhalt überhaupt nicht genau untersucht habe. Für eine wirkliche Herabstufung sind die paar Links aus bad neigbourhoods die gesetzt wurden nicht ausreichend. In dem vorliegenden Fall kompensiert die zusätzliche Publicity die (unwahrscheinliche) Herabstufung sowieso komplett, da das Thema in etlichen SEO Blogs, Foren, Golem, etc. disskutiert wird. DOS Attacken, SQL-Injection sehe ich eigentlich auch als gefährlicher einzustufen.

    Zudem weiss Google auch um diesen Sachverhalt auch wenn es heisst, dass böse links einer Seite schon schaden können ist das Verhältnis relevant. Um eine einigermaßen gut gerankte Seite damit aus dem Gleichgewicht zu bringen sind tausende solcher bad neighbourhood links notwendig. Na ja schauen wir mal in ein paar Wochen wie es dem Discounter geht 🙂

  10. Ich denke nicht das Google eine Seite als Abstrafung von Platz 1 auf 4 oder 5 verbannt – das dürfte eher so im Bereich +30 oder mehr liegen…
    Ich denke auch das es der Koala war…

    Euch allen ein frohes Fest..

  11. Hallo Eisy,
    Danke für den guten Beitrag. Ich habe den betroffenen Shop schon länger im Fokus, da es ein direkter Mitbewerber von uns ist. Das mit der Erpressung wäre natürlich schon ein Ding. Leider gibt es immer Menschen mit kriminellen Energien. Ich persönlich habe auch sehr viel Respekt vor solchen Aktionen, speziell vor DOS Attacken, da man hier fast keine Möglichkeit hat gegenzusteuern.
    Bezüglich zu dem aktuellem Fall, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Herabstufung durch die Links erfolgt. Speziell bei dem Keyword „holzspielzeug“ wird von allen Anbietern (auf den erste 2 Google Seiten) aktiv Linkaufbau betrieben. Mal mehr und weniger gut!
    Bei der betroffenen Seite ist die Linkstruktur mit dem Keyword, wie du schon geschrieben hast, nicht besonders qualitativ.
    Auch der Aspekt, dass im Bereich von Holzspielzeug die Range eines Sistrix Sichtbarkeitsindex differenziert bewertet werden muss.
    Ob es ein Linkbait ist oder nicht, muss jeder für sich persönlich entscheiden. Fakt ist, das die Resonanzen und Berichterstattung schon ganz stattlich ist. Was sich dann natürlich durch die gesetzten Links in Zukunft positiv auswirken wird. Es bleib auf jedenfall spannend ….

    Viele Grüße und schöne Feiertage

    Rico

  12. Erpressung hin oder her: Eine sehr gute Analyse, eisy! Auch wenn die Spamlinks erstmal so aussehen, als wären sie für den Absturz der Seite schuld, bringst du ein wenig Licht ins dunkle. Selber Schuld, wenn man nur etappenweise die Schritte nach vorne macht und denkt, man könnte sich auf dem ersten Platz ausruhen 😉

  13. Sehr interessanter Artikel. Du hättest Detektiv werden sollen 😉

    Aber weil jetzt alle „Angst“ haben, die Seite würde sich aufgrund der jetzt erhaltenen Links von trusted domains erholen: das würde dann aber gegen den Panda sprechen, oder? Denn wie Jonas Weber das ja in seinem Vortrag auf der SEOkomm ja auch noch einmal bestätigt hat, hat das Panda-Update nichts mit Links zu tun. Würde also heißen: erholt sich die Seite und rankt evtl. sogar besser als zuvor, dann lag es (vermutlich) am Linkprofil. Rankt die Seite nach wie vor schlecht, liegt es daran, dass sie vom Panda-Update betroffen ist und würde erst wieder besser ranken, wenn die Seite aufgeräumt und mit hochwertigem Content ausgestattet wird. Sehr ihr das auch so?

  14. dass die Profile vom 18.11. stammen, der Erpressungsversuch aber erst später stattfand, finde ich jetzt nicht so erstaunlich, denn häufig werden ja die Profile erst leer angelegt und erst später mit SPAM links gefüllt, damit sie nicht gleich wieder von den Administratoren gelöscht werden…

    • Aber nicht typische SPAM-Profile. Der Aufwand, jedes Profil nachträglich noch manuell zu bearbeiten, wäre einfach nicht im Verhältnis. Daher sehe ich das hier absolut nicht als plausibel an. Die Profile wurden m.M.n. direkt so erstellt wie man sie vorfinden, und zwar deutlich vor dem Anruf.

