Die Katastrophe der Ölbohr-Plattform „Deppwater Horizon“ sollte niemanden mehr ein Fremdwort sein. Die Plattform explodierte am 20. April 2010 und seither treten Millionen Tonnen Öl ins Meer aus. Bis zu 5.000 Barrel pro Tag schätzen Experten. 11 Menschen sind bei der Explosion ums Leben gekommen. Zahlreiche Tiere mussten mit dem Leben bezahlen und die Umwelt ist für Jahrzehnte stark belastet.
Der Konzern BP stellt sich den Tatsachen der Katastrophe aber noch immer nicht offen. Dafür bekommt BP jetzt auch Kritik in den USA und wird mit den Vorwürfen der Propaganda konfrontiert. In den Netzwerken AdWords von Google, sowie dem Yahoo! Search Marketing Network bucht das Unternehmen gezielt Werbung auf die wichtigen Begriffe der Ölkatastrophe. Für solche Buchungen wie „Ölkatastrophe, Oil Spill, Deepwater Horizon etc.“ gibt das Unternehmen laut Medienberichten ca. 10.000 Dollar pro Tag aus.
![]()
Mit der Anzeige „BP Gulf of Mexico“ bewirbt man gezielt die Startseite von bp.com auf der direkt weitere News und Darstellungen zur Ölkatastrophe erscheinen. Natürlich handelt es sich bei den Inhalten um Darstellungen die BP keine weiteren Schuldvorwürfe machen. Eine Rechtfertigung für diese Werbeanzeigen findet BP ebenfalls. Man macht dies wegen der Opfer, damit diese unkompliziert an die wichtigsten Adressen, Formulare etc. kommen. Selbst Obama verurteilte das Vorgehen und ist der Meinung BP sollte die Gelder besser in Wiedergutmachung investieren.

Ob die BP auf die Kritik hört und das merkwürdige Marketing abstellt bleibt abzuwarten. Ich finde es jedoch nicht gerechtfertigt täglich fast 10.000 Dollar in diese Anzeigen zu investieren, nur damit die Opfer der Katastrophe an Adressen und Ansprechpartner kommen. Die sind mit Sicherheit nicht so primitiv das sie nicht längst die Website von BP auch ohne diese Anzeigen finden würden. Eine Rechtfertigung die mehr die Unsicherheit des Konzerns spiegelt.

So kann man Marketing eben auch falsch betreiben. Nur deshalb auch dieser Eintrag zu diesem Thema in meinem Weblog.









…geht man dafür aus, das BP vorraussichtlich 3000-4000 US$ pro ausgelaufenen Barrel bezahlen darf ist das doch ein Tropfen auf den heissen Stein. Und wenn 10.000 Dollar für deas erreichen von Ansprechpartnern investiert wird, ist das wenigstens mal schon etwas, um den Betroffenen Informationen zu Ansprechpartnern bereitzustellen, oder? Schlimmer ist, das Verschwiegen wird, was mit den ganzen AKWs passiert, wenn die mal abgeschaltet werden – die Entsorgung der einzelnen Komponenten wird Milliarden verschlingen (Laufzeitverlängerung
)
Fazit: Nie wieder bei BP Tanken – Oder besser gleich Bahn fahren!
An sich sollten Sie das Geld schon für etwas nützlicheres ausgeben. Aber BP kämpft ja auch ums Überleben. Auf der Börse haben Sie inzwischen ja auch schon ein paar Milliarden verloren. Wenn das so weitergeht können Sie vielleicht überhaupt nichts mehr bezahlen.