Es könnte sich nun endlich eine Welle an Abmahnungen durch das Netz bewegen, in denen es Content-Dieben an den Kragen geht. Die AFP Nachrichtenagentur wird sich in diesen Tagen verstärkt mit Seitenbetreibern auseinandersetzen, die Nachrichten einfach klauen, kopieren und auf eigenen Seiten veröffentlichen. Tausende Personen sollen dieser Tage Post von der AFP erhalten, jedoch beinhaltet nicht jeder Brief auch eine Rechnung. Die AFP verfolgt damit nicht das Ziel irgendwelche Blogger in den Ruin zu treiben, nein es geht auch um echt große Verlage etc. die AFP Inhalte ohne entsprechenden Lizenzvertrag nutzen.
Ermittelt werden Verstöße gegen die Nutzung der Texte durch eine spezielle Monitoring-Software und diese hat bereits mehr als 10.000 Verstöße aufgespürt. Die AFP überlässt die Aufspürung und Dokumentation der Verstöße der Hamburger Firma Textguard. Timo Peters, Vertriebschef von AFP-Deutschland erklärt laut Frankfurter Rundschau: „Wir haben es nicht auf Blogger, Lehrer und Professoren abgesehen.“ Auch ist nicht jeder Brief mit einer Abmahnung gefüllt, denn auch Nachzahlungen werden auf den Postweg gebracht.
Es soll sogar ganz böse Buben geben, die bereits über Jahre die Texte der AFP ohne Erlaubnis verwenden. Die verschickten Rechnungen haben hohe Summen und durchaus auch über mehrere 10.000 Euro. Irgendwie muss sich eine Nachrichtenagentur wehren, denn immerhin hat man zahlreiche Kunden die für die Inhalte bezahlen und auf entsprechende Werte setzen. Da kann es nicht sein das andere sich kostenlos bedienen. Die AFP ist nicht die einzige Agentur, wer denkt er klaut dann besser bei der DPA oder AP, der wird enttäuscht sein, denn auch diese Agenturen prüfen die Nutzung ihrer Inhalte und leiten rechtliche Schritte ein.









Absolut verständlich.
Mal schauen welchen Ausmaß das ganze nimmt.
Absolut geiles content pic! ich lach mich tot!
Also wie es scheint geht afp auch unberechtigterweise gegen externe Redakteuere vor. Wir haben nunmehr mehrere Pressemitteilungen vorliegen, die definitiv nicht von afp stammen, mit einer Versicherung von Eidesstatt, dass diese selbst von den Redakteuren verfasst wurden. Und dennoch macht afp seine Ansprüche daran geltend. Also am besten genau prüfen ob afp überhaupt Rechte daran hat und danach volle Kanne gegen afp wehren.
Ich rechne mit einer stark steigenden Zahl von Abmahnungen im Bereich Textklau.
Tatsächlich spricht es sich auch in Deutschland herum, dass Textklau kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Urheberrechtsverletzung.
Meine Kanzlei betreut eine zunehmende Anzahl von Betreibern von Webseiten, die sich nicht mehr damit abfinden möchten, dass Fremde sich an ihren Texten bedienen.
Schließlich steht dem Autor sogar ein Entgelt für die unerlaubte Nutzung seiner Texte zu.
Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang die Duplicate Content Penalty, die dem Urheber blühen kann, wenn sein Text auf einer fremden Seite erneut auftaucht.
Die Argumentation, der Textklau geschehe meist aus Unwissenheit, überzeugt nicht. Es mag sein, dass einige Textdiebe die Rechtslage nach dem Urhebergesetz nicht kennen. Jedem, der fremde Texte auf seine Seite stellt, ist doch aber bewußt, dass er sich mit fremden Federn schmückt, sich das Ergebnis der Arbeit eines anderen zueigen macht. Und genau hiervor schützt das Urhebergesetz. Wer also Texte einfach übernimmt, weiß bereits alles das, was die Rechtslage ausmacht. Wer dann behauptet, er hätte nicht gewußt, dass Textklau eine Urheberrechtsverletzung darstellt, sagt damit eigentlich nur, dass er nicht wußte, dass diese erkannte Sauerei rechtliche Konsequenzen hat. Wer ein Fahrad stiehlt, muss auch nicht § 242 Strafgesetzbuch gelesen haben, damit man ihm den Diebstahl vorwerfen kann.
Weiterführende Informationen zu Urheberrechtsverletzungen an Texten gibt es hier:
http://www.kanzleischroeder-kiel.de/artikel/urheberrecht/vorgehen-bei-textklau/?child=13