Google: Alles nur Panikmache

Google verbreitet im Bereich Linkaufbau derzeit viel Unruhe und kommt erstaunlich gut mit dieser Nummer durch. Ich möchte daher diesmal besonders auf das Thema „Panikmache“ in dem Bereich eingehen.

Kürzlich habe ich umfangreich zum Thema „Paid Link Penalty“ geschrieben und weit über 100 Kommentare – wovon nur knapp über 100 freigeschaltet sind – sprechen bei dem Thema für sich. Es ist mir leider nicht gestattet alle Kommentare freizuschalten, da insbesondere solche, die behaupten es gäbe keine „Paid Link Penalty“ nicht unterhalb einer solchen Diskussion stehen müssen. Ich denke schwarz auf weiß eine Warnung zu sehen und anschließend schon bald den Effekt, sagt mehr aus als ein Widerspruch der seines gleichen sucht. Gut, wollte ich nur mitteilen damit sich niemand wundert wo sein Kommentar ist.

Der Auslöser

Im November 2011 fing Google langsam damit an, in den Webmaster Tools die Meldung zu den Paid Links zu bringen. Sollte es schon früher begonnen haben, okay, aber ich persönlich habe es nur bis November 2011 zurückverfolgen können. Über die Meldung hatte ich bereits geschrieben. Google äußerte den Verdacht das gekaufte Links im Spiel sind. Man soll sich darum kümmern und das Problem beheben. Anschließend einen Antrag auf erneute Prüfung senden. Kann man diverse Probleme nicht beheben (Links nicht abbauen weil Kontakt nicht erreichbar etc.) so möge man die Info angeben.

Zum damaligen Zeitpunkt haben sich die Betroffenen noch stark zurückgehalten. Öffentlich äußerte man sich in Deutschland noch gar nicht. Hinter den Kulissen jedoch tobte der Punk gewaltig.

Der Trick

Google kommuniziert sehr aktiv mit den Webmastern und hat auch kurze Reaktionszeiten. Das ist der Punkt, bei dem sich die Betreiber der Seiten gut supportet fühlen. Und ein gutes Gefühl muss man haben, denn Google will Informationen. Jeder Austausch erfolgt seitens Google ohne die Angabe von verwertbaren Infos. Meldet der Seitenbetreiber sich für eine neue Prüfung an, kommt von Google entweder das Okay und alles ist wieder gut, oder es kommt eine pauschale Angabe, dass weiterhin ein Problem vorliegt. Sprich, es gibt weiterhin gekaufte Links. Google gibt aber nicht an um welche Links es sich handelt. Somit hilft man dem Betreiber nicht direkt als Mitwirkender, sondern stellt immer nur die Status-Instanz dar.

Die Auswirkungen

Ich kenne aus den letzten Monaten verschiedene Szenarien nach der Reaktion auf die Meldung. Fast alle Seiten haben bis heute ein enormes Problem und keine relevanten Rankings mehr. Schon allein hier stellt sich mir dann die Frage, wie viele Leute einfach nur von „Panikmache“ sprechen können, wenn im Hintergrund wirtschaftliche Schäden entstehen. Unter dem Begriff „Panikmache“ verstehe ich immer Bemerkungen ähnlich „Ach, Google labert nur damit die Leute vorsichtig werden.“ Aber von solch einem Szenario wie man es sonst von Matt kennt – der ja wirklich gerne nur Nebelkerzen verliert – kann man hier meiner Meinung nach gar nicht sprechen.

Heute spare ich mir mal Charts von Sichtbarkeitswerten. Ich denke davon haben wir alle in den letzten Wochen und Monaten mehr als genug gesehen.

Die Quelle der Gefahr

Von den Seiten deren Betreiber in den letzten Wochen zu mir kamen, untersuchte ich das Linkprofil natürlich ziemlich kritisch. Dabei ist mir bei allen Seiten eine Gemeinsamkeit aufgefallen, auf die auch schon an anderen Stellen öffentlich die Vermutung fiel.

Alle Seiten haben Links aus Blognetzwerken oder Seitennetzen bezogen.

