Es macht die Runde: Das Handelsblatt hat einen Artikel darüber veröffentlicht, dass die nutzergesteuerte Nachrichtenseite „Digg.com“ bald einen Ableger in Deutschland starten will. Bis es soweit ist, sollen allerdings noch 12 bis 24 Monate vergehen. Lange Zeit, denn innerhalb von solchen Zeiträumen sind im Internet schon so manche Dienste verschwunden. Es gibt nur zwei deutsche Dienste die momentan etwas aufpassen müssen. Namentlich sind dies Yigg und Webnews. Wegen dem Namen „Yigg“ stempelt man die deutsche Web 2.0 Plattform auch gerne als Kopie von „Digg.com“ ab. Natürlich funktionieren bei Yigg, Webnews und Digg die Systeme ähnlich, jedoch keinesfalls gleich.
Die Seite „Digg.com“ hat derzeit 25 Millionen Besucher im Monat. Was aber sagt diese Anzahl schon aus? 25 Millionen? Solche Zahlen können unmöglich sprachübergreifend vom englischen Raum mit dem deutschen Raum verglichen werden. Yigg hat nach eigenen Angaben 2,2 Millionen Besucher mit Stand Oktober 2007. Wie viele die das Internet nutzen verwenden täglich die englische Sprache und wie viele die deutsche Sprache? Stellt man diese Zahlen in ein prozentuales Verhältnis, wird schnell deutlich das Yigg dem englischen „Digg.com“ eigentlich nichts nachsteht.
25 Millionen Besucher im Monat die englisch können, werden in der deutschen Version nichts ausrichten können. Nutzer die ihre deutschen Nachrichten bei solchen Diensten veröffentlichen, wollen den deutschen Traffic haben. Englische Besucher können meist mit den deutschen Webseiten nichts anfangen. Rose, als Kopf von „Digg.com“ muss also erstmal im deutschen Markt die Nutzer für sich gewinnen. Warum sollten deutsche Nutzer zu „Digg.com“ gehen wenn die Plattform sich in Deutschland nicht etabliert hat? Yigg und Webnews haben die deutschen Nutzer unter sich. Laut nicht repräsentativen Statistiken von Alexa, liegt Yigg jedoch eine ganze Ecke vor Webnews.
Fazit: Beide (Yigg und Webnews) Plattformen sollten aufpassen und ihren Nutzern keine Qualen bereiten. Die Dienste sauber weiterentwickeln und die Nutzer ganz im Sinne von Web 2.0 an den Entwicklungen und Gestaltungen teilhaben lassen. Dann kann „Digg.com“ in Deutschland starten und spüren das es so leicht nicht geht. Englische Zahlen sind keine Erfolgsgrundlagen in anderen Sprachen.
Soviel zu meiner bescheiden Meinung, ich hoffe die konnte ich damit verdeutlichen.









Eine Antwort zu "Digg auf Deutsch? Dann hinter Yigg anstellen"
[...] Digg will nach Deutschland – Hat aber die Hose voll! Nein Spaß bei Seite, der Betreiber überlegt wirklich seinen Dienst auch in Deutsch zu starten. [...]