SEO Portal

From Noob to Affiliate – Teil 4 – Wie werde ich mit Affiliate-Marketing in 4 Wochen reich?

From-Noob-to-Affiliate-Teil4Erstmal ein Sorry, denn eigentlich war dieser Teiler der Artikelserie schon für letzte Woche vorgesehen. Leider hatte ich letzte Woche ein paar Hindernisse zu bewältigen, die mir die Zeit zum Schreiben genommen haben. Aber jetzt gehts mit Teil 4 der Serie weiter. Bisher ging es mit der Frage, was Affiliate-Marketing eigentlich ist, was es mit den Netzwerken auf sich hat und wie die Vergütungsmodelle aussehen um die absoluten Basics, die notwendig sind um alles weitere zu verstehen. An dieser Stelle ein Danke zwischendurch für das durchweg positive Feedback zu der Idee und den bisherigen Teilen. Das freut mich sehr und ich hoffe, die weiteren Teile sprechen euch genauso an, womit wir auch schon beim nächsten Thema wären.

Die Überschrift und der Unterpunkt „20000€ in 4 Wochen“ hat viele neugierig gemacht. Nun gab es grob gesagt 3 Eindrücke, die die Kommentare bei mir hinterliesen.

  1. Es gab Leute, bei denen die Euro-Zeichen in den Augen angefangen haben wild zu blinken.
  2. Es gab Leute, die einfach ein Fragezeichen über dem Kopf hatten: „Was er will er uns damit nur sagen“
  3. Und es gab Leute, die wusste auf was ich hinaus möchte

Nun hoffe ich natürlich das ich keinen der 3 Gruppen wirklich enttäusche 😛 Fangen wir einfach mal an.

Dieser Teil der Serie soll letztendlich ein paar Dinge klar machen, die wichtig sind, bevor man sich näher mit der Materie beschäftigt oder gar schon loslegt. Ich habe den Teil also bewusst schon jetzt im Programm und nicht erst am Schluss.

„20000 Euro in 4 Wochen“

Eine Menge Geld – eine kurze Zeit. Aber, es gibt immer wieder solche Versprechen und ich finde es verdammt widerlich! Im Ernst – Bauernfängerei sagt man doch so schön. Oder schlichtweg Verarsche und Abzocke. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass man keine 20000€ monatlich mit Affiliate-Marketing verdienen kann, ganz und gar nicht. Ich bin mir sicher, dass das geht und das es ein paar (wenige) gibt, die auf diesem Level arbeiten. Aber Eines sollte unbedingt in allen allen Köpfen da draußen platz finden, die ernsthaft vor haben, durch Affiliate-Marketing oder überhaupt über das Internet ihre Brötchen zu verdienen:

Affiliate-Marketing ist harte Arbeit – Man kann gut verdienen, man kann aber auch verlieren und versagen! Und 20000€ in 4 Wochen zu verdienen – am Anfang – Leute das funktioniert nicht mal eben, nebenbei!!!

Wie gesagt, dass man irgendwann gut, sehr gut oder in manchen Fällen vielleicht auch 20000€ monatlich verdient – Das möchte ich gar nicht abstreiten. Aber schlagt euch den Gedanken aus dem Kopf in 4 Wochen in die Karibik zu flüchten und von passivem Einkommen, Luft und etwas Liebe leben zu können.

Warum gibt es aber immer wieder „Internet-Marketer“, die genau das erzählen und damit werben. Das ist ein ganz simples Prinzip:

Menschen mit einem konkretem Problem + die „passende“ Lösung = BlingBling

Das und nur das ist der Grund für solch reißerische Überschriften! Und es funktioniert täglich aufs Neue – Leider…

Über Angebot, Nachfrage und Hintergründe

Die Angebote zum Thema „Geld verdienen im Internet“ sind sehr vielseitig. Es geht bei 200€ täglich los und hört bei 20000€ monatlich nicht auf. Das Ganze natürlich ab sofort, passiv und ohne Probleme. Einfach Trick 17 anwenden und der Rubel rollt. Trick 17 ist eigentlich Trick 1 und ist gar kein Trick. Ok, ich will auch gar nicht weiter darauf herumreiten, ich denke ihr wisst, von welchen Angeboten ich spreche. Nur zur Absicherung gegen bestimmte Kommentar: „Nein, nicht alle Angebote sind Mist“. Ok sollte reichen.