Die Leute hinter solchen Netzwerken sind vielen in der Branche bekannt. Ich verkneife es mir, hier die Namen der Leute aufzuzählen. Auf jeden Fall habe ich eine Namensliste mit Personen deren Netzwerke in den Profilen abgestrafter Seiten stecken. Die Seiten dieser Personen wurden bei den meisten Betroffenen natürlich schon längst an Google gemeldet, weil man ja seine Penalty wieder loswerden möchte. Verständlich. Für die Betreiber der Netzwerke ist es aber ein großes Problem. Denn sie sind unweigerlich auf dem Radar. Alle Kunden dieser Netzwerke begeben ich auf sehr dünnes Eis, weil sie sich im Prinzip direkt bei Google präsentieren.

Netzwerk-Inhaber können sich gerne bei mir melden und fragen ob ihr Name auch auf der Liste steht. Ich habe kein Problem damit, der jeweiligen Person dann „Ja“ oder „Nein“ zu senden. Mehr Details jedoch gibt es von mir nicht. Zu jeder Person liegen mindestens 20 Seiten vor, meistens aber über 50 und manchmal sogar über 100 Domains.

Versteht es nicht falsch. Es geht nicht darum die Namen zu erfahren. Es sind Personen, deren Netzwerke innerhalb von Untersuchungen bereits aufgeflogen sind und die bereits gemeldet wurden. Und auch das „melden“ bitte nicht in den falschen Hals bekommen. Nicht ich habe die Netzwerke an Google geschickt oder so. Es sind einfache Resultate die aus Reaktionen von Seitenbetreibern hervorgingen. Wenn mich wer fragen mag, am besten via Mail. Nicht per Skype, Facebook etc.

Das Problem der Netzwerke

Meldet ein Betreiber seine gekauften Links an Google, steht ein Teil eines Netzwerkes mit dem Rücken zur Wand. Kleine Netzwerke i.d.R. sogar vollständig. Die anderen Kunden der Netzwerke müssen nicht unbedingt ebenfalls eine Meldung in den Webmaster Tools erhalten. Sie können u.a. dadurch Auswirkungen spüren, weil das Netzwerk zusammenbricht und die Links komplett tot sind. Der meldende Kunde ist in diesem Fall aber kein „Bösewicht“ sondern nur eine Person die wirtschaftliche Interessen verfolgt und sein Unternehmen schützen möchte. Eingelassen hat sich auf diesen Trip schließlich jeder Seitenbetreiber selbst.

Dass Seiten in solchen Netzwerken oft sehr simple zu erkennen sind wissen auch die Betreiber. Jeder Beitrag eine Werbebotschaft. Kaum eigene eingehende Links. Selten mal ein Bild oder ein Beitrag ohne ausgehende Links. Viele externe Linkziele die mit anderen Blogs übereinstimmen. Und schließlich bricht spätestens beim zuletzt genannten Problem fast jedes Netzwerk zusammen. Die, die es nicht tun, die kennt man nicht und die machen es richtig (?).

Der Vorteil für Google

Man zwingt Seitenbetreiber durch die schlechte Informationspolitik dazu, auch Links zu melden die Google ggf. nicht auf dem Schirm hat. Außerdem bekommt das Thema eine große Aufmerksamkeit und viele Betreiber denken über ihre Strategien nach. Was für den Moment sicher dazu führt das Veränderungen stattfinden. Schließlich will Google die Leute an die Richtlinien erinnern und zugleich muss Google es unterbinden, dass man minderwertige Seiten mit stellenweise noch schlechteren Linkquellen pushen kann und die Suchergebnisse negativ beeinflusst.

Fazit

Macht und denkt was ihr wollt über das Thema, aber passt einfach auf eure Rankings auf. Und wer immer noch meint es gibt keine Paid Link Penalty, der hat hoffentlich nie Probleme mit eben genau dieser Abstrafung! Oder er bezeichnet es einfach anders.

Dieser Beitrag sollte einfach nur für mich ein „Kopf frei schreiben“ sein und meine Meinung teilen. Eine Offenbarung erfahrt ihr darin wohl nicht.

