Es gibt da einen Haken bei Google Street View, den sich Konkurrenten zu Nutze machen könnten. Wenn Google auf Tour geht und Bilder von Städten aus der Fußgängerperspektive anfertigt, dann dauert es Ewigkeiten bis diese mal im Onlinedienst Street View veröffentlicht werden. Genau da könnte der entscheidende Ansatz für die rumänische Firma Norc sein, die nun einen Konkurrenten zu Google Street View ins Rennen schickt. Dafür erstellt man eigene Bilder und setzt die Aufnahmen wohl auch schnellstmöglich ins Internet.
Vergleicht man die Qualität der Bilder von Norc mit denen von Google Street View, kann man kaum Unterschiede feststellen. Ich würde sagen diese befinden sich nahezu auf einem Niveau und brauchen sich nicht vor den Google-Bildern verstecken. Die Städte Wien, Bukarest, Prag, Moskau, Krakau, Warschau und Bratislava wurden bereits bei Norc integriert. Aus datenschutzrechtlichen Sichtweisen gibt es aber auch bei Norc wieder einiges auszusetzen. Teilweise kann man Gesichter vollständig erkennen, doch auch Kfz-Kennzeichen sind erkennbar. An diesen Stellen wurden bei Google damals schon große Bedenken aufgeführt, die auch zu einer Protestwelle führten.
Das Basis-Kartenmaterial ist nicht vor Norc selbst. Die Firma greift dabei auf die Karten von Google Maps zu. Man nimmt also Material von dem Unternehmen, gegen das man selbst eine Konkurrenz darstellt. Okay, jeder wie er es gerne hätte. Vielleicht kommt es ja irgendwann dazu das man sogar das angefertigte Bildmaterial an Google verkauft. So könnte Street View schneller mit neuen Bildern ausgestattet werden. Beim Testen von Norc ist aufgefallen das es sehr flüssig funktioniert. Man kann die Perspektive wie bei Street View mit der Maus drehen und per Pfeilsymbole marschiert man in die gewünschte Richtung. Gleichzeitig wird auf der Karte die Blickrichtung angezeigt und der aktuelle Standort. Sieht selbst, auf Norc.at wie das ganze funktioniert.