Warum funktioniert das eigentlich so gut?

Es funktioniert schon lange, es funktioniert immer noch und ich befürchte, es wird auch weiterhin funktionieren. Sicher spricht es sich laaangsam rum, dass das meiste davon Mist ist. Aber mit dem Artikel gehe ich lieber auf Nummer sicher und verlasse mich nicht darauf 😉

Problemstellung + Lösung = Bling Bling. Das also die goldene Formel der „Internet-Marketer“. Die Problemstellung ist schnell gefunden – Kein Geld. Das Ziel sind also die Menschen zu erreichen, die aus verschiedenen Gründen nach einer Einkommens-Möglichkeit suchen:

  • Da wären die naiven Leute, die Faul sind und den Traum von schnellem Reichtum ohne Aufwand haben.
  • Dann gibt es auch Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Umstände keine Chance mehr bekommen und irgendwann aus Verzweiflung anbeißen.
  • Dann gibt es noch die Menschen, die arbeitslos sind, und dies als letzte Chance sehen. (Oder eben faule Arbeitslose, die das Wort passiv so anmacht – s.o.)
  • Und dann gibt es noch Menschen, die einfach mehr erreichen wollen und diese erst mal als Chance sehen, die man evtl. verpassen könnte.

Das sind sicherlich nicht alle, aber ich denke der Hauptteil der Leute, die auf oben erwähnte Angebote eingehen. Alle gehören zu einer von 2 Gruppen:

  1. Die faule und/oder naive Gruppe
  2. Die Gruppe mit schwierigem Hintergrund, die meist schlichtweg verzweifelt ist und eine Chance sucht sich wieder ein Leben aufzubauen.

Und genau diese Menschen werden mit solchen Versprechungen, mit Screenshots des Kontostandes, mit Bildern von tollen Autos, Häuser und Stränden geködert. Und dar diese Menschen eben naiv oder verzweifelt sind, sind sie leichter zu beeinflussen und die Hemmschwelle, ein derartiges Angebot anzunehmen ist dementsprechend klein.

Problem + Lösung = BlingBling – für den der hinter dem Angebot steckt.

Ich sehe gerade, dass ich schon bei über 800 Wörtern bin und denke, dass hoffentlich alle, die diesen Artikel lesen wissen wie das Prinzip funktioniert. Kommen wir noch zu ein paar Punkten, die nicht für Affiliate-Marketing stehen.

Was Affiliate-Marketing nicht ist

Gilt eigentlich wie der Rest des Artikel nicht nur für Affiliate-Marketing, sondern allgemein für das Geld verdienen im Netz!

  • Affiliate-Marketing ist kein Selbstläufer!
  • Mit Affiliate-Marketing wird man nicht von heute auf morgen reich!
  • Affiliate-Marketing ist keine Angelegenheit für die man nicht arbeiten muss!
  • Affiliate-Marketing ist nicht risikolos!
  • Affiliate-Marketing ist nicht einfach!
  • Den Durchbruch mit Affiliate-Marketing schafft nicht jeder!
  • Affiliate-Marketing ist (wie alles) nicht nur und nicht immer schön!
  • Beim Affiliate-Marketing braucht man nicht nur eine Website und einen Partnerlink!
  • Auch beim Affiliate-Marketing kommen die Besucher nicht von selbst!
  • Auch im Affiliate-Marketing muss man Interessenten zu Kunden machen!
  • Beim Affiliate-Marketing kommt es nicht nur auf einen selbst an!
  • Affiliate-Marketing funktioniert nicht, wenn man kein Interesse am Thema und den Themen drum herum hat!

Fazit

Affiliate-Marketing ist Arbeit. Fast jeder der euch verspricht in sehr kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen geht davon aus, dass ihr zu oben genannten Gruppen gehört. Ich verfolge die Arbeit von den Marketern hinter diesen Angeboten schon recht lange und noch bis heute. Und vor ein paar Wochen haben manche selbst gemerkt, dass es so nicht mehr lang funktionieren wird und versuchen jetzt um zudenken. Ich möchte aber auch nochmals klarstellen, dass ich hier nicht alle in einen Topf werfen, denn das sollte man nie machen und wäre auch nicht gerecht von mir. Je nach Anspruch des Kunden, bekommt man beim ein oder anderen trotzdem gute Informationen, aber das ist eben nicht gerade häufig der Fall.

