Mit Twitter ist nicht nur eine Möglichkeit der schnellen Kommunikation entstanden – manche nennen es auch schon den „größten Business-Chat der Welt“ – sondern auch eine der größten Werbeplattformen die man heute kostenfrei finden kann. Zugegeben auch ich benutze Twitter zu Werbezwecken, dies jedoch ist aber nicht der Hauptgrund für mich und darum geht es jetzt auch nicht. Durch die mehreren Millionen Nutzer auf Twitter ist es möglich, mit nur einem Tweet bereits hunderte Personen zu erreichen. Vorausgesetzt das Twitter-Profil hat ausreichend Follower.
Mit Twitter kann auch Affiliate-Marketing verbunden werden. Dank den Short-URLs wie tr.im oder tinyurl.com, ist für den normalen Benutzer nicht ersichtlich das sich hinter dem Link ein Affiliate-Partnerlink versteckt. Follower schenken dem Twitter-Nutzer in der Regel wenigstens eine kleine Menge an Vertrauen und klicken die Links in den Tweets entsprechend an. Verbirgt sich hinter einer URL aber ein Trackinglink für eine PPC (Pay per Click) Kampagne, so verdient der Affiliate an seinen Tweets. Ist das erlaubt? Darf man Affiliate-Links in Twitter einsetzen?
Pay per Lead und Pay per Sale – also die Modelle bei denen eine zweite Aktion vom Benutzer erfordert wird, sollten in Twitter keine Schwierigkeiten machen. Problematisch ist es bei Klick-Vergütungen – Pay per Click – weil man sofort Geld am Traffik verdient. Nicht jeder Merchant ist damit einverstanden. Kann ich sehr gut verstehen, verbreiten sich die Tweets per Twitter ja auch sehr stark an internationales Publikum das eventuell gar nicht zur Kampagne passt. Zielgruppen sollten auch bei solchen Kampagnen eingehalten werden. Für den Merchant ist Twitter in Verbindung mit einer Klick-Kampagne genau so sinnfrei wie die Werbung für Surfbar, Paidmailern etc. Man kann es mit der Qualität von Forced-Clicks (Zwangsklicks) vergleichen.
Ich denke ihr versteht was ich ausdrücken will? Zwar steht Twitter noch nicht explizit in den Netzwerken wie Superclix, Affili.net, AdButler, Webgains oder AdCell drin, aber das kann sich ja vielleicht noch ändern. Glaube kaum das es noch lange dauert, bis auch das letzte Netzwerk merkt was per Twitter für schlechter Traffic auf die Trackinglinks von Merchants geschickt wird. Warten wir es mal ab, ich habe das auch nur Gestern im Twitter kurz aufgeschnappt und daher weiß ich, dass bei SuperClix definitiv keine PPC-Links in Twitter erwünscht sind. Dazu gibt es dann Sonderfälle etc. die solche Sachen im Netzwerk genauer regeln. Fragt also bei Unsicherheiten unbedingt den Merchant ob ihr Twitter einsetzen dürft. Bei SEM ist es ja auch nicht immer eindeutig.









Versteht sich eigentlich von selbst das PPC nichts in twitter zu suchen hat. Du hast aber recht das die Aufnahme bzw. das Verbot mit großer Sicherheit bald in den AGB aufgenommen wird.
@Sascha: Genau, wie du schon schreibst “eigentlich”. Leider findet man immer wieder PPC-Links hinter den Short-URLs. Wer sich dann am meisten ärgert ist der Merchant, denn in der Summe kann der Verlust schon gewaltig sein.
Anderseits stehen die Statistiktools der Netzwerke jetzt auch in der Pflicht, solche Klicks herausfiltern zu können um sie dann zu stornieren. Egal wie, Arbeit macht es immer. Daher bin ich gespannt wann es in den Programmbestimmungen aufgeführt wird.
Hi Eisy,
wir sehen Twitter – nach monatelanger Analyse – als Sonderfall und haben daher generell für Twitter Pay-per-Klick gesperrt, so daß dem Partnerprogramm-Betreiber grundsätzlich keine Kosten entstehen können, es werden automatisch für den Partner 0-Euro-Provisionen bei PPC mit einem entsprechendem Kommentar generiert.
