In Südkorea ist durch die Verhaftung eines Bloggers eine sehr große Debatte zum Thema Meinungsfreiheit entfacht wurden. Es wurde ein Blogger durch die südkoreanische Staatsanwaltschaft verhaften lassen, weil dieser falsche Gerüchte im Internet verbreitet hat. Gerüchte haben es nun aber mal so an sich, das sie heute falsch sind und morgen eventuell ein Fünkchen Wahrheit mitbringen. Das die Gerüchte ausgerechnet über die Landeswährung gehen, ist ein bisschen daneben, aber warum nicht? Jedoch sollen die Gerüchte laut den Strafverfolgern dafür gesorgt haben, das man eine teure Rettungsaktion der Notenbank durchführen musste. Die Beiträge des Bloggers über die Wirtschaftspolitik sollen dazu geführt haben, dass die Devisenreserven des Landes in Milliardenhöhe verringert wurden.
Angeblich und auch nur schätzungsweise, handelt es sich um einen Schaden in Höhe von zwei Milliarden Dollar, so zumindest die Zeitung „The Korea Herald“ unter der Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der Blogger ist 30 Jahre alt und arbeitsloser Akademiker. Am Samstag hat man Park dann verhaftet. Unter dem Usernamen „Minerva“ hat er falsche Informationen verbreitet, so der Vorwurf. Er hat sich in Internetforen bereits über Monate einen Namen aufgebaut. Er sagte beispielsweise auch die Finanzkrise von Lehman Brothers voraus bzw. deren Zusammenbruch und die Voraussage war sogar eingetroffen. Natürlich waren einige Voraussagen auch nicht eingetroffen. Ende Dezember bloggte Park dann darüber, dass die Regierung angeblich den Banken sagte, das diese keinen Dollar mehr kaufen sollen. Die Maßnahme hatte den Hintergrund, den Wertverfall vom südkoreanischen Won zu bremsen. Ermittler geben an, dass der Andrang auf den Dollar nach dem Erscheinen des Blogbeitrages sehr stark nach oben ging. Die Stabilität des Wechselkurses musste darunter leiden und die Folge sollen dann eben die oben genannten 2 Milliarden Dollar Verluste sein.
Jetzt droht dem Blogger eine mehrjährige Haftstrafe wegen Verstoßes gegen das Kommunikationsgesetz. Kommt es zur einer Verurteilung, wird so schnell von ihm kein Blogbeitrag mehr erscheinen. Park gestand, das die kritischen Artikel von ihm sind, jedoch wollte er damit den sozial unterprivilegierten Menschen helfen. Schuldig an irgendwas fühlt der Blogger sich nicht. Jetzt werfen zahlreiche Internetnutzer und auch Oppositionsabgeordnete den Behörden vor, dass sie mit diesem Fall das Grundrecht auf Meinungsfreiheit missachten. Was man davon halten soll muss jeder selber wissen. Gerüchte halte ich persönlich für spannend, solange diese keiner Person und keinem Unternehmen Schaden zufügen. Man kann gerne pinke Elefanten im Moskauer Zoo bewundern, aber kommen Verluste von finanziellen Mitteln ins Spiel oder steht eine Gesundheit oder ein Ruf auf dem Spiel, sollte man sich doch auf die Finger hauen und lieber nichts schreiben. Meine Meinung!









Also wenn eine Schadenssumme von 2 Milliarden Dollar entsteht nur weil ein arbeitsloser Akademiker irgendwelche Stories erzählt dann liegt doch einiges an dem System eh im argen.
Wegen sowas verhaftet zu werden ist auf jeden fall ein ganz übles Zeichen und man sollte mehr Angst um die Demokratie haben als um die paar Banken.
Na ja, eine Haftstrafe halte ich auch für etwas übertrieben. Jedoch finde ich es etwas derb, eine solche Aktion zu bringen. Ich glaube nicht das so viel Geld wegen dem Beitrag verloren ging, aber WENN, dann kann man es mit einem sanften Lächeln nicht belassen.