Ich hoffe, gerade die unter euch, die gerade erst anfangen sich mit dem Thema zu beschäftigen, fanden diesen Teil aufschlussreich. Und an die alten Hasen: Sorry das es für euch hier nichts Neues zu holen gibt 😛

Im nächsten Teil geht es dann darum aufzuzeigen, dass es nicht nur Affiliate-Netzwerke gibt, sondern viele Unternehmen auch eigene, sogenannte Inhouse-Affiliate-Programme haben, die nicht zwingend auch in den Netzwerken zu finden sind.

From Noob to Affiliate:

Vorwort
Teil 1 – Was ist Affiliate-Marketing
Teil 2 – Die Affiliate-Netzwerke
Teil 3 – Die Vergütungsmodelle
Teil 5 – Inhouse-Partnerprogramme
Teil 6a – Was sind Nischen und wie finde ich Ideen
Teil 6b – Nischen finden
Teil 6c – Konkurrenz-Analyse kompakt
Teil 7 – Einsatzmöglichkeiten

Du möchtest aktuelle Informationen rund um Online-Marketing? Jetzt kostenlos eintragen.
Über Bohn 25 Artikel
Dieser Beitrag wurde von Bohn verfasst. Er bloggt unter anderem auf bohncore.de zu den Themen Webwork, Bloggen, WordPress, Social-Media, Internet und Design. Auch bei Twitter ist Bohn (@bohncore) aktiv.

20 Kommentare zu From Noob to Affiliate – Teil 4 – Wie werde ich mit Affiliate-Marketing in 4 Wochen reich?

  1. Schön geschrieben Herr Eisy 🙂

    ich hoffe das sich sehr viele Leute diesen Artikel durchlesen werden und vor allem zu Herzen nehmen. Und ich würde diesen Artikel am liebsten auch auf Ausgezahlt.de posten 🙂 (falls du nix dagegen hast schreib mal eine FB Nachricht)

    Es muss endlich mal aufhören das einige Leute denken das man im Internet legal schnell reich
    werden kann und das alle Internetler eh fast nix machen und nur kassieren.

    Viele Grüße
    Jens

  2. Hallo eisy,

    super Artikel, vielen Dank!

    So was ähnliches hatte ich neulich auch auf meinem Blog geschrieben und behandele ich auch gerade in meinem E-Mail-Newsletter 😉

    Schön, dass das an immer mehr Stellen immer deutlicher gesagt wird 🙂

    Liebe Grüße
    Gordon

  3. Haha, es ist so geil wie einfach jeder die Autorenbox mal eben komplett ignoriert ^^

    @OnTopic
    Hab schon geahnt, dass es auf sowas hinausläuft. Trotzdem gut geschrieben 😉 Freu mich auf den nächsten Teil.

  4. Schön geschrieben und alles vollkommen richtig. Das Problem wird nur sein, dass die Leute, die mit Affiliate anfangen erst auf solchen Blogs hier lesen, nachdem sie schon mindestens eins dieser tollen eBooks gekauft haben und merken, dass es eben nicht so läuft.

    Wenn man sich dann selbst etwas intensiver mit der Materie beschäftigt hat, merkt man schnell, dass es eben nicht so einfach geht. „Klingt zu gut um wahr zu sein“ trifft eben (wie fast immer) auch in diesem Bereich zu.

    Aber das ist dann halt das Lehrgeld, was jeder zahlen muss. Deshalb wird es aber auch immer solche eBooks geben und die „Autoren“ werden immer ihr Geld verdienen.

  5. Hallo Ralf,

    Glückwunsch zu diesen wirklich sehr gelungenen Artikel! Ich kann diese 4 Beiträge jedem Einsteiger in die Thematik sehr empfehlen 🙂

    Viele Grüße,

    Karl

  6. Sehr schön. Toller Beitrag.
    Somit habe ich mal wieder eine leise Hoffnung, dass die Leute in Zukunft nicht darauf hereinfallen.
    Aber wahrscheinlich wird sich daran nichts ändern und die Interessenten geben weiterhin horrente Beträge für eBooks mit dem angesprochenenen aber sagenhaften Trick 17 aus…

  7. Naja, läuft es mal nicht, wird halt Trick 17 mit Trick 18 verbunden und stellt die neue Geheimwaffe dar 😛

    Wie gesagt, die Inhalte sind nicht mal immer schlecht, teilweise sogar gut, werden aber falsch verpackt verkauft. Leider…Freut mich aber dass dir der Artikel gefällt. Der war ja auch täuschend verpackt 😀