Stattdessen können natürlich die Partner jetzt schon problemlos Pay-per-Lead und Pay-per-Sale einsetzen, da sind derzeit doch einige sehr gute Ergebnisse zu sehen bei manchen Affiliate-Partnern (heute gab es z.B. knapp über 100 Euro mit einer Provision bei einem Partner mit einer Handvoll Klicks), die nicht nur Bots als Follower haben, sondern wirklich gelesen werden. Bis dato gibt es keinen einzigen Betreiber auf Sale- oder Signup-Basis, der Twitter verbietet, man muß also nicht extra nachfragen.
viel erfolg und gute umsätze,
marcus
Schließen die Netzwerke dies nicht schon in den AGB aus? Da nur Werbung auf den akzeptierten Webseiten eingebunden werden dürfen. Ich meine ich hätte da mal was in den AGB gelesen.
Z.B. Zanox:
“Entspricht die bei der Registrierung bzw. bei der Bewerbung für ein konkretes Partnerprogramm angegebene Werbefläche nicht der tatsächlich verwendeten Werbefläche, ist zanox berechtigt, dass Publisher-Konto unverzüglich zu sperren. Das weitere Verfahren richtet sich nach Ziffer 5.2.”
In 5.2 heißt es dann weiter:
“5.2 Jede Form des Missbrauchs führt zu einer sofortigen Sperre des Publisher-Kontos. Innerhalb eines Monats nach der Sperrung kann in Textform Widerspruch eingereicht werden, um den Sachverhalt zu klären. Kann der Sachverhalt jedoch nicht zu Gunsten des Publishers geklärt werden, wird zanox die Kündigung aussprechen. Im Fall der Kündigung richtet sich die Abwicklung des Vertrages nach Ziff. 7 dieser Publisher AGB. Im Übrigen entsteht für missbräuchlich herbeigeführte Geschäftsabschlüsse kein Vergütungsanspruch des Publishers.
Der Publisher verpflichtet sich, für jeden Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung gegen diese Bestimmungen jeweils eine von zanox nach billigem Ermessen festzusetzende, im Streitfall von einem Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe zu zahlen. Die Vertragsstrafe beträgt maximal das zum Zeitpunkt der Sperrung auf dem Publisher-Konto vorhandene und bestätigte Guthaben.”
Somit ist es meiner Meinung nach ganz schön gefährlich PPC-Programme per Twitter zu bewerben.
Unter Affiliate Marketing verstehe ich von vornherein etwas anderes als maskierte PPC links zu Verbreiten. Affiliate Links bei Twitter finde ich legitim. Auch wenn der Traffik nicht immer der beste ist das Risiko für Merchants hier recht gering. Eine genaue Regelung der Affiliate Netzwerke wäre aber wünschenswert. Wenn man sich so anschaut was mittlerweile schon auf Twitter gespammt wird.
Genau die Punkte, die Olli gebracht hat, würde ich auch nennen. Meist bewirbt man sich mit einer Webseite bei einem WerbeNetzwerk und darf dann Werbemittel darauf anbieten. Demnach sollte es nicht gestattet sein die Links bei Twitter einzustellen, weil es ja nicht mehr die eigene Webseite ist.
Hallo & danke für die guten Tipps. War auch am überlegen, ob ich Twitter für Marketing als Publisher einsetzen soll. Mag mich aber nicht in die Nesseln setzen, solange es seitens der Netzwerke & Merchants keine eindeutigen Regeln gibt. Und was Olli zu den AGB’s aufgeführt hat, ist genau der Punkt, der alles zu Fall bringen kann!
@Marcus: Danke für dein klares Statement!
Im Web sehe ich mich immer nach innovativen Möglichkeiten im bereich Marketing mit Twitter um und bin dabei auf diesen Blog gestoßen und seit dem regelmäßiger Besucher hier. Danke an dieser Stelle für die Artikel. Ich mache aktuell ein Praktikum bei http://www.elitepromotion.de und kann dort in die verschiedenen Projekte reinschnuppern. Für ein kommendes Projekt möchten wir auch gerne Twitter einsetzen, daher hat mir der Artikel sehr weitergeholfen.
PS: Kleiner Tippfehler ganz unten auf der Seite. “Newsleter”.