  15. Also wenn ich mit meiner Seite jedes Mal vom Handelsblatt und Golem verlinkt worden wäre, wenn ich Spam-Links erhalten habe, dann wäre ich jetzt längst Spammer geworden.
    Meine Seite wurde auch einmal durch Spam-Kommentare in anderen Blogs nach unten gedrückt. Ein Antrag auf erneute Überprüfung in Google mit dem Schildern der Geschichte hat bereits nach 1 Woche alles wieder in Ordnung gebracht. Deswegen weiß ich nicht, warum nun alle diese Shops verlinken müssen und darüber berichten.

  16. Hallo,

    ihr wisst schon das wenn man 1000 Links ( 999 Spam + 1 trusted Link) das Google nur diesen 1 Link in die Berechnung mit einfließen lässt.

    Das hat auch Matt Cutts auf der aktuellen Pubcon Las Vegas offiziell bestätigt.
    (einfach mal nachlesen in der aktuellen Website-Boosting oder auf Matt´s Blog).

    In der aktuellen Times hat man sich offiziell über eine Website beklagt die ca. 1000 Spam Links hat und Matt´s offizielle Antwort darauf war, dass nur die trusted Links in die Berechung mit einfließen…. also Linkspam hat keinerlei Wirkung und Verursacht auch keinen Schaden!

    Also wenn mich einer mit Spamlinks erpressen will – dann kann ich darüber nur schmunzeln 🙂

    Viele Grüße

    King of SEO

  17. Also man sollte bei dieser Art von Links auch beachten das Sie kaum bei Sistrix Majestic und co indexiert werden.
    Wirklich interessant wäre es mal die kompletten Links aus den Webmaster Tools zu sehen.

    • Ich habe da auch noch andere Daten. Darunter u.a. auch die Daten direkt vom betroffenen Seitenbetreiber. 🙂 … Ich muss mir aber alles noch in Ruhe weiter anschauen. Es sollte hier ja nur ein erster Eindruck sein, der mal über das „Es wurden SPAM-Links gesetzt und meine Rankings fallen“ hinaus geht. 🙂

  18. Zum Thema an sich: Naja, was gibts hier noch viel zu sagen. Sehe ich genau so, wie ihr auch. Vorallem denke ich da aber an eine Geschichte, die ich vor einigen Jahren gelesen habe (kann mich leider grad nicht erinnern, wo und zu wem genau). Das Prinzip war aber das selbe…eine Seite befand sich auf dem absteigenden Ast und einer dieser „Blackhat-Ich-Kann-Alles-SEOs“ hat genau das genutzt und den Betreiber „erpresst“. Das ganze flog aber ziemlich schnell auf, weil sich Kollegen mal kurz dahinter klemmten und das Spielchen auch gleich umdrehten ^^.

    @eisy: Bekommst du eigentlich nen Obulus der Firmen/Seitenbetreiber, wenn du sowas mal für die checkst, oder ist das für dich mal schnell nebenbei? ^^

  19. Also liebe Leute, unterstellt doch keinen Linkbait!
    Die Kripo ermittelt, und ein Linkbait wäre in diesem Fall – der Vortäuschung einer Erpressung – eine Straftat: „Falsche Verdächtigung“. Und den Shopbetreibern dies zu unterstellen, ist schon ein starkes Stück. Sören hat es richtig analysiert und ausgedrückt: Die Erpressung soll nicht angezweifelt werden. Aber die „Folgen“ des angekündigten SPAMfeuers. Also bleibt doch auch sachlich! Wie Eisy…

  20. @eisy „Und für alles andere einfach mal einen SEO ins Boot holen“ – den hat die Dame wohl gehabt, sonst wäre sicher nicht so viel SEO-Mist auf der Website… daher darf ich Deinen Satz ergänzen …. mal einen SERIÖSEN SEO ins Boot …
    .

  21. Auch wir haben in der Vergangenheit Kunden erlebt, bei welchen versucht wurde durch Erpressung Profit zu schlagen. Es ist nie etwas passiert, daher finde ich diesen Fall sehr interessant! Danke für die Analyse.

  22. Das so etwas ein Erpressungsklassiker ist, wusste ich Naivling bis jetzt nicht. Und ob das nun Linkbaiting war oder nicht – egal. Zeigt ja aber vielleicht eine spannende Richtung für Linkbaits auf, oder? Schlechte Presse ist doch vielviel besser als keine.

  23. Danke für die sehr interessante Analyse. Jetzt sehe ich den ganzen Vorfall mal aus einen anderen Licht. Und werde das bei meinen Webseiten mit einflissen lassen.

    Grüße aus Köln

  24. Ich konnte bei dieser Seite bisher keine Verschlechterung feststellen. Mit „Holzspielzeug“ ist sie immer noch vorne dabei. Einen Umsatzeinbruch für 2011 mussten die meisten in dieser Branche hinnehmen. Bei ihr kommt vielleicht die Umstellung auf ein anderes System und Design noch dazu!?

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