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Über eisy (521 Artikel)
Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

37 Kommentare zu Google: Alles nur Panikmache

  1. Ich glaube es wird definitiv gefährlicher und aktuell passiert was.
    Was genau wissen wir in spätestends 6 Monaten :-D

  2. Es scheint so, als würde dir ein mächtiger Klos im Hals stecken. Man ist als Webseitenbetreiber leider zu abhängig von Google, aber Google nicht auch abhängig von uns? Das Google abstraft ist kein Geheimnis und wer das bestreitet, der scheint irgendwas verpasst zu haben.

    • Es gibt eigentlich nur eine Sache die mich stört. Google verhält sich nicht immer gleich und geht scheinbar selbst in gleichen Situationen nicht immer identisch vor. Das bringt ein paar Dinge ziemlich aus dem Gleichgewicht und sorgt natürlich bei betroffenen Personen für Unmut. Im Moment erlebe ich da durch Anfragen ziemlich kuriose Sachen. Das ist aber eigentlich das einzige was mir persönlich übel aufstößt. Ansonsten habe ich mit dem Thema kein Problem. :-)

      • Wenn wir ehrlich sind, ist dies ein marketing-technisches Meisterstück von Google gewesen.
        Es wird probiert, was geht, um den eigenen Index sauber zu halten und zu bereinigen.
        Und dann ist es in Zeiten von Social-Networks so einfach:
        Einfach offen kommunizieren, was man will und alle spielen einem in die Hand und legen die selbst gekauften Links offen.

        Ich würde sagen, dass der Google-Mitarbeiter, der sich das ausgedacht hat, genausoviel Erwähnung finden sollte, wie der Erfinder des Panda-Updates.

        Ich habe bei keiner meiner Seiten einen Anschiss von G. bekommen. Was wieder einmal der Beweis ist, dass sauberes Linkbuilding (oder der Geiz ;) ) langfristig die bessere Methode ist.

  3. Ich finde, das Ganze sehr spannend. Vielleicht auch, weil ich nicht betroffen bin ;) Aber, wenn man sich die Analyse von seo-united ansieht, so würden die meisten erstmal nichts machen, wenn sie ein Schreiben erhalten. Auch sistrix sagt, dass dies eher Panikmache von Google ist. Ich glaube jedoch, dass diese Botschaft ernst zu nehmen ist und man darauf reagieren sollte.

    Die Frage ist nur, wie? Ich kann die Webmaster verstehen, die andere Seiten anprangern, um ihre eigene Seite zu schützen. Allerdings werden die Folgen daraus nicht ohne sein. Zusätzlich frage ich mich gerade, was ist, wenn ein unerfahrener Webmaster bei einem der gemeldeten Netzwerke Links einkauft, teuer Geld bezahlt und nichts passiert? Mehr als ärgerlich oder eigene Dummheit?

    Na ja, wahrscheinlich wird erst die Zeit zeigen, wie groß die Auswirkungen wirklich sind ;)

  4. Ich find das richtig, dass google versucht die SERPs „echter“ und „fairer“ zu gestalten. Es geht ja eh schon seit Monaten dahin, dass „tu mir mal ein paar links“ nicht mehr so gut funktioniert, wie vielleicht noch vor einem Jahr – social signals etc.

    Warum einige Betreiber von Blognetzwerken immer noch hoffen, dass Google nichts macht, kann ich nicht verstehen. Es wurden auch einige Netzwerke in letzter Zeit von einzelnen Personen anhand einer guten Recherche offengelegt, warum sollte Google das nicht auch können ?

    Solange aber Netzwerke wie diese : http://www.apotheken-worms.de/ noch irgendwo ranken (pdf mit Preisinfos zu „Sponsored links“ in der right column), ist eben noch viel Arbeit zu tun :)

    Erst die Blognetzwerke, dann die ganzen Linkwheels und irgendwann werden Links von Signalen überholt…

  5. Einen Bekannten von mir hat es im März erwischt. Er ist auch abgestraft worden. Die Paid Links wurden daraufhin entfernt und ein neuer Antrag bei Google gestellt. Obwohl Sie entfernt wurden und es auch ansonsten keinerlei Paid Links mehr gab, die auf diese Seite gezeigt haben, hat Google ihm mitgeteilt, das dem Antrag nicht ensprochen werden kann, da sich immer noch Paid Links in seinem Linkprofil befinden.