  8. Mir gefällt besonders die Gruppeneinteilung der potenziellen „Opfer“. Mein Mitgefühl gehört jenen, die schlichtweg verzweifelt sind, keine Chance mehr auf ein Einkommen sehen und schon nicht mehr wissen, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen, quasi nur mehr die Wahl zwischen Pest und Cholera haben.
    Leider merke ich auch immer wieder, wie oberflächlich Menschen bei der Recherche im Internet vorgehen und es ist wohl so: je angespannter ihre persönliche Lage bereits ist, umso desorientierter sind sie wohl auch im Internet unterwegs und nehmen nur mehr sehr selektiv auf.

  9. @Regina, genau das ist ja das Problem. Nicht nur dass es eine Zielgruppe gibt die ein Problem hat, nämlich die finazielle Ausgangsposition. Sondern die Lösung ist auch noch dringend!

  10. Das lustige bei den meisten Trommlern ist, dass sie null Referenzen haben. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und einen „sehr erfolgreichen“ Vermarkter nach seinen Referenzen gefragt. Was dabei rauskam, könnt ihr euch denken – ich habe natürlich keine Antwort erhalten. Wie denn auch, es gab ja schließlich nichts vorzuweisen.

    Gruß Mario

  11. In Zeiten von Cashback und Postview sollte man mit Versprechungen vorsichtig sein, denke ich. Für den ordentlichen und ehrlichen Affiliate, der über SEO oder guten Content an User kommt und dann Produkte verkauft, werden die Zeiten sicher nicht besser. Wann immer möglich, würde ich übrigens Amazon bewerben. Die machen bei den ganzen „unseriösen“ Spielchen nicht mit und so wird einem keine Provi geklaut.

  12. Moin moin,

    wie immer, guter Artikel, soviel vorab 😉

    Eine wichtige und nicht zu unterschätzende „Zielgruppe“ sind komischerweise auch…Studenten…und eben aus dem Wirtschaftsbereich,man sollte es nicht glauben, es ist aber tatsächlich so, woher ich das weiß, hmmm, nun, das verrate ich mal nicht 🙂
    Mal aber etwas anderes, ich lese hier doch recht viele Skrupel in den Kommentaren heraus, sowas muß man sich abgewöhnen, es geht in erster Linie doch ums Geld verdienen, und der Kunde der in der Regel das meiste Geld ausgibt, ist der der wenig hat, und warum ? ganz einfach, er ist in der Überzahl, das ist zwar traurig aber wahr.
    Man merke, ein guter Verkäufer verkauft Kühlschränke an Eskimos und Streusand in der Wüste.
    Es geht nicht um soziale Verhältnisse des Kunden ( es wäre schön wenn man sich den Luxus leisten könnte) sondern um den Kontostand am Monatsende.
    Die Methoden, naja, da muß man schauen wie weit man gehen will oder kann.

    Aber Erfolg kommt von nicht von ungefähr, und sehr selten von der Auswahl der Kunden, oder deren Brieftaschen- Verhältnis 😉

    Grüße Ralle

  13. Sehr sehr guter Artikel,

    endlich sagt es mal einer mit den Ebooks!
    Man kann Leute locken und man kann Sie lenken,
    die Ebook verkäufer locken und lenken einen danach oft in
    die falsche Richtung.

    Super Beitrag von euch. (Obowohl mir das bekannt ist)

  14. Ein freundliches Halli Hallo,

    prima, ein Artikel, der es auf den Punkt bringt und mal die Tatsachen nennt. Trotzdem kaufe ich hin und wieder diese Produkte, da der eine oder andere mir unbekannte Tipp dabei ist. Da aber diese Produkte auch immer teurer werden und sich mittlerweile teilweise schon weit im 3stelligen Bereich befinden, wird das aber auch immer weniger.

    Ich freue mich über diese Serie und danke recht herzlich.

    MFG Bert

2 Trackbacks & Pingbacks

  1. Besucherzahlen & Einnahmen: Februar 2011 | Torben Leuschner - Webentwicklung & Online-Marketing
  2. Affiliate Marketing: Reichtum kommt nicht von heute auf morgen « AdClicks-Agent.de

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*