Billige Massenware aus dem Internet und Ideenlosigkeit, gegen diese Dinge kämpft Europas Marktführer in Sachen Sex derzeit an. Beate Uhse ist in den 60er Jahren in Deutschland gestartet und hat damals mit dazu beigetragen das die prüden Deutschen die Augen aufmachen und dem Thema Sex etwas offener gegenüberstehen. Dieser Kampf hat sich gedreht, jetzt muss der Erotikversand gegen billige Massenware aus dem Internet ankämpfen. Damit Beate Uhse nicht irgendwann zu einem Sanierungsfall für die Banken wird, muss Lindemann jetzt handeln und darf nicht mehr auf der Stelle sitzen. Die Sexläden von Beate Uhse stecken derzeit ziemlich in der Krise.
Gut zu erkennen ist diese Krise auch an der Tatsache, dass der Sohn aus zweiter Ehe Ulrich Rotermund und gleichzeitiger Hauptaktionär, derzeit versucht seine Aktien zu verkaufen. Der Anteil von etwa 30 Prozent findet nur leider keinen Käufer. Hier wird es offensichtlich das sich niemand die Finger an dem Geschäft mit der Erotik verbrennen will. Wenn die Aktionäre nicht vollkommen den Kopf in den Sand stecken sollen, dann muss Lindemann unbedingt bis Ende März ein Sanierungskonzept in der Tasche haben. Denn zu dieser Zeit wird die börsennotierte Beate Uhse AG den Börsenbericht für das Jahr 2007 vorlegen.
Die Botschaft „Sex sells“ ist zwar immer noch wahr, jedoch sieht es bei Beate Uhse damit derzeit sehr knapp aus. Die Beate Uhse Läden an den Straßen werden kaum eine Zukunft haben. Heute bestellen Personen auch im Bezug auf Sex immer mehr über das Internet. Kleine schmuddelige Sex-Geschäfte um die Ecke sind dafür lange nicht mehr nötig. Die Lebenskultur verändert sich und genau da muss die Beate Uhse AG einen Weg finden um auf den Zug zu springen. Besonders die Erotikfilme (DVDs und Videos) wird man auf der Straße kaum noch verkaufen können. Internetportale bieten solche Filme bereits für kleines Geld und in anderen Ländern sogar kostenlos an.
Beate Uhse wurde scheinbar frontal von der Weiterentwicklung der Sex-Kultur getroffen. Eine Erotikfirma der heutigen Zeit braucht vor allem Läden für Frauen und Paare. Zahlreiche Kunden sind bereit Geld für neue Sexspielzeuge etc. auszugeben, nur muss man diese korrekt bedienen. Neben den Aktien von Beate Uhse hat Rotermund auch beim Konkurrenten Orion seine Finger drin. Bei Orion ist er Haupteigentümer und Chef, so gehen die beiden Brüder auch bereits seit 27 Jahren getrennte Wege. Orion bricht ebenfalls langsam das Geschäft ein, denn beim Mitbewerber geht der Versandhandel sehr stark zurück.
Amazon, Auktionshäuser und viele Onlinekaufhäuser bieten zahlreiche Dinge die das Sexleben spannend machen. In vielen Internetplattformen bekommt man auch die Waren aus Fernost zum Kauf angeboten, Billigwaren die dennoch von den Kunden gekauft werden. Kaum ein Hersteller von Sex-Spielzeugen befindet sich heute noch innerhalb von Europa.