    Meine Vermutung ist, das bei ihm der Linkmix zu auffällig ist. Egal wo er mal selber Backlinks gesetzt hat, ist er stumpf auf die Traffic Keys gegangen. Wenn man sich sein Linkprofil anschaut, findet man nur eine Handvoll „Nofollow Links, Jedes Traffic Key hat mehr Anker Backlinks als es Links auf den Domainnamen gibt. Die Ratio : Startseiten und Deeplinks stimmt auch nicht. Das Highlight ist aber, das er Mehr Pr5 bis PR 9 Backlinks hat, als Pr0 bis Pr4 Backlinks. Diesen Linkaufbau hat er selber betrieben.

    Meine Vermutung ist, das Google diesen Linkaufbau auch als Paid Links einstuft und da ist nun die Frage, wie man da wieder rauskommt ?

  6. Finde es ja eigentlich das es eine sogenannte Paid Link Penalty gibt, letztlich wollen User ja auch wirklich starken Seiten finden und nicht nur gefaked „stark verlinkte“. Und letztlich wird guter Inhalt von ganz alleine verlinkt und Domains die Backlinks verkaufen sind schnell bekannt…

    Pro Paid Link Penalty! Greetz

  7. Mich nerven schon Blogs, welche auf Portalen wie Bloggerjobs & Co Artikelaufträge anbieten, wo sich immer die gleichen Linkkäufer tummeln.

    Wenn ich dann drei Artikel über Firma X, Y und Z sehe, wird mir alles klar. Google sollte da genauso hellhörig werden.

  8. Panikmache ist das auf keinen Fall. Gerade Links mit hohen PR wurden häufig und richtig als Paid Links erkannt, wobei nicht nur Blogs sondern auch normale Seiten betroffen sind, die ihre Links in irgendwelchen Linkbörsen anbieten.

  9. Es hieß auch mal das Google allen eine Penalty verhängt die Scrapebox blasts machen. Ich warte bis heute auf diese Penalty da mein Konkurrent seit 1. Jahr fröhlich auf der #1 rankt – mit 20.000 (z.T. pxrn) Blog Kommentaren :)

    Hoffen wir mal das es dieses mal den Leuten an den Kragen geht.

  10. @Sven:
    „Die Paid Links wurden daraufhin entfernt und ein neuer Antrag bei Google gestellt. [….] Diesen Linkaufbau hat er selber betrieben. “

    –> Als ob es Google dabei nur um Paid-Links ginge – Linktausch ist genauso gegen die Richtlinien, das scheinen manche zu vergessen ;)

    Insofern dürfte wohl kein einziger SEO zu 100% Google-konformen Linkaufbau betreiben, den gibt es in meinen Augen schlichtweg nicht.

    Es sei denn, man lebt ausschließlich von Linkbaits – der SEO, der das (gerade in den hart umkämpften Bereichen) schafft, möge sich bei mir melden, damit ich vor ihm auf die Knie fallen und ihm huldigen kann!

  11. Im Grunde ist es doch dasselbe wie eh und je. Wenn man darauf acht gibt, wo und wie man an seine Link kommt und nicht immer versucht irgendwo billig Links zu kaufen hat man am Ende mehr davon. Immer wieder wurde das von Google und auch vielen hier schon in verschiedenen Beiträgen geprädigt. Man muss eben aufpassen und sauber arbeiten. :-)
    Zukünftig könnte ich mir aber vorstellen, dass einige Betreiber eines Netzwerkes sicherlich mehr darauf achten wie sie es aufbauen.

  12. Ob es aktuell Panikmache ist kann man so pauschal nicht beantworten. Keine Frage es wurden einige abgestraft. Ich denke nur, dass man hier ganz analytisch das Verhältnis der

    „abgestrafeten Websites“ / „müssten abgestraft werden wurden es aber nicht Websites“

    betrachten sollte.
    Die Anzahl der potentiell gefährdeten Domains ist bestimmt sehr hoch. Wenn alle die die abgestraft werden müssten auch wirklich abgestraft worden wären dann hätten wir das gespürt und gehört.

    Was uns aber nachdenklich machen sollte, ist die Tatsache, dass Google das Manöver als einen Warnschuss geplant haben könnte. Das denke ich ist eher der Fall.

