Wenn eine Software wie der Internet Explorer dafür bekannt ist, das es die meistgenutzte Software zum Surfen im Internet ist, dann sollte man sich um eben dieses Herzstück – den Microsoft Browser Internet Explorer – auch entsprechend kümmern. Doch da kann sich Microsoft von den Konkurrenten Firefox und Chrome noch eine große Scheibe abschneiden. Sicherheitsexperten fordern eine verbesserte Update-Strategie für den Internet Explorer von Microsoft, und zwar unabhängig vom Betriebssystem.
Wolfgang Kandek ist CTO beim Sicherheitsdienstleister Qualys. Er erklärt gegenüber dem Magazin Computerworld, das Microsoft für den Internet Browser einen eigenen Patchzyklus planen müsste, mit dem man den Internet Explorer auch unabhängig vom Windowssystem mit Updates versorgt. „Der Browser ist die meistgenutzte Anwendung, die mit dem Internet interagiert“ somit auch die wahrscheinlichste Quelle für bösartige Absichten und Inhalte. Schwachstellen im Internet Explorer „sollten höchste Priorität bekommen und als erstes gepatcht werden“, so Kandek. Kandek beruft sich auf Untersuchungen von Qualys und laut diesen, werden Sicherheitslücken im Internet Explorer nicht häufiger geschlossen als Lücken die sich auch in anderen Anwendungen von Microsoft befinden.
Beim Patchday bringen die Redmonder zwar viele Updates, aber sind es meist Updates für Microsoft-Programme, Betriebssystem und den Browser. Separate Updates für den Internet Explorer scheint es nicht zu geben bzw. werden solche Patches nur sehr selten schon vorher über die Software gezogen. Kandek ist sich sicher das Microsoft eine bessere Update-Performance erreichen könnte, wenn der Konzern endlich den Internet Explorer von Windows trennen würde und diesen Browser als eigenständiges Produkt anbieten würde. So würde man es auch vernünftig und eigenständig mit Updates versorgen können.
Wer weiß wie lange Nutzer mit einer IE-Sicherheitslücke im Internet unterwegs sind, nur weil fertige Updates bis zum nächsten Patchday in der Schublade verschlossen bleiben, statt direkt in den Umlauf gebracht zu werden. Chrome und Firefox haben eine der besten Lösungen. Nutzer bekommen bei einem neuen Update direkt eine Meldung auf dem Bildschirm angezeigt. Hier hat man dann die Möglichkeit das Update direkt zu starten. Als Alternative kann man den Browser auch automatisch aktualisieren lassen.