    Suma Sumarum kann man also sagen, nein die Bombe ist noch nicht geplatzt. Wann Sie aber platzen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Also keine Panik machen aber auf der Hut sein.

    Gibt es eigentlich außer Linkbaiting noch eine Möglichkeit Google konformes Linkbuilding zu betreiben?

    @eisy,
    respekt, mit einem call to action beitrag wieder gut leute ins boot geholt.

  13. We feed the machine and the machine feed us!

    Darüber sollte man mal nachdenken bei dem Thema mit Google, anstatt immer wieder davon anzufangen ob das was Google da macht nun gut oder schlecht ist. Letztendlich sind alle mit daran schuld das Google das macht, was Google eben macht.

  14. Netter Beitrag eisy.
    Ich bin froh, keine paid Links zu haben :)
    Und ich muss hier einigen Vorrednern recht geben, es gibt kein 100%iges White Hat SEO. Denn Anfragen beim Webmaster bzgl. Linktausch sind gegen googles Webmaster Richtlinien. Linkwheels, Linkpyramiden, etc. sind auch nicht zu 100% white Hat, auch wenn die Artikel gute Qualität und Mehrwert bieten.

    Die Frage ist, ob Blogkommentare auch 100%ig White Hat sind und nicht gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen? Schließlich setzt man selbst einen Link zu seiner Seite, auch wenn nicht immer mit dem Anchortext. Von Profillinks ganz abzusehen.

  15. Ich glaube dass es bei Google auch nicht nur Panik mache ist, denn wie man derzeit in vielen Foren lesen kann, scheinen viele sich über Rankingeinbrüche zu beklagen. Auch einige große Linknetzwerke sind schon aus dem Index geflogen. Ich denke hier wird Google in nächster Zeit noch mehr auffliegen lassen, denn die Algorythmen werden immer besser.

  16. … und nun kann jeder für einen Betrag X jede beliebige Seite abschießen?
    Also muss ich nur in einem dieser Netzwerke ein paar Links kaufen oder mieten und schon gehen die Rankings in den Keller! Und der Betreiber kann gar nichts dagegen machen, weil er die Links vielleicht gar nicht kennt. (siehe auch das mit dem Holzspielzeug)

    Und wie Reh schon sagte „Linktausch ist genauso gegen die Richtlinien“.
    Welche kommerzielle Website bleibt dann noch im Index?
    Jeder aktive Linkaufbau wäre zu monieren.

    Wer setzt schon freiwillig, also ohne Gegenleistung, einen Link in seinem Blog auf Blasenschwäche?

    • Ich denke man muss hier stark differenzieren was es für Linkquellen sind. Ganz ehrlich, die Blogs aus den „kommerziellen“ Netzwerken bei denen eigentlich jeder einkaufen kann, sind halt einfach schlecht. Wenn man einen Link mit vernünftigen Seiten tauscht oder auch einen kauft, aber Quelle und Ziel sind gute Seiten die dem Leser Mehrwert liefern, dann sagt eigentlich auch Google nichts. Google muss ja auch zusehen das sie gute Ergebnisse liefern. Wenn ein qualitativ angemessener Deal dazu beiträgt ist das sicher nur positiv und wird „übersehen“.

      Wenn die „Blasenschwäche“ keine Links aus massenweise Blogs bekommt, dann aber aus guten Gesundheitsmagazinen, von Ärzte-Quellen, Gesundheitsblogs etc. und das funktioniert wenn der Inhalt stimmt. Ja, auch im Jahr 2012!

    • „Welche kommerzielle Website bleibt dann noch im Index“
      Ja wird sich zeigen. Ich vermute, die großen Brands bei den Money-Keys können wie immer eh fast alles machen, was sie wollen, da drückt Google schon 1 bis 5 Augen zu ;)

      „und nun kann jeder für einen Betrag X jede beliebige Seite abschießen?“
      Genau den Gedanken hab ich mir auch gemacht. Und was ist mit den Seiten, die einfach nur gern als Cocitations in Kauf-/Tauschtexten verwendet werden und nix dafür können, dass sie dort gelandet sind? Das sind zwar oft die großen Brand, denen das nichts ausmachen dürfte, aber manchmal eben auch welche, die keinen feuerfesten Anzug haben…

      Alles in allem eine spannende Angelegenheit, bei der es vermutlich nicht nur verdiente Verlierer gibt.

      • Das sich große Brands nicht auf einen Bonus nicht verlassen können zeigt das BMW Beispiel -> http://www.golem.de/0602/43155.html

        2006 ist zwar schon nen paar Jahre her, aber wenn Google wirklich aufräumen will, werden die auch mindestens ein Exempel statuieren ;-)

        Zudem gibt es viele kommerzielle Websites die sauber arbeiten: Es gibt die Firmen die werden von Fachhochschulen und Behörden angerufen und gefragt ob sie verlinkt werden dürfen :-P

  17. Nja wer hier noch an Panikmache denk ist selber Schuld oder hat einfach keine Ahnung. Es gibt wie du schon schreibst einfach zuviel Seiten die in letzter Zeit abgerauscht sind und es werden sicher noch ein paa mehr werden.
    Mal gespannt wie sich das ganze weiter entwickelt. Hoffe nur das es nicht die falschen erwischt, also Leute die wirklich keinen Linkkauf bertrieben haben und sozusagen ein sauberes Backlink Profil haben ;)

  18. Was ist eigentlich Linkkauf? Sind damit Startseitenlinks von Seiten mit PR gemeint, die ich in über entsprechende Kaufbörsen bekomme und die die Blogs automatisch einbinden.

    Oder ist das im Prinzip schon jeder Blogger der über meinen Shop und meine Produkte für 10 Euro nen Artikel schreibt?

    Dann müsst ich ja auch Webkataloge und Artikelverzeichnisse meiden. Vor allem wenn sie noch Geld verlangen.

    @Reh – „Cocitations in Kauf-/Tauschtexten “ also auf wiedersehen Wikipedia und alle anderen Trustlinks;-)

  19. Nebelkerzen und Panikmache hin oder her – der Einwand von Stefan („We feed the machine and the machine feed us!“) trifft es meiner Meinung nach sehr gut…

    Google verschickt (wie Frank so schön sagt) blaue Briefe und einige „SEOs“ schreien aufgrund von Analysen oder auch wegen eigenen Projekten auf und rufen auf Ihren Blogs, bei Facebook und Twitter dazu auf alle (!) Links zu melden.

    Sorry, aber was für ein Blödsinn!? Eisy hat mit einem seiner letzten Beiträge, in welchem er zum Melden der Paid-Links aufgerufen hat eine der größten Panikmachen seit „Bloggergate“ heraufbeschworen. Warum? Ein Großteil der Hobby-SEOs und Self-made-SEO-Firmen lesen eisys Blog wegen der (in der Regel) guten und fundierten Artikel. Wenn Eisy sagt: „Schickt die alle Paid-Links inkl. Preisen, Namen, Mail Adressen & Schuhgrößen er Linkverkäufer an Google, denn so ist die Chance groß das Ihr wieder bei Google rankt!“ – dann tun diese Leute es auch weil Sie eben nicht über die Erfahrung oder den kompletten Background verfügen.

    Durch unterschiedliche Artikel und Facebook Posts zu dem Thema (sei es nun von Eisy oder wem auch immer aus der Scene), haben sich einige Kandidaten nicht nur großen Unmut von Firmen und SEOs auf sich gezogen. Schlimmer noch: SEO-Kunden kündigen Verträge, weil die Agentur doch da mal etwas von „Linkkauf“ gesagt hatte und vereinzelte Hobby-SEOs schmieren sich und Ihre Seiten gegenseitig an, da hier und da sicherlich ebenfalls Links gekauft wurden.

    Der kleine Stein den Google mit seinen Meldungen in den Webmaster-Tools losgetreten hat, wurde durch Eisy und andere SEO-Blogger – zumindest in der deutschen Szene – zu einer Lawine die zum einen nicht mehr zu stoppen ist, zum anderen auch noch sehr viel weiter reichen wird als dies am Anfang wahrscheinlich gedacht war.

    Bitte tut euch selbst den Gefallen und denkt nach bevor Ihr andere – vielleicht unwissendere als Ihr selbst – zu bestimmten Aktionen animiert, von denen Sie sich nicht über die Auswirkungen im klaren sein können.

    • Beruhigten zu sehen, zumindest etwas, das es noch Menschen gibt die selbst nachdenken nicht als schmerzhaft empfinden. Danke!

    • Leider kann man nicht in jedem Beitrag immer empfindlich darauf achten wer die Beiträge jetzt liest. Bei diesem Thema ist insgesamt schon so extrem viel Zensur im Spiel (keine großen Opferlisten, keine internen Kommunikationsverläufe, keine Netzwerke, keine Netzwerkbetreiber-Namen etc.) das es fast schwer fällt überhaupt darüber zu berichten. Ehrlich, ich finde persönlich finde es wirklich schwer, dieses Thema öffentlich zu „verarbeiten“ ohne jemanden dabei auf die Füße zu treten und zudem auch noch ohne jemanden in falsche Richtungen zu schicken.

      Aber wenn Kunden jetzt Verträge kündigen, dann haben sie vielleicht von Anbeginn nicht über die Strategie nachgedacht. Ich habe auch Leute und Seiten im Rücken, bei denen es seit diversen Vorkommen nicht rosig aussieht und bin dankbar dafür, wenn Leute nicht kündigen. Dennoch sind hier alle Beteiligten in der Verantwortung und wer erst jetzt die Augen öffnet, ist sicher noch nicht zu spät dran.

      Deinen Kommentar, Dennis, verstehe ich in Hinsicht auf die Konsequenzen komplett. Ich verstehe auch den einen oder anderen Beitrag anderer Personen, aber weiß auch, wer auf der anderen Seite steht und seine Dienstleistung (Netzwerke) schützen möchte. Verstehst Du, auch hier muss man Meinungen nämlich differenzieren und das manch Netzwerkbetreiber das ganze Geschehen anders Beurteilt ist logisch.

      Energiekonzerne beurteilen Benzinpreiserhöhungen auch anders als die Autofahrer. ;)

  20. „Es ist mir leider nicht gestattet alle Kommentare freizuschalten, da insbesondere solche, die behaupten es gäbe keine „Paid Link Penalty“ nicht unterhalb einer solchen Diskussion stehen müssen.“

    Ich finde es sehr schade, dass man sogar in einem Webmaster/SEO/Affi-Blog auf Linie sein muss in den Kommentaren. Wenn ich zensiert werden will, dann kann auch gleich auf den linken gleichgeschalteten Medien einen Kommentar schreiben. Bei Leuten wie mich, die für absolute Meinungsfreiheit kämpfenm, macht man sich damit nicht beliebt. Ich werde diesen Blog wohl nicht mehr besuchen, oder zumindest ganz sicher keinen Kommentare schreiben. VIel Spaß beim gleichgeschalteten Diskutieren mit Gesinnungsgenossen.

    • Schade, komplett falsch verstanden.

      Wenn es darum geht, dass Seiten eine Paid Link Penalty haben und in den WMT bereits mit Google eine Konversation darüber geführt wird, dann sind Kommentare wie „Es gibt keine Paid Link Penalty“ nicht sonderlich weiterführend. Und wenn die Leute solche Kommentare immer wieder schreiben, zeigt es mir das sie den Beitrag nicht gelesen haben. Und warum sollte ich diese freigeben, fast immer sogar mit einem Link zu einer SEO oder Affiliate-Seite? Ganz ehrlich. Das ansonsten Kommentare mit Kontra frei sind, sieht man wohl in dem anderen Beitrag sehr gut.

      Zensur und das löschen bzw. nicht Freigeben von Kommentaren die augenscheinlich für Links sind oder daraus resultieren das man nicht den Beitrag gelesen hat, sind meiner Ansicht nach zwei komplett verschiedene Aspekte. ;)

      • Naja, gut, okay. Bei Verdacht auf Zensur und auf Linie-Sein-Müssen klingeln bei mir halt recht schnell die freiheitlichen Alarmglocken. Ob es so einen Penalty gibt kann ich nicht sagen, deswegen habe ich in dem 100+ Kommentare Thread auch nichts geschrieben. Wenn es Leute gibt, die deswegen schon Nachrichten in den WMT bekommen haben, dann wird es wohl sowas geben. Ich werde wohl doch dem Blog hier treu bleiben. Ist ehrlich gesagt der einzige den ich gezielt ansteure.

      • Danke Rainer, Kommentare wie der von Dir sind wichtig. Denn auch als Blogger sieht man Stolpersteine und Verständnisfragen nicht immer eindeutig. Deine Reaktion zeigte ja sehr gut, dass ich mich viel zu lückenhaft ausgedrückt habe.

        Dein „direktes ansteuern“ von eisy.eu freut mich natürlich sehr. Danke. :)

  21. Schlauer Schachzug von Google Eisy als Sprachrohr in die deutsche SEO-Szene zu engagieren.
    Nur schade, dass sie ihm nicht „gestatten“ kritische Kommentare freizuschalten ;-)

  22. Letztendlich können rein technisch/logisch gesehen nicht alle Seiten in ihrem Ranking fallen.
    Irgendwas muss ja auf der ersten Suchergebnisseite angezeigt werden.
    Es sei denn, Google beginnt künftig die Nummerierung mit „2“ an.

    Es könnte natürlich sein, dass Google kein Interesse hat, dass Affiliate-Seiten, die dann doch nur zum Merchant verlinken, zu ranken. Vielleicht ist es besser nur noch Brands und Informationsseiten zu ranken.

    Und natürlich ein Mega-Affiliate namens Google-Shop.com, auch erreichbar unter Google-all.com.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  23. Ich glaube der sicherste Schutz ist einfach keine Links zu kaufen bzw. verkaufen. Somit bietet man Google eigentlich relativ wenig an Angriffsfläche. Links händisch zu generieren ist den meisten aber zu mühsam und zeitaufwendig. Und viele wollen einfach zu schnell zu hoch hinaus.

  24. Am ende entscheidet der geneigte Leser ob er eine Site nochmals besucht oder nicht, mit schlechten Inhalten hat man generel Nachteile, ob Google nun Lute abstrafen soll, es ist klar das durch Linkkaud eine Wettbewerbverzerrung entsteht und unsere kostbare zeit geht draf beim Durchstübern sinnloser Seiten…..

  25. rofl

    als ob die top player bei den money keys sich von sowas angst machen ließen… kein linkkauf = kein erfolg … punkt.

  26. Anfänglich wollt ich eigentlich gar nichts schreiben, statt dessen nur anlesen.
    Nachdem ich jedoch alle Beiträge durchgelesen habe, fällt mir da doch der ein oder andere Satz ein.

    Panda hat mir überhaupt nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil.
    Die letzten 52 Änderungen (seit ca. 18 Mai) jedoch, diese haben mir gut 100 Besucher am Tag gekostet und daran Forsche ich noch.

    Als Hobby SEO’ler (boh wie fürchterlich, so habe ich mich ja noch nie öffentlich genannt – geschweige denn, dass ich mich so fühle) kann ich nur folgendes sagen:

    1. Ich betreibe schon SEO (fürchterliche Buchstaben Zusammensetzung), da gab es die drei Buchstaben noch gar nicht.

    2. Wer sich mit Link-Aufbau, black List and white List beschäftigt und sich SEO’ler nennt = Kopfschüttel.
    Die Kunden auf die ersten Seiten von Google zu bringen geht auch anders.

    3. Egal ob Statische Seiten, CMS oder ein Blog – das Design darf gerne jemand anderes machen – ich brauche nur den Quelltext und ausreichend guten Content und schon klappt es auch mit der ersten oder zweiten Seite bei meinem Freund Google.

    Fazit:
    Links kaufen ist doch nun wirklich das aller letzte. Wahllos Links setzen auch. Einfach nur ein paar Regeln einhalten und Möglichkeiten (u.a. Titel, Description, URL) nutzen und dann klappt’s langfristig mit unserem Freund.

    Gruß Frank

  27. ich denke hier spielt google ein übles spiel. auf der einen seite sammeln und horten sie daten, kümmern sich einen feuchten dreck um deutsche gesetze ( streetview ), schaffen sich ihren eigenen rechtsfreien raum (überbewertung von google+ im gegensatz zu facebook und co) und meinen anderswo den saubermann spielen zu wollen – ich finde das hat ein „gschmäckle